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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 162

Hebrews · Chapter 7

Luther’s September Testament (1522) · chapter 162 of 213 · about 3 min

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Djser Melchisedech aber war eyn konig zu Salem, eyn priester Gottis des aller hohisten, der Abraham entgegen gieng, do er von der konige schlacht widder kam, vnd benedeyet yhn, wilchem auch Abraham gab den zehenden aller guter. Auffs erst, wirt er verdolmetscht eyn konig der gerechtickeyt, darnach aber ist er auch eyn konig Salem, das ist, eyn konig des frides, on vatter, on mutter, on geschlecht, vnd hat widder anfang der tage noch end des lebens, er ist aber vergleycht dem son Gottis, vnd bleybt priester ynn ewickeyt.

Schawet aber, wilch eyner ist der, dem auch Abraham der Patriarch den zehenden gibt von der eroberten beutte, Zwar, die kinder Leui, da sie das priesterthum empfangen, haben sie eyn gepott, den zehenden vom volck zu nemen nach dem gesetz, das ist, von yhren brudern, wie wol auch sie aus den lenden Abrahe komen sind, Aber der, des geschlecht nitt genennet wirt vnter yhnen, der nam den zehenden von Abraham, vnd benedeyete denen der die verheyssung hatte, Nu ists on alles widdersprechen also, das, das geringer von dem bessern gebenedeyet wirt. Vnd hie nemen den zehenden die sterbende menschen, aber dort betzeuget er, das er lebe.

Vnd, das ich also sage, es ist auch Leui, der den zehenden nympt, vertzehendet durch Abraham, denn er war yhe noch ynn den lenden seynes vatters, da yhm Melchisedech entgegen gieng. Jst nun die volkomenheit durch das Leuitische priesterthum geschehen (denn vnter dem selbigen hat das volck das gesetz empfangen) was ists denn nodt, das eyn ander priester auffkeme nach der ordnung Melchisedech, vnd nit nach der ordnung Aaron?

Denn wo das priesterthum verendert wirt, da ists nodt, das auch das gesetz verendert werde, Denn von dem solchs gesagt ist, der ist von eynem andern geschlecht, aus wilchem nie keyner des Altars gepflegt hat, Denn es ist zuuor offinbar, das von Juda auffgangen ist vnser herr, zu wilchem geschlecht Moses nichts geredt hat vom priesterthum.

Vnnd es ist noch klerlicher, ßo nach der ordnung Melchisedech eyn ander [ 360] priester auffkompt, wilcher nicht nach dem gesetz des fleyschlichen gepotts gemacht ist, sondern nach der krafft des vnendlichen lebens, denn er betzeuget, du bist eyn priester ewiglich nach der ordnung Melchisedech, Denn es geschicht Psal. 109. da mit eyn auffhebung des [ 371] vorigen gesetzs vmb seyner schwacheyt vnd vnnutzs willen (denn das gesetz hatt nichts vollendet) vnd eyn eynfurtt eyner bessern hoffnung, durch wilche wyr zu Gott nahen.

So ist auch eyn eydt geschworen worden, Jhene sind on eyd priester worden, diser aber mit dem eydt, durch den, der zu yhm spricht, Der herre Psal. 109. hat geschworen, vnnd wirt yhn nicht gerewen, du bist ein priester ynn ewickeyt nach der ordnung Melchisedech, Also viel eyns bessern testaments außrichter ist Jhesus worden. Vnd yhener sind viel, die priester wurden, darumb, das yhn der todt weeret zu bleyben, Diser aber, darumb das er bleybt ewiglich, hat er eyn vnuergenglich priesterthum, da her er auch selig machen kan ewiglich, die durch yhn zu Gotte komen, vnd lebet ymerdar vns zuuertretten.

Denn eyn solchen hohen priester zympt sichs vns zu haben, der da were heylig, vnschuldig, vnbefleckt, von den sundern abgesondert, vnd hoher worden denn der hymel ist, dem nit teglich nodt were, wie yhenen hohen priestern, zu erst fur seyne eygen sund opffer zu thun, darnach fur des volcks sunde, denn das hat er gethan, da er eyn mal sich selbs opffert, Denn das gesetz, setzt menschen zu hohen priestern, die da schwacheyt haben, das wort aber des eydis, das nach dem gesetze gesagt ist, setzt den son ewiglich volkomen. Das

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