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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 20

Matthew · Chapter 21

Luther’s September Testament (1522) · chapter 20 of 213 · about 7 min

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. Des morgens aber, hielten alle hohe priester vnnd die Eltsten des volcks eynen radt vbir Jhesum, das sie yhm zum todt hulffen, vnd bunden yhn, fureten yhn hyn, vnd vbirantwortten yhn dem landpfleger Pontio Pilato. Da das sahe Judas der yhn verrhatten hatte, das er verdampt war zum todt, gerewet es yhn vnd bracht erwidder die dreyssig sylberlinge den hohen priestern vnd den Eltisten vnd sprach, ich habe vbel than, das ich vnschuldig blutt verrhaten habe, sie sprachen, was geht vns das an? da sihe du zu, vnnd er warff die sylberling ynn den tempel, hub sich daruon, gieng hyn, vnd erwurget sich selb. Aber die hohen priester namen die silberling, vnnd sprachen.

Es taug nicht, das wyr sie ynn den gottis kasten legen, denn es ist blutt gelt sie hielten aber eynen radt, vnnd kaufften eyn topffers acker drumb, zum begrebnis der pilgern, daher ist der selbige acker genennet, der bluttacker, bis auff den heuttigen tag. Da ist erfullet, das gesagt ist, durch den propheten Jeremias Zacha. . do er spricht, sie haben genommen dreyssig sillberlinge, damit betzallt wart der verkauffte, wilchen sie kaufften von den kindernn von Jsrael, 10 vnd haben sie gebenn vmb eyn topffers acker, als myr der herr befolhen hat. Marci. Luce. 23 Joh. 11 Jhesus aber stund fur dem landpfleger, vnd der landpfleger fragt yhn, vnd sprach, bistu eyn konig der iuden?

Jhesus aber sprach, du sagists, 12 Vnd da er verklagt wart von den hohen priestern vnd Eltisten, antworttet er nichts, 13 da sprach Pilatus zu yhm, Horestu nicht wie hartt sie dich verklagen? 14 vnd er anttwortet yhm nicht auff eyn wort, also, das sich auch der landpfleger seer verwunderte. 15 Auff das fest aber, hatte der landpfleger gewonet, dem volck eynen gefangnen los zu geben, wilchen sie wolten, er hatte aber zu der zeyt eynen gefangnen der hies Barrabas der war fast ruchtig, vnd da sie versamlet waren, sprach Pilatus zu yhnen, wilchen wolt yhr das ich euch los gebe?

Barrabam odder Jhesum den man nennet Christum, denn er wisset woll, das sie yhn aus neyd vbirantwortt hatten. [ 54] [ 126] Vnnd da er auff dem gericht stuel saß, schickte zu yhm seyn weyb, vnnd lies yhm sagen, hab du nichts zu schaffen mit disem gerechten, ich habe heute viel erlitten ym trawm, von seynet wegen. Aber die hohen priester vnd die eltisten, vbirredtenn das volck, das sie vmb Barrabas bitten sollten, vnd Jhesum vmb brechten.

Da antwortet nu der landpfleger vnnd sprach tzu yhn, wilchen wollt yhr vnter disen zweyen, den ich euch soll los geben? sie sprachen, Barrabas, Pilatus sprach zu yhn, was soll ich denn machen mit Jhesu, den man nennet, Christus? sie sprachen alle, las yhn creutzigen, der land pfleger sagt, was hatt er denn vbels than? sie schryen aber noch mehr, las yhn creutzigen.

Da aber Pilatus sahe, das er nichts schaffet, sondern das viel eyn grosser getumel ward, nam er wasser, vnd wusch die hend fur dem volck, vnd sprach, ich byn vnschuldig an dem blutt dises gerechten, sehet yhr zu, da antworttet das gantz volck vnd sprach, seyn blutt kome vbir vns vnd vnsere kinder, da gab er yhn Barrabam los, aber Jhesus lies er geysselln, vnd vbirantwortt yhn, das er creutziget wurde.

Marci. 15 Luce. 13 Joh. 19 Da namen die kriegs knecht des landpflegers Jhesum zu sich ynn das richthaus, vnd samleten vbir yhn die gantze rotte, vnnd tzogen yhn aus, vnd legten yhm eynen purpern mantel an, vnd flochten eyne dornen kron, vnd satzten sie auff seyn hewbt, vnd eyn rohr ynn seyne rechte handt, vnd biegeten die knye fur yhm, vnd spotten yhn, vnd sprachen, gott grus dich, du lieber konig der iuden, vnd speyeten yhn an, vnd namen das rohr, vnd schlugen damit seyn hewbt.

