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Psalmen · German Albrecht Neues Testament und Psalmen

Psalmen 73

1Ein Psalm Asafs. / Ja, gütig ist Gott gegen Israel, / Gegen die, die reines Herzens sind.

2Doch meine Füße wären beinah gestrauchelt, / Meine Tritte fast ausgeglitten.

3Denn ich ward neidisch auf die Prahler, / Als ich das Glück der Frevler sah.

4Sie kennen ja keine Schmerzen, / Und von Gesundheit strotzt ihr Leib.

5Nicht sind sie in Unglück wie Sterbliche sonst, / Sie leiden nicht Plage wie andre Leute.

6Drum ist auch Hoffart ihr Halsschmuck, / Unrecht umhüllt sie als ihr Gewand.

7Ihr Auge tritt mühsam hervor aus dem Fett, / Ihr Herz ist voll stolzer Gedanken.

8Sie höhnen und sprechen boshaft von Gewalt, / Sie reden von oben herab.

9In den Himmel setzen sie ihren Mund, / Ihre Zunge ergeht sich auf Erden.

10Drum fallen ihnen die Leute zu, / Die schlürfen Wasser in Fülle ein.

11Sie sprechen: "Wie sollte Gott etwas wissen? / Wohnt denn bei dem Höchsten Kenntnis?

12Diese Leute leben zwar ohne Gott, / Doch haben sie, ewig ungestört, / Reichtum und Macht erlangt.

13Umsonst ist's, daß ich mein Herz hab reingehalten / Und meine Hände in Unschuld gewaschen.

14Ich war doch geplagt den ganzen Tag / Und ward alle Morgen aufs neue gestraft."

15Hätt ich gedacht: So will ich auch reden, / Ich hätte verleugnet deiner Kinder Geschlecht.

16So sann ich denn nach, dies Rätsel zu lösen; / Doch allzu schwierig war es für mich;

17Bis ich in Gottes Heiligtum ging / Und auf ihr (trauriges) Ende merkte.

18Ja, auf schlüpfrigen Boden stellst du sie, / Du stürzest sie ins Verderben.

19Wie sind sie im Nu zunichte geworden, / Geschwunden, vergangen durch Schreckensgerichte!

20Wie ein Traum verfliegt, sobald man erwacht: / So wirst du, Adonái, ihr Bild verschmähn, / Wenn du dich aufmachst (zu richten).

21Würde (nun wieder) mein Herz erbittert, / Und fühlt ich es stechen in meinen Nieren:

22Dann wär ich ein Narr und wüßte nichts, / Ich wäre sogar wie ein Tier vor dir.

23Aber ich bleibe nun stets bei dir, / Du hast ja erfaßt meine rechte Hand.

24Nach deinem Ratschluß wirst du mich leiten / Und nimmst mich endlich mit Ehren auf.

25Wen hätt ich im Himmel (ohne dich)? / Und bist du mein, so begehr ich nichts weiter auf Erden.

26Ist auch mein Leib geschwunden, und schlägt mein Herz nicht mehr: / Meines Herzens Hort und mein Besitz / Bleibt doch Elohim auf ewig!

27Denn die von dir weichen, die kommen um; / Du vertilgst, die dich treulos verlassen.

28Mir aber ist köstlich die Nähe Elohims. / Auf Adonái Jahwe ruht mein Vertraun: / So will ich verkündigen all dein Tun.

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