2 Peter · Chapter 3
Luther’s September Testament (1522) · chapter 181 of 213 · about 3 min
. Es waren aber auch falsche propheten vnter dem volck, wie auch vnter euch seyn werden falsche lerer, die neben eynfuren werden verderbliche secten, vnnd verleucken den herrn der sie erkaufft hat, vnd werden vber sich selb furen eyn schnell verdamnis, vnnd viele werden nachfolgen yhrem verderben, durch wilche wirt der weg der warheyt verlestert werden, vnd durch geytz mit ertichten wortten werden sie an euch hantieren, vber wilche das vrteyl von langes her nicht seumig ist, vnd yhr verdamnis schlefft nicht. Denn ßo Gott der engel, die gesundigt haben, nicht verschonet hatt, sondern hat sie mit keten der finsternis zur helle verstossen, vnd vbergeben, das sie zum gericht behalten werden.
Gen. . 5 Vnd hat nicht verschonet der vorigen welt, sondern bewarte Noe den prediger der gerechtickeyt selb achte, vnd furte die sindflut vber die wellt der gottloßen, 6 Vnd hatt die stedte Sodoma vnd Gomorra zu asschen gemacht, Genn. 19 vmbkeret vnd verdampt, damit eyn exempel gesetzt denen, die zukunfftig gottlosig seyn wurden, 7 vnnd hatt erloßet den rechtfertigen Lot, der vbertewbet war von dem vntzuchtigen wandel der grewlichen. Denn die weyl er rechfertig vnter yhn wonet, das ers sehen vnd horen muste, [ 320] quelleten sie die gerechte seele von tage zu tage mit yhren vnrechten wercken.
Der herr weyß die gottseligen aus der versuchung zu erlosen, die vngerechten aber behalten zum tage des gerichts zu peynigen. Aller meyst aber die, so da wandeln nach dem fleysch ynn der lust der vnsawberkeyt, vnd die hirschafften verachten, thurstig, hoch von sich hallten, nicht ertzittern die maiesteten, zu lesteren so doch die engel, die doch der sterck vnd krefft grosser sind, nicht ertragen das lesterlich gericht wider sich vom herrn, Aber sie sind wie die vnuernunfftigen thier, die naturlich zu fahen vnd zu wurgen geporn sind, verlestern das sie nicht erkennen, vnd ynn yhrem wurgen werden sie erwurget werden, vnd den lohn der vngerechtickeyt dauon bringen.
Sie achtens fur wollust, das zeytlich woll leben, Sie sind flecken vnd vnflaten, sie furen eyn zertlich leben von ewer liebe, zeeren wol von dem ewern, haben augen voll ehebruchs, yhrer sunde ist nicht zu weren, locken an sich die leychtfertigen seelen, haben eyn hertz durchtrieben mit geytz, kinder der maledeyung, haben verlassen den richtigen weg, Nu. 24. vnd sind yrre gangen, vnd haben nachgefolget dem wege Balaam des sons Bosor, wilchem geliebte der lohn der vngerechtickeyt, [ 354] hatte aber eyne straff seyner vbertrettung, das stumme lastbar thier redet mit menschen stym, vnd weret des propheten torheyt.
Das sind brunnen on wasser, vnd wolcken vom windwerbel vmb getrieben, wilchen behalten ist eyn tunckel finsternis ynn ewickeyt, Denn sie lautten von schwulstigen wortten, da nichts hynder ist, vnd reytzen durch geylheit zur lust des fleyschs, die yhenigen, die recht entrunnen waren, vnd nu ym yrthum wandeln, vnd verheyssen yhn freyheyt, so sie selbs knechte des verderbens sind. Denn von wilchem yemand vberwunden ist, des knecht ist er worden, Denn ßo sie entflogen sind der vnsawberkeyt der welt, durch die erkentnis des herrn vnd heylands Jhesu Christi, werden aber widderumb ynn die selbigen geflochten vnd vbirwunden, ist yhn das letzt erger worden denn das erst.
Denn es were yhn besser das sie den weg der gerechtickeyt nicht erkennet hetten, denn das sie yhn erkennen vnnd sich keren von dem heyligen gepot das yhn geben ist. Es ist yhn widderfaren das ware sprichwort, Der hund frisset widder was er gespeyet hat, vnd die sew waltzet sich nach der schweme widder ym dreck. [ 322] Das