Vnnd da sie yhn verspottet hatten, zogen sie yhm den mantel aus,vnd zogen yhm seyne kleyder an, vnnd fureten yhn hynn, das sie yhn creutzigten, vnd ynn dem sie hynaus giengen, funden sie eynen menschen von Cirene, mit namen, Simon, den tzwungen sie, das er yhm seyn creutz trug, vnnd da sie kamen an die stett mitt namen golgata, das ist vorteutscht, scheddel stett, gaben sie yhm essig zu trincken mit gallen vermischet, vnnd da ers schmeckt, wollt er nicht trincken. Da sie yhn aber creutzigt hatten, teyleten sie seyne kleyder, vnd worffen das los drumb, auff das erfullett wurde, das gesagt ist durch den propheten, Psal. 12.

Sie haben meyne kleyder vnter sich geteylet, vnd vbir meyn gewand haben sie [ 128] das los geworffen. Vnnd sie sassen alda, vnd huteten seyn, vnnd sie hefften oben zu seynen hewbten, die vrsach seynes tods, beschrieben, nemlich, ditz ist der konig der iuden, vnnd da worden tzween morder mitt yhm creutziget, eyner zur rechten, vnd eyner zur lincken.

Die aber fur vber giengen, lesterten yhn, vnd schuttelten die kopffe vnd sprachen, der du den tempel gottis zu brichst, vnd bawist yhn in dreyen tagen, hilff dyr selber, Bistu gottis son, so steyg er ab vom creutz, des gleychen auch die hohen priester, spotteten seyn sampt den schriftgelerten [ 55] vnd Eltisten vnnd sprachen, Andern hatt er geholffenn, vnd kan yhm selber nicht helffen, ist er der konig von Jsrael, ßo steyg er nu vom creutz, Psal. 21. so wollen wyr yhm glawbenn. Er hatt gott vertrawet, der erlose yhn nu, lusts yhn, denn er hat gesagt, ich byn gottis son, Dasselbe ruckten yhm auch auff die morder, die mitt yhm creutzigt waren.

Vnd von der sechsten stund an, wart eyn finsternis vbir das gantz land, bis zu der neunden stund, vnd vmb die neunde stund schrey Jesus lautt, vnnd sprach, Eli Eli, lamma asabthani? Psal. 21. das ist, meyn gott, meyn got, warumb hastu mich verlassen? Ettlich aber, di do stunden, da sie das horeten, sprachen sie, der rufft dem Elias, vnnd bald lieff eyner vnter yhn, nam eynen schwam, vnd fullet yhn mitt essig, vnd steckt yhn auff eyn rhor, vnnd trenckt yhn, die andern aber sprachen, hallt, las sehen, ob Elias kome, vnd helffe yhm. Aber Jesus schrey abermal lautt, vnd gab seynen geyst auff.

Vnd sihe da, der vorhang ym tempel zu reys ynn zwey stuck, von oben an bis vnden aus, vnd die erde erbebete,vnd die felsen zu ryssen, vnd die greber thetten sich auff, vnd stunden auff viel leybe der heyligen, die da schlieffen, vnd giengen aus den grebern nach seyner aufferstehung, vnd kamen ynn die heyligen stadt, vnd erschynen vielen. Aber der heubtman, vnnd die bey yhm waren vnd bewareten Jhesum, da sie sahen das erdbeben, vnd was da geschach, erschracken sie seer, vnd sprachen, warlich, diser ist gottis son gewesen.

Vnd es waren da viel weyber, die von fernß zu sahen, die da Jhesu waren nachgefolget von Gallilea, vnd hatten yhm gedienet, vnter wilchen war Maria magdalena, vnd Maria die mutter Jacobi vnd Joses, vnnd die mutter der kinder Zebedei. Marci. 15 Luce. 23 Johan. 19 [ 130] Am abent aber kam eyn reycher man von arimathia, der hies Joseph, wilcher auch eyn iunger Jhesu war, der tratt zu Pilato, vnnd batt yhn vmb den leyb Jhesu, da hies Pilatus, man solt yhm yhn geben, vnd Joseph nam den leyb, vnd wickelt yhn ynn eyn reyn linwad, vnd legt yhn ynn seyn eygen new grab, wilchs er hatte lassen hawen ynn eynen felß, vnnd weltzet eynen grossen steyn fur die thur des grabs, vnd gieng dauon.

Es war aber alda Maria magdalena vnd die ander Maria vnd satzten sich gegen das grab. Des andern tags, der do folget nach dem rust tage, kamen die hohen priester vnd phariseer semptlich zu Pilato, vnnd sprachen, Her wyr haben gedacht, das diser verfurer sprach, da er noch lebet, ich will nach dreyen tagen aufferstehen, darumb befilhe, das man das grab verware bis an den dritten tag, auff das nicht seyne iunger komen, vnd stelen yhn, vnnd sagen zum volck. Er ist aufferstanden von den todten, vnd werde der letzt betrug erger denn der erste.

Pilatus sprach zu yhn, da habt yhr die huter, gehet hyn, vnd verwaret, wie yhr wisset, sie giengen hyn, vnd verwareten das grab mit huttern vnnd versigleten den steyn. [ 56] Das acht vnd

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