Revelation · Chapter 3
Luther’s September Testament (1522) · chapter 193 of 213 · about 4 min
Vnd dem Engell der gemeynen zu Epheson schreybe, Das saget der da hellt die sieben sterne ynn seyner rechten, der da wandellt mitten vnter den guldenen leuchtern, Jch weys deyne werck vnd deyne erbeyt, vnd deyne geduld, vnd das du die bosen nit tragen kanst, vnd hast versucht die, so do sagen, sie seyen Apostel, vnd sinds nit, vnd hast sie lugener erfunden, vnd hast teuffet, vnd hast gedullt, vnd vmb meynes namens willen hastu geerbeytet vnnd bist nicht mude worden, Aber ich habe widder dich, das du die erste liebe verlassen hast, Gedenck wo von du gefallen bist vnnd thu pus, vnd thu die ersten werck, wo aber nicht, werd ich dyr komen balde, vnd deynen leuchter bewegen von seyner stell, wo du nit pus thust, Aber das hastu, das du die werck der Nicolaiten hassist, wilch ich auch hasse.
Wer oren hat der hore, was der geyst den gemeynen saget, Wer vberwindet, dem wyll ich zu essen geben von dem holtz des lebens, das da ist mitten ym Paradis Gottis.
Vnd dem Engel der gemeynen zu Smyrnen schreybe, Das saget der erst vnd der letzt, der todt war, vnd ist lebendig worden, Jch weys deyne werck vnd deyn trubsall vnnd deyn armut (du bist aber reych) vnd die verlesterung [ 426] von denen die da sagen, sie sind Juden, vnd sinds nicht, sondern sind des teuffels schule, furcht dich fur der keynem, das du leyden wirst, Sihe, der teuffell wirt ettlich von euch ynn die gefengnis werffen, auff das yhr versucht werdet, vnnd werdet trubsall haben zehen tage, Sey getrew, bis an den todt, so wil ich dyr die kron des lebens geben, Wer oren hat, der hore, was der geyst den gemeynen sagt, Wer vbirwindet, dem soll keyn leyd geschehen von dem andern tod.
Vnnd dem Engel der gemeynen zu Pergamon schreybe, das sagt der da hatt das scharffe tzweyschneydige schwerd, Jch weys deyne werck, vnd wo du wonst, das da des teuffels stuel ist, vnd helltist meynen namen, vnd hast meynen glawben nicht verleucket, vnd ynn meynen tagen, [ 393] Antipas meyn trewer zeuge, der bey euch getodtet ist, da der teuffel wonet, Aber ich habe eyn kleyns widder dich, das du daselbs hast, die an der lere Baalam Numer. 25 et 31 hallten, wilcher lerete durch den Balac eyn ergernis auffrichten fur den kindern von Jsrael, zu essen der gotzen opffer vnd hurerey treyben, Also hastu auch, die an der lere der Nicolaiten halten, das hasse ich, Thu pusse, wo aber nicht, so werde ich dyr balde komen, vnnd kriegen mit yhn durch das schwerd meyns munds, Wer oren hat, der hore, was der geyst den gemeynen sagt, Wer vbirwindet, dem will ich zu essen geben von dem verporgen hymel brod, vnd will yhm geben eynen weyssen steyn vnd auff dem steyn eynen newen namen geschrieben, wilchen niemant kennet, denn der yhn empfehet.
Vnd dem Engel der gemeynen zu Thyatira schreybe, Das saget der son Gotis, der augen hatt wie die fewr flammen, vnd seyne fusß gleych wie ertz, ich weys deyne werck vnd deyne liebe, vnd deynen dienst, vnd deynen glawben, vnd deyne gedullt, vnd deyne letzten werck mehr denn der ersten, Aber ich habe eyn kleyns wider dich, das du lessist das weyb Jesabel, die da spricht, sie sey eyne prophetyn, leren, vnd verfuren meyne knechte, huren vnd gotzen opffer essen, vnd ich habe yhr zeyt geben, das sie sollt yhre hurerey pussen, vnd hat nicht gepusset, Sihe, ich werffe sie ynn eyn bette, vnnd die mit yhr eeh brochen haben, ynn grosse trubsall, wo sie nicht pussen yhre wercke, vnnd yhre kinder will ich des todts todten, vnd sollen erkennen alle gemeynen, das ich byn, der die nieren vnd hertzen erforschet, vnd werd geben eynem iglichen vnter euch nach ewern wercken. [ 428] Euch aber sage ich vnnd den andern, die zu Thyatira sind, die nit haben solche lere, vnd die nicht erkandt haben die tieffe des teuffels (als sie sagen) ich will nit auff euch werffen eyn andere last, Doch was yhr habt, das halltet, bis das ich kome, vnd wer da vbirwindet vnd hellt meyne werck, bis ans ende, dem will ich macht geben vber die heyden, vnd er soll sie weyden mit eysern ruthen, vnd wie eyns topffers gefesß, soll er sie zu knyrsen, wie ich von meynem vater empfangen habe, vnd wil yhm geben den morgen stern, Wer oren hat, der hore, was der geyst den gemeynen saget.
Das