1 Corinthians · Chapter 5
Luther’s September Testament (1522) · chapter 120 of 213 · about 5 min
. (geheymnis) Das ist, das Euangelion, darynnen die gotlichen gutter verporgen, vns furtragen werden. (nichts bewust) Niemant kan sich seyner werck vnnd guts lebens halben fur gerecht odder etwas richten, noch von menschen preyßen sich richten lassen, sondern, es stehet alles blos ynn Gottis gnaden. Da fur halte vns yderman, nemlich fur Christus diener, vnd haußhalter vber Gottis geheymnis. Nu sucht man nicht mehr an den haußhaltern, denn das sie trew erfunden werden.
Myr aber ists eyn gerings, das ich von euch gerichtet werde, odder von eynem menschlichem tage, Auch richte ich mich selbs nicht, Jch byn wol nichts myr bewust, aber daryn byn ich nicht gerechtfertiget, der herr ists aber der mich richtet, Darumb richtet nichts fur der zeyt, bis der herre kome, wilcher auch wirt ans liecht bringen was ym finstern verporgen ist, vnnd den rad der hertzen offinbaren, als denn, wirt eynem yglichen von Got lob widderfaren. Solchs aber, lieben bruder, hab ich auff mich vnd Apollo gedeutet, vmb ewren willen, das yhr an vns lernet, das niemant hoher von sich halte, denn ytzt geschrieben ist, auff das sich nicht eyner widder den andern vmb yemands willen auffblase.
Denn wer hat dich furtzogen? was hastu aber, das du nicht empfangen habst? so du es aber empfangen hast, was rhumestu dich denn, als der es nicht empfangen hette? Yhr seyt schon satt worden, yhr seyt schon reych worden, (Yhr seyt reych) Er spott yhr, vnnd meynet das widderspiel. yhr hirschet on vns, vnd wolt Got, yhr hirschet, auff das auch wyr mit euch hirschen mochten. Mich dunckt aber, Got habe vns Apostel fur die allergeringsten dargeben, als die dem tod zugeeygent sind, Denn wyr sind eyn schawspiel worden der welt, vnd den engeln vnd den menschen. Wyr sind narren vmb Christus willen, yhr aber seyt klug ynn Christo, Wyr schwach, yhr aber starck.
Yhr herlich, wir aber veracht, biß auff dise stund, sind wyr hungrig vnd durstig vnd nacket, vnd werden mit feusten geschlagen, vnd haben keyn gewisse stette, vnd erbeytten vnd wircken mit vnsern eygen henden. Man schilt vns, so benedeyen wyr, man verfolget vns, so dulden wyrs, man lestert vns, so flehen wyr. Wyr sind als eyn keerich der welt, vnd eyns ydermans schabab worden. [ 98] Nicht schreybe ich solchs, das ich euch bescheme, sondern ich vermane euch, als meyne lieben kinder. Denn ob yhr gleych zehen tausent zuchtmeyster hettet, ynn Christo, so habt yhr doch nicht viel veter, Denn ich habe euch geporn ynn Christo Jhesu, durchs Euangelion, Darumb ermane ich euch, seyt meyne nachfolger.
Aus derselben vrsach, hab ich zu euch gesant Timotheon, wilcher ist meyn lieber son vnd getrewer, ynn dem hern, das er euch erynnere meyner [ 260] wege, die da gehen ynn Christo, gleych wie ich an allen enden, ynn allen gemeynen lere. Es blehen sich etlich auff, als wurd ich nicht zu euch komen, Jch wil aber komen gar kurtzlich zu euch, ßo der herr will, vnnd erlernen, nicht die wort der auffgeblasenen, ßondern die krafft. Denn das reych Gottis stehet nicht ynn wortten, sondern ynn krafft. Was wolt yhr? sol ich mit der ruten zu euch komen, oder mit liebe vnd senfftmutigem geyst? Das Funfft Capitel.
Es geht eyn gemeyn geschrey, das hurerey vnter euch sey, vnd eyn solche hurerey, da auch die heyden nicht von zusagen wissen, das eyner seynes vaters weyb habe, 2 vnd yhr seyt auffgeblasen, vnd habt nicht viel mehr leyde tragen, auff das, der das werck than hat, von euch gethan wurde. 3 Jch zwar, als der mit dem leybe nicht da byn, doch mit dem geyst gegenwertig, habe schon als gegenwertig beschlossen, vber den, der solchs also gethan hat, 4 ynn dem namen vnsers hern Jhesu Christi, ynn ewer versamlung mit meynem geyst, vnd mit der krafft vnsers hern Jhesu Christ, 5 yhn zuvbirgeben dem teuffel, zum verterben des fleyschs, auff das der geyst selig werde am tage des hern Jhesu. (newr teyg) Es ist noch ymer vbrige sunde ynn den heyligen, die außtzufegen ist.
Drumb spricht er, yhr seyt vngesewert, das ist, heylig, aber schafft das yhr alles außfegt, vnd gantz reyn, eyn gantz newer teyg werdet. 6 Ewr rhum ist nicht feyn, wisset yhr nicht, das eyn wenig sawrteyg, den gantzen teyg versawret? 7 Darumb feget den alten sawrteyg aus, auff das yhr eyn newer teyg seyt, gleych wie yhr vngesewrt seyt.
Denn wyr haben auch eyn osterlamb, das ist Christus, fur vns geopffert. 8 Darumb, last vns ostern halten, nicht ym alten sawrteyg, auch nicht ym sawrteyg der boßheyt vnd argkeyt, sondern ynn dem sußteyg der lautterkeyt vnd der warheyt. 9 Jch hab euch geschrieben ynn dem brieffe, das yhr nichts solt zuschaffen haben mit den bulern, 10 das meyn ich gar nicht von den bulern ynn diser welt, odder von den geytzigen, odder von den reubern, odder von den abgottischen, yhr mustet anders aus der (aus der welt) wer nit vnter bosen leutten sein welt der muste die gantze welt meyden, Darumb wil er, das man bose Christen meyden solle, das sie nicht den namen furen, odder sich bessern mussen.
Denn die vnchristen haben den namen nicht. welt gehen. 11 Nu aber hab ich euch geschrieben, yhr solt nichts mit yhn zuschaffen haben, nemlich, so yemand ist, [ 100] der eyn bruder sich lest nennen, vnd ist eyn buler, odder eyn geytziger, odder eyn abgottischer, oder eyn schelter, odder eyn trunckenbold, odder eyn rewber, mit dem selben solt yhr auch nicht essen. 12 Denn was gehen mich die draussen an, das ich sie solt richten? Richtet yhr nicht die da hynnen sind? 13 Got aber wirt die draussen sind richten. Thut von euch selb hynaus, wer da bose ist. Das