Colossians · Chapter 5
Luther’s September Testament (1522) · chapter 149 of 213 · about 2 min
. Seyt yhr nu mit Christo aufferstanden, so suchet was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der rechten hand Gottis, seyt des gesynnet was droben ist, nicht des das auff erden ist, Denn yhr seyt gestorben, vnd ewr leben ist verporgen mit Christo ynn Gott. Wenn aber Christus ewer leben sich offinbarn wirt, denn werdet yhr auch offinbar werden mit yhm ynn der herlickeyt.
So todtet nu ewre glider die auff erden sind, hurerey, vnreynickeyt, luste, bose begirde, vnkeuscheyt vnnd den geytz (wilchs ist abgotterey) vmb wilcher willen kompt der zorn Gottis vber die kinder des vnglawbens, ynn wilchen auch yhr weyland gewandelt habet, da yhr drynnen lebetet. [ 316] Nu aber leget alles von euch, den zorn, grym, boßheyt, lesterung, schandpare wort aus ewrem mund, lieget nicht vnternander, zyhet den alten menschen mit seynen wercken aus, vnd zyhet den newen an, der da vernewert wirt zu der erkentnis Gottis, nach dem ebenbild des, der yhn geschaffen hat, da nicht ist, Krieche, Jude, beschneyttung, vorhaut, Vnkrieche, Schyta, knecht, freyer, sondern alles vnd ynn allen Christus.
So zyhet nu an, als die außerwelten Gottis heyligen vnd geliebten, hertzlichs erbarmen, freuntlickeyt, demutt, sanfftmut, langemut, vnd haltet eyner dem andern zu gut, vnd vergebt euch vnternander, ßo yemand eyn klage hat widder den andern, gleych wie Christus euch vergeben hat, also auch yhr, Vber das alles aber zyhet an die liebe, die da ist das band der volkomenheyt, [ 234] vnnd der fride Gottis behalte die vberhand ynn ewrem hertzen, zu wilchem yhr auch beruffen seyt ynn eynem leybe, vnd seyt danckpar.
Last das wort Gottis ynn euch wonen reychlich, ynn aller weyßheyt, leret vnd vermanet euch selbs, mit psalmen vnd lobsengen vnd geystlichen lyden ynn der gnade, vnd singet dem herrn ynn ewren hertzen, Vnd alles was yhr thutt mit wortten odder mit wercken, das thut alles ynn dem namen des herrn Jhesu, vnnd danckt Gott dem vater durch yhn. Yhr weyber seyt vnterthan ewrn mennern, wie sichs gepurt ynn dem herrn. Yhr menner liebet ewre weyber, vnd seyt nicht bitter gegen sie. Yhr kinder seyt gehorsam den Elltern ynn allen dingen, denn das ist dem herrn gefellig. Yhr veter zanckt euch nicht mit ewren kindern, auff das sie nicht kleynmutig werden.
Yhr knechte seyt gehorsam ynn allen dingen ewren leyplichen herrn, nicht mit dienst fur augen, als den menschen zugefallen, sondern mit eynfeltickeyt des hertzen vnd mit Gottis furcht, Alles was yhr thutt, das thutt von hertzen, als dem herrn vnd nicht den menschen, vnd wisset, das yhr von dem hern empfahen werdet die vergeltung des erbes, Denn yhr dienet dem herrn Christo, Wer aber vnrecht thut, der wirt empfahen was er vnrecht than hat, vnd gilt keyn ansehen der person. (4, 1 Yhr herrn was recht vnd gleych ist, das beweyset den knechten, vnd wisset, das yhr auch eyn herrn habt ym hymel. Das