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Psalmen · German Albrecht Neues Testament und Psalmen

Psalmen 109

1Dem Sangmeister. Ein Psalm Davids. / Gott, dem mein Loblied gilt, schweige doch nicht!

2Denn der Frevler und Lügner Mund / Hat sich wider mich aufgetan, / Zu mir geredet mit falscher Zunge.

3Mich haben Worte des Hasses umschwirrt / Und grundlos gegen mich Krieg geführt:

4Mit Feindschaft lohnten sie meine Liebe — / Doch ich habe stets für sie gebetet.

5Sie haben mir Böses für Gutes erwiesen / Und für meine Liebe Haß.

6Bestell einen Frevler wider ihn, / Ein Verkläger steh ihm zur Rechten!

7Kommt er vor Gericht, so werd er als schuldig verurteilt, / Sein Gebet sogar — es werde zur Sünde!

8Seiner Tage sollen nur wenig sein, / Sein Amt soll ein andrer empfangen.

9Seine Kinder sollen Waisen werden / Und sein Weib eine Witwe.

10Seine Kinder sollen als Bettler unstet wandern, / (Brot) suchen fern von den Trümmern (des Vaterhauses).

11Sein Gläubiger lege auf seinen Besitz Beschlag, / Und Fremde sollen ihm seine Habe rauben.

12Nicht einer bewahre ihm Liebe, / Niemand erbarme sich seiner Waisen!

13Sein Nachwuchs sei zum Vertilgen bestimmt, / Schon im andern Geschlecht erlösche sein Name!

14Seiner Väter Schuld möge Jahwe gedenken, / Ungetilgt bleibe seiner Mutter Sünde!

15Sondern immer seien sie Jahwe vor Augen; / Der tilg ihr Gedächtnis aus dem Lande,

16Weil er nicht gedachte, Erbarmen zu üben, / Sondern den verfolgte, der elend und arm, / Ja den Verzagten zu morden suchte.

17So hat er den Fluch geliebt: der treffe ihn nun! / Den Segen begehrte er nicht: der bleibe ihm fern!

18Drum zog er den Fluch an wie sein Kleid: / Der dringe nun wie ein Wasser in ihn / Und gehe wie Öl in seine Gebeine!

19Wie ein Kleid sei er ihm, in das er sich hüllt, / Wie ein Gurt, mit dem er sich ständig gürtet.

20So lohne Jahwe meinen Verklägern / Und denen, die Böses wider mich reden.

21Du aber, Jahwe Adonái, / Wirke mit mir um deines Namens willen! / Rette du mich, weil deine Huld so herrlich ist!

22Denn ich bin elend und arm, / Und mein Herz ist in mir verwundet.

23Wie ein Schatten, wenn er sich dehnt, so bin ich vergangen, / Gleich Heuschrecken bin ich hinweggescheucht.

24Meine Knie schlottern vom Fasten, / Mein Fleisch ist verfallen und mager.

25Den Leuten bin ich zum Hohn geworden, / Sie schütteln den Kopf, sooft sie mich sehn.

26Hilf du mir, Jahwe, mein Gott, / Rette du mich nach deiner Huld!

27Dann werden die Leute erkennen, daß dies deine Hand, / Daß du, o Jahwe, es hast getan.

28Fluchen sie, so wollest du segnen. / Erheben sie sich, so laß sie zuschanden werden, / Während dein Knecht sich freuen darf.

29Laß meine Verkläger sich kleiden in Schmach / Und Schande anziehn wie ein Gewand!

30Ich will Jahwe laut danken mit meinem Munde, / Inmitten vieler ihn loben.

31Denn er tritt dem Armen zur Rechten, / Um ihn zu retten vor denen, / Die ihn verurteilen wollen.

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