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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 171

James · Chapter 4

Luther’s September Testament (1522) · chapter 171 of 213 · about 3 min

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. Ljeben bruder halts nit da fur, das der glawb an Jhesu Christ vnsern hern der herligkeyt, ansehung der person leyde, Denn so ynn ewr versamlunge keme, eyn man mit eynem gulden fingerreyff vnd mit eynem herlichen kleyde, Es keme aber auch eyn armer ynn eynem vnsaubern kleyde, vnd yhr sehet auff den, der das herliche kleyd tregt, vnd sprechet zu yhm, Setze du dich her auffs beste, vnd sprechet zu dem armen, stand du dort odder setze dich her vnter den fusßbanck meyner fusße, Jsts recht, das yhr solch vnterscheyd bey euch selbs macht vnd richtet nach argen gedancken?

Horet zu, meyne lieben bruder, Hat nicht Gott erwelet die armen auff diser wellt, die am glawben reich sind vnd erben des reichs, wilchs er verheyssen hatt, denen, die yhn lieb haben? yhr aber habt dem armen vnehre than, [ 392] Sind nicht die reichen die, die euch vberweldigen, vnd zihen euch fur die gerichte? verlestern nicht sie den gutten namen, dauon yhr genennet seyt?

Leuit. 19 Szo yhr das konigliche gesetze vollendet nach der schrifft, Habe deyn nehisten lieb als dich selbs, so thut yhr woll, so yhr aber die person ansehet, thut yhr sunde, vnd werdet gestrafft vom gesetz, als die vbertretter, Denn ßo yemand das gantze gesetz hellt, vnnd sundiget an eynem, der ists gantz schuldig, Denn der da gesagt hat, du sollt nit eehbrechen, der hat auch gesagt, du sollt nit todten, Szo du nu nicht eehbrichist, todtist aber, bistu eyn vbertretter des gesetzs, Also redet vnnd also thutt, als die da sollen durchs gesetz der freyheyt gerichtet werden, Es wirt aber eyn vnbarmhertzig gericht vber den gehen, der nit barmhertzigkeyt than hat, vnnd die barmhertzigkeyt rhumet sich widder das gericht.

Was hilffts, lieben bruder, so yemand saget er habe den glawben vnd hat doch die werck nit? kan auch der glawbe yhn selig machen? [ 384] Szo aber eyn bruder odder schwester blos were, vnd mangel hetten der teglichen narung, vnd ymand vnter euch spreche zu yhn, Got beradt euch, wermet euch vnd settiget euch, vnd gebet yhn aber nicht, was des leybs notturfft ist, was hulffe sies? Alßo auch der glawbe, wenn er nicht werck hat, ist er tod an ym selber. Aber es mocht yemand sagen, Du hast den glawben, vnd ich habe die werck, Zeyge myr deynen glawben mit deynen wercken, so will ich auch meynen glawben dyr zeygen mit meynen wercken, Du gleubist das eyn Gott ist?

Du thust wol dran, die teuffel gleubens auch vnd zittern. Gen. Wiltu aber wissen du eytteler mensch, das der glawbe on werck todt sey? Jst nicht Abraham vnser vater durch die werck rechtfertig worden, do er seynen son Jsaac auff dem alltar opffert?

Da sihistu, das der glawbe mit gewirckt hat an seynen wercken, vnd durch die werck ist der glawbe vollfuret, vnnd ist die schrifft erfullet, die da spricht, Abraham hat Got geglewbt, vnd ist yhm zur gerechtigkeyt gerechnet, Gen. 15 vnd ist eyn freund Gottis geheyssen, Szo sehet yhr nu, das der mensch durch die werck rechtfertig wirtt, nicht durch den glawben alleyne, Desselben gleychen die hure Rahab, ist sie nicht durch die werck rechtfertiget, Josue. 2 da sie die boten auff nahm, vnd lies sie eynen andern weg hynaus? Denn gleych wie der leyb on geyst, tod ist, also auch der glawbe on werck ist todt. [ 394] Das

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