Colossians · Chapter 3
Luther’s September Testament (1522) · chapter 147 of 213 · about 3 min
. Paulus eyn Apostel Jhesu Christi: durch den wil len Gotis, vnd bruder Timotheos. Den heyligen zu Colossen, vnd den gleubigen brudern ynn Christo. Gnade sey mit euch vnd fride von Gott vnserm vater vnnd dem herrn Jhesu Christo.
Wyr dancken Gott vnd dem vater vnsers herrn Jhesu Christi, vnd beten alltzeyt fur euch, nach dem wyr gehoret haben von ewrm glawben an Christum Jhesum, vnd von ewr liebe zu allen heyligen, vmb der hoffnung willen, die euch beygelegt ist ym hymel, von wilcher yhr gehoret habt durch das wort der warheyt ym Euangelio, das zu euch komen ist, wie auch ynn alle welt, vnd ist fruchtpar, wie auch ynn euch von dem tag an, da yhrs gehort habt, vnnd erkant die gnade Gottis ynn der warheyt, wie yhr denn gelernet habt von Epaphra vnßerm lieben mitdiener, wilcher ist eyn trewer diener Christi fur euch, der vns auch eroffnet hat ewre liebe ym geyst.
Derhalben auch wyr, von dem tage an, da wyrs gehoret haben, horen wyr nicht auff, fur euch zu beten, vnd bitten, das yhr erfullet werdet mit erkentnis seynes willens, ynn allerley geystlicher weyßheyt vnd verstand, das yhr wandelt wirdiglich dem herrn, zu allem gefallen, vnd fruchtpar seyt ynn allem guttem werck, vnd wachset ynn der erkentnis Gottis, vnd gestercket werdet mit aller krafft, nach seyner herlickeyt macht, ynn aller gedult vnnd langmutickeyt mit freuden, vnd dancksaget dem vater, der vns tuchtig gemacht hat, zu dem erbteyl der heyligen ym liecht.
Wilcher vns erredtet hat von der vbirkeyt der finsternis, vnd hat vns versetzt ynn das reych des sons seyner liebe, an wilchem wyr haben die erlosung durch seyn blut, nemlich, die vergebung der sund, wilcher ist das ebenbild des vnsichtbarn Gottis, der erstgeporner fur allen creaturn, Denn [ 228] durch yhn ists alles geschaffen, das ynn hymel vnd auff erden ist, das sichtbar vnd das vnsichtbar, es seyen die thronen odder hirschafften, odder furstenthumen, oder vbirkeyten, Es ist alles durch yhn vnd zu yhm geschaffen, vnd er ist fur allen, vnd es bestehet alles ynn yhm.
Vnd er ist das hewbt des leybs, nemlich, der gemeyne, wilcher ist [ 314] der anfang vnd der erste geporner von den todten, auff das er ynn allen dingen den furgang habe, Denn es ist das wolgefallen gewesen, das ynn yhm alle fulle wonen solt, vnd alles durch yhn versunet wurde zu yhm selbs, es sey auff erden odder ym hymel, damit, das er fride macht durch das blut an seynem creutz, durch sich selbs.
Vnd euch, die yhr weyland entfrembdet vnd feynde wart, durch die vernunfft ynn bosen wercken, nu aber hat er euch versunet mit dem leybe seynes fleysches durch den tod, auff das er euch darstellet heylig vnd vnstrefflich vnd on taddel fur yhm selbs, so yhr anders bleybet ym glawben gegrund vnd fest vnd vnbeweglich von der hoffnung des Euangeli, wilchs yhr gehoret habt, wilchs gepredigt ist vnter alle creatur die vnter dem hymel ist, wilchs ich Paulus diener wurden byn.
Nu frewe ich mich ynn meynen leyden, die ich leyde fur euch, vnd erstatte den feyl, der trubsaln Christi an meynem leybe, fur seynen leyb, wilcher ist die gemeyne, wilcher ich eyn diener wurden bynn, nach dem predigampt, das myr geben ist vnter euch, mit der fulle außzupredigen das wort Gottis, nemlich, das geheymnis, das verporgen gewesen ist von der welt her, vnd von den zeytten her, nu aber offinbart ist seynen heyligen, den Got gewolt hat kund thun, wilcher da sey der herliche reychthum dises geheymnis vnter den heyden (wilches ist Christus ynn euch) der da ist die hoffnung der herlickeyt, den wyr verkundigen vnd vermanen alle menschen vnnd leren alle menschen mit aller weyßheyt, auff das wyr darstellen eynen yglichen menschen volkomen ynn Christo Jhesu, daran ich erbeytte vnnd ringe nach der wirckung des, der ynn myr wirckt mit krafft.
Das