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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 101

Romans · Chapter 3

Luther’s September Testament (1522) · chapter 101 of 213 · about 4 min

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Paulus eyn knecht Jhesu Christi: beruffen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Euangelion gottis (wilchs er zuuor verheyssen hat, durch seyne propheten, yn der heyligen schrifft, von seynem son, der yhm geporn ist von dem samen Dauid, nach dem fleysch, vnd krefftiglich erweyset eyn son gottis, (Nach dem geyst etc.) Der geyst gottis ist geben nach Christus auffart, von da an, heyliget er die Christen vnd verkleret Christum in aller welt, das er gottis son sey, mit aller macht, ynn worten, wunder vnd zeychen. nach dem geyst der do heyliget, sint der zeyt er aufferstanden ist von den todtenn, nemlich Jhesus Christ vnser her, durch wilchen wyr haben empfangenn gnad vnd Apostel ampt vnter alle heyden, den gehorsam des glawbens aufftzurichten, vnter seynem namen, wilcher yhr zum teyl auch seyt, die da beruffen sind von Jhesu Christo) Vberschrifft.

Allen die zu Rom sind, den liebsten gottis, vnd beruffnen heyligen. Grus. Gnad sey mit euch vnd fride von got vnserm vater vnd dem hern Jhesu Christo. Ehrbietung. Auffs erst, danck ich meynem got, durch Jhesu Christ, ewr aller halben, das man von ewrem glawben ynn aller welt sagt. Denn got ist meyn zeuge, wilchem ich diene ynn meynem geyst, am Euangelio von seynem son, das ich on vnterlaß ewr gedenck, vnnd alletzeyt ynn meynem gepet flehe, ob ich yhe der mal eyns eynen fertigen weg haben mocht durch gottis willen zu euch zukomen.

Denn mich verlanget euch zusehen, auff das ich euch mitteyle etwas geystlicher gabe euch zustercken (das ist) das ich sampt euch trostet wurde durch ewren vnd meynen glawben, den wyr vnternander haben. [ 30] Jch wil euch aber nicht verhalten, lieben bruder, das ich myr offt hab furgesetzt zu euch zukomen, byn aber verhyndert bisher, das ich etwas guttis schaffete auch vnter euch, gleych wie vnter andern heyden. Jch byn eyn schuldner beyde der kriechen vnnd der vnkriechen, beyde der weysen vnd der vnweysen, darumb, so viel an myr ist, byn ich geneygt, auch euch zu Rom das Euangelion zupredigen.

Denn ich scheme mich des Euangelion von Christo nicht, denn es ist eyn krafft gottis, die da selig macht, alle, die dran glewbenn, die Juden furnemlich, vnd auch die Kriechen, syntemal drynnen offinbart wirt die gerechtickeyt die fur got giltt, wilche kompt auß glawben [ 236] ynn glawben, wie denn geschrieben stehet, Der gerechte wirt leben aus seynem glawben.

Denn gottis zorn von hymel wirt offinbart vbir alles gottloßes wesen vnd vnrecht der menschen, die die warheyt gottis auffhalten ym vnrechten, darumb, das, das ihenige, so kundlich ist an got, offinbar bey yhn ist, denn got hats yhn offinbart, damit, das gottis vnsichtbars wesen, das ist, seyn ewige krafft vnd gotheyt wirt ersehen, so man des warnympt bey den wercken, von der schepffung der welt an.

Also, das sie keyn entschuldigung haben, die weyl sie erkandten, das eyn gott ist, vnd haben yhn nicht preysset als eynen got, noch gedanckt, sondern sind ynn yhrem tichten (tichten) wo nicht glawbe ist, do fellet die vernunfft von eynen auffs ander, bis sie gar verblendet wirt, ynn yhrem tichten, wie denn alle weysen vnd spitzigen kopffen geschicht. eyttel worden, vnd yhr vnuerstendiges hertz ist verfinstert, da sie sich fur weyse hielten, sind sie zu narren worden, vnd haben verwandelet die herlickeyt des vnuergenglichen gottis, ynn eyn gleychnis eyns bilds des vergenglichen menschen, vnd der vogel, vnd der vierfussigen vnd der kriechende thiere.

Darumb hat sie auch got dahyn geben, ynn yhrer hertzen geluste, yn vnreynickeyt, zuschenden yhr eygen leybe, durch sich selbs, die gottis warheyt haben verwandelt ynn die lugen, vnd haben geehret vnd gedienet dem geschepffe mehr denn dem schepffer, der do ist gebenedeyet ynn ewickeyt, Amen. Darumb hat sie got auch dahyn geben ynn schendliche luste, Denn yhre weyber haben verwandelt den naturlichen brauch ynn den vnnaturlichen, Desselbigen gleychen [ 32] auch die man, haben verlassen den naturlichen brauch des weybs, vnd sind aneynander erhitzet ynn yhren gelusten, vnnd haben man mit man schand gewirckt, vnnd den lohn yhrs yrthumbs (wie es denn seyn solt) durch sich selbs empfangen.

Vnd gleych wie sie nicht haben geacht, das sie gottis eyn wissen trugen, hatt sie got auch dahyn geben yn verkereten syn, zu thun, das vngeschickt ist, vol alles vnrechten, hurerey, arges, geytzs, boßheit, voll haß, mords, hadders, lists, gifftig, orenbleser, verleumbder, freueler, hoffertig, stoltz, fynantzer, (fynantzer) Die viel newer fundle auff bringen, als vnter kauffleuten, Juristen vnnd hoffschrantzen gesehen wirt. den eltern vngehorsam, den gott feynd ist, vnuerstendig, trewlose, vnfreuntlich, storrig, vnbarmhertzig, die gottis gerechtickeyt wissen (das die solchs thun, des tods wirdig sind) thun sie es nicht alleyn, sondern haben auch lust an denen die es thun. Das

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