2 Corinthians · Chapter 3
Luther’s September Testament (1522) · chapter 134 of 213 · about 2 min
Jch beschloß aber solchs bey myr selbs, das ich nicht abermal ynn traurickeyt zu euch keme. Denn so ich euch trawrig mache, wer ist, der mich frolich mache, on der da von myr betrubt wirt? Vnd dasselb hab ich euch geschrieben, das ich nicht, wenn ich keme, eyn trawrickeyt vbir die ander hette, vber wilchen ich mich solte frewen, syntemal ich mich des vertrawe [ 144] das meyne freude, ewr aller sey. Denn ich schreyb euch ynn grosser trubsal vnd angst des hertzen, mit vielen threnen, nicht das yhr soltet betrubt werden, sondern, auff das yhr die liebe erkendtet, wilche ich habe, sonderlich zu euch.
So aber yemant eyn betrubnis hat angericht, der hat nicht mich betrubet, denn nur eyn wenig, auff das ich nicht euch alle beschwere. (ist gnug) Hie redt er von dem den er droben ynn der ersten Epistel c. 5 strafft, vnnd dem teuffel geben hat, befilht, man sol yhn widder annehmen nach der geschenen straff. Hie redt er von dem den er droben ynn der ersten Epistel c. 5 Es ist gnug, das der selb von der gemeyn also gestrafft ist, das yhr nu fort yhm deste mehr vergebt vnd trostet, auff das er nicht ynn altzu grosser trawrickeyt ersauffe.
Darumb ermane ich euch, das yhr die liebe an yhm den vorgang haben lasset, Denn darumb hab ich euch auch geschrieben, das ich erkennete, ob yhr bewerd seyt, gehorsam zu seyn ynn allen stucken. Wilchem aber yhr etwas vergebt, dem vergebe ich auch, Denn auch ich, so ich etwas vergebe yemands, das vergebe ich vmb ewren willen an Christus stadt, auff das wyr nicht vbirforteylet werden von dem teuffel, Denn vns ist nicht vnbewust, was er ym synn hat. Da ich aber gen Troada kam zu predigen das Euangelion Christi, vnd myr eyn thur auffthan war, ynn dem hern, hatte ich keyne ruge ynn meynem geyst, das ich Titon den bruder nicht fand, sondern [ 279] ich macht meyn abschied, vnd fur aus gen Macedonia.
Aber Gott sey gedanckt, der vns alltzeyt das felt behalten hilfft ynn Christo, vnd offinbart den geruch seyner erkentnis, durch vns, an allen ortten, Denn wyr sind Gotte eyn gutter geruch Christi, beyde vnter denen, die selig werden, vnd vnter denen, die verloren werden, Diesen, eyn geruch des tods zum todt, yhenen aber eyn geruch des lebens zum leben. Vnd wer taug datzu? Denn wyr sind nicht, wie etlicher viel, die mit dem wort Gottis kretzmerey treyben, sondern als aus lauterkeyt vnd als aus Got, fur Got, reden wyr ynn Christo. Das