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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 164

Hebrews · Chapter 9

Luther’s September Testament (1522) · chapter 164 of 213 · about 3 min

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Hynder dem andern furhang aber, war die hutte, die da heyst, die aller Heyligste, die hatte das gulden reuchfasß, vnnd die lade des testaments allenthalben mit gollt vberdeckt, ynn wilcher war, die guldene gellte die das hymel brod hatte, vnd die rute Aaron, die gegrunet hatte, vnd die taffelln des testaments, oben druber aber waren die Cherubim der herligkeyt, die vberschatteten den gnaden stuel, von wilchen itzt nit zu sagen ist nach eynander. [ 364] Leuit. 16.

Da nu solchs bereyttet war, giengen die priester alltzeyt ynn die ersten hutten, vnnd volendeten den Gottis dienst, Jnn die ander aber gieng nur eyn mal ym iar, alleyn der hohe priester, nit on blutt, das er opffert fur seyn selbs vnnd des volcks vnwyssenheyt, Damit der heylige geyst deuttet, das noch nicht offinbart were der weg der heyligkeyt, so noch die erste hutte yhren bestand hette, Wilchs ist die gleychnis auff dise gegenwertige zeyt, nach wilcher, gaben vnd opffer geopffert werden, vnd kunden nit volkomen machen nach dem gewissen, denen, der da Gottis dienst thut, alleyn mit speyse vnnd tranck, vnd mancherley tauffen, vnd fleyschlicher rechtfertigung, die bis auff die zeyt der besserung sind auffgelegt.

Christus aber ist dar komen eyn hoher priester der zukunfftigen guter, durch eyn grossere vnnd volkomener hutten, die nicht mit der hand gemacht ist, das ist, die nicht von diser Creatur ist, auch nicht durch der bocke odder kelber blutt, denn er ist durch seyn eygen blutt, eyn mal ynn das Heylige eyngangen, vnd hatt eyn ewige erlosung erfunden, Denn so das blut der ochßen vnd der bocke, vnd die aschen von der kue gesprenget, heyliget die vnreynen, zu der leyplichen reynickeyt, [ 373] wie viel mehr, das blutt Christi, der sich selb on taddel durch den heyligen geyst Gotte geopffert hatt, wirtt vnßer gewissen reynigen von den todten wercken, zu dienen dem lebendigen Gott?

Vnnd darumb ist er auch eyn mittler des newen testaments, auff das nach geschehnem todt, zur erlosung von den vbertrettungen (die vnter dem ersten testament waren) die verheyssung empfahen, die da beruffen sind, zum ewigen erbe, Denn wo eyn testament ist, da mus der todt geschehen, des, der das testament macht, denn eyn testament wirt feste durch die todten, Anders hat es noch nicht macht, wenn der noch lebet, ders gemacht hat, Daher auch das erste, nit on blut auffgericht wart, Exod. 24.

Denn als Moses außgeredt, vnd alle gepott nach dem gesetz ertzelet hatte, nam er das blutt der kelber vnd bocke, mit wasser vnd purpur wolle vnd hyssopen, vnd besprenget das buch vnd alles volck, vnd sprach, das ist das blutt des testaments, das Got euch gepoten hat, Vnd die hutten vnnd alle gefesß des Gottis dienst, besprenget er desselben [ 366] gleychen mit blutt, Vnnd wirt fast alles mit blut gereyniget nach dem gesetz, vnd on blutuergiessen geschicht keyne vergebung.

So ists zwar nodt, das der hymlischen ding bilder, mitt solchem gereyniget werden, Aber sie selbs, die hymelischen, mit besserm opffer denn die sind, Denn Christus ist nicht eyngangen ynn das heylige mitt henden gemacht (wilchs ist eyn gegenbild der warhafftigen) ßondern ynn den hymel selbs, nu zu erscheynen fur dem angesicht Gottis. Auch nicht das er sich offtmals opffere, gleych wie der hohe priester gehet alle iar ynn das heylige mit fremden blutt, sonst hette er offt mussen leyden von anfang der wellt her, Nu aber am ende der wellt, ist er eyn mal erschynen durch seyn eygen opffer, die sunde aufftzuheben.

Vnd wie den menschen ist gesetzt, eyn mal zu sterben, darnach aber das gerichte, also ist Christus ein mal geopffert, weg zu nemen vieler sunde, zum andern mal aber wirt er on sunde erscheynen, denen die auff yhn warten, zu seligkeyt. Das

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