1 Corinthians · Chapter 3
Luther’s September Testament (1522) · chapter 118 of 213 · about 2 min
vnd meyn wort vnd meyne predigt war nicht ynn hubschen wortten menschlicher weyßheyt, sondern ynn beweyssung des geysts vnd der krafft, (bestehe) Darunb konnen menschen lere nicht grund des gewissens odder glawbens seyn. auff das ewr glawbe bestehe, nicht auff menschen weyßheyt, sondern auff Gottis krafft.
Da wyr aber von reden, das ist eyn weyßheyt die den volkomenen eygenet, vnd nicht eyn weyßheyt diser welt, auch nicht der vbirsten diser welt, wilche zu letzt auffhoren mussen, Sondern wyr reden von der gotlichen weyßheyt, die ym geheymnis ist, vnnd verporgen ligt, (verporgen) Denn es ligt vnter der torheyt vnd dem creutz verporgen, vnd scheynet nicht ynn ehren vnd reychtum. wilche Got verordenet hat fur der welt, zu vnser herlickeyt, wilche keyner von den vbirsten diser welt erkand hat, Denn wo sie die erkand hetten, hetten sie den hern der herlickeyt nicht creutziget, sondern Jsa. 64. wie geschrieben stehet, das keyn auge gesehen hat, vnd keyn ore gehoret hat, vnd ynn keynes menschen hertz gestygen ist, das Got bereytt hat denen, die yhn lieben.
Vns aber hats Gott offinbart, durch seynen geyst, Denn der geyst erforscht alle ding, auch die tieffe der Gotheyt, Denn wilcher mensch weyß, was ym menschen ist, on der geyst des menschen der ynn yhm ist? also auch niemant weyß was ynn Got ist, on der geyst [ 258] Gottis, Wyr aber haben nicht empfangen den geyst von diser welt, sondern den geyst aus Gott, das wyr wissen kunden, was vns von Got geben ist, wilchs wyr auch reden, nicht mit klugen worten menschlicher weyßheyt, sondern mit klugen worten des heyligen geysts, vnd richten geystliche sachen geystlich.
Der (naturlich) Naturlich mensch ist wie er auser der gnaden ist mitt aller vernunfft, kunst, synnen vnnd vermugen auch auffs beste geschickt. naturliche mensch aber, vernympt nichts vom geyst Gottis, Es ist yhm eyn torheyt vnd kanß nicht erkennen, denn es muß geystlicher weyse gerichtet seyn, der geystlich aber richtets alles vnd er wirt von niemant gerichtet. Denn wer hat des herrn synn erkant? odder wer wil yhn vnterweysen? wyr aber haben Christus synn. [ 94] Das