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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 142

2 Corinthians · Chapter 11

Luther’s September Testament (1522) · chapter 142 of 213 · about 4 min

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Wolt Got yhr hieltet mir eyn wenig thorheyt zu gutt, doch yhr haltet myrs zu gut. Denn ich eyffer vber euch mit gotlichem eyffer, Denn ich habe euch vertrawet eynem man, das ich eyn reyne iungfraw Christo zubrechte, Jch furchte aber, das nicht, wie die schlange Heua verfurte mit yhrer teuscherey, also auch ewre synn verruckt werden von der eynfeltickeyt ynn Christo, Denn so, der, da zu euch kompt, eynen andern Jhesum predigete, den wir nicht prediget haben, odder yhr eynen andern geyst empfienget, den yhr nicht empfangen habt, odder eynn ander Euangelion, das yhr nicht angenommen habt, so vertrugt yhr sie billich.

Denn ich acht, ich sey nicht weniger denn die hohen Apostel sind, [ 287] vnd ob ich alber byn mit reden, so byn ich doch nicht alber ynn der erkentnis. Doch ich byn bey euch allenthalben wol bekant, Oder hab ich gesundigt, das ich mich ernydrigt habe, auff das yhr erhohet wurdet? Denn ich habe euch das Euangelion vmb sonst verkundiget, vnd habe andere gemeyne beraubt, vnd solld von yhn genomen, das ich euch predigete. Vnd da ich bey euch war gegenwertick, vnd mangel hatte, war ich niemant beschwerlich, Denn meynen mangel erstatten die bruder die von Macedonia kamen, vnd hab mich ynn allen stucken euch vnbeschwerlich behalten, vnd wil auch noch mich also behalten.

So gewiß die warheyt Christi yn myr ist, so sol myr diser rhum ynn den lendern Achaia nicht vnternomen werden, Warumb das? das ich euch nicht solt lieb haben? Got weyß es. Was ich aber thu vnnd thun wil, das thu ich darumb, das ich die vrsach abhawe, denen, die vrsach suchen, das sie rhumen mochten, sie seyen wie wyr. Denn solche falsche Apostel vnd trugliche erbeyter, verstellen sich zu Christus Aposteln, vnd das ist auch keyn wunder, Denn er selb der teuffel, verstellet sich zum Engel des liechts. Drumb ists nicht eyn grosses, ob sich auch seyne diener verstellen, zu diener der prediget, von der gerechtickeyt.

Jch sage abermal, das nicht yemand wehne, ich sey thoricht, Wo aber nicht, so nemet mich an als eynen torichten, das ich auch mich eyn wenig rhume, Was ich ytzt rede, das rede ich nicht dem hern nach, sondern als ynn [ 166] der torheyt, die weyl wyr ynn das rhumen komen sind, syntemal viel sich rhumen nach dem fleysch, wil ich mich auch rhumen.

Denn yhr vertragt gerne die narren, die weyl yhr klug seyt, Yhr vertragt, so euch yemand zu knechten macht, so euch yemand schindet, so euch yemand nympt, so sich yemand vber euch hebet, so euch yemand ynn das angesicht streycht, (nach der vnehr) Das ist, wyr wollen vns ytzt stellen als die schwachen, die yhr tragen mustet, das vns doch eyn schand ist, syntemal wyr euch tragen sollen. (schwach) Mit den schwachen ym glawben thett vnd ließ er viel, des er wol anders macht hatte. wie er. 1 Corint. 8 vnd. 12 sagt, vnd brand (das ist, es verdros yhn hart) wenn man die schwachen ergerte. Das sage ich nach der vnehr, als weren wyr schwach worden.

Worauff nu yemand kune ist (ich rede ynn torheyt) darauff byn ich auch kune. Sie sind Ebreer, ich auch, Sie sind Jsraeliter, ich auch, Sie sind Abrahams samen, ich auch, Sie sind diener Christi, ich auch. Jch rede thorlich, Jch byn wol mehr, ynn erbeyten vbirflussiger, ynn schlegen vbirschwenglicher, ynn gefengnissen vbirflussiger, ym sterben offter.

Von den Juden hab ich funff mal empfangen viertzig streych weniger eynen, Jch bynn dreymal gesteupt, Eynmal gesteyniget, Dreymal schiffbruch erlitten, Tag vnd nacht hab ich zubracht ynn der tieffe des mehris, Jch hab offt gereyset, Jch byn ynn ferlickeit gewesen, zu wasser, vnter den mordern, vnter den Juden, vnter den heyden, ynn stedten, ynn den wusten, auff dem meer, vnd vnter den falschen brudern, ynn muhe vnd erbeyt, ynn wachen, ynn hunger vnd durst, ynn viel fasten, ynn frost vnd blosse. On was des außwendigen ist, Nemlich meyn teglich anhalten, Meyn sorge fur alle gemeynen. Wer ist schwach, vnd ich werde nicht schwach? wer wirt geergert, vnd ich brenne nicht?

So ich mich yhe [ 288] rhumen sol, wil ich mich meyner schwacheyt rhumen. Got vnnd der vater vnsers hern Jhesu Christ, wilcher ist der gebenedeyete ynn ewickeyt, weyß, das ich nicht liege, Zu Damsco der landpfleger des koniges Areta verwarete die stad der Damscer, vnnd wolt mich greyffen, vnd ich wart ynn eynem korbe zum fenster aus durch die maure nyddergelassen, vnd entrann aus seynen henden. [Das

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