The Bible Software
The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 212

Revelation · Chapter 22

Luther’s September Testament (1522) · chapter 212 of 213 · about 3 min

← Chapter 211Chapter 213 →

Vnd ich sahe eynen newen hymel, vnd eyne newe erden, denn der erste hymel vnd die erste erde vergieng, vnd das meer ist nit mehr, Vnd ich Johannes sahe die heylige stad, das newe Jerusalem von Gott aus dem hymel steygen, zubereyttet, als eyn braud yhrem man, vnnd horet eyne grosse stym von dem stuel die sprach, sihe da, eyn hutte Gottis mit bey den menschen, vnd er wirt bey yhn wonen, vnd sie werden seyn volck seyn, vnd er selb Gott mit yhn, wirtt yhr Gott seyn, vnd Got wirt abwisschen alle threnen von yhren augen, vnd der tod wirt nymer seyn, noch leyd, noch geschrey, noch schmertz wirtt mehr seyn, denn das erst ist vergangen, vnnd der auff dem stuel saß, sprach, sihe, Esaie. 43 ich machs alles newe, vnd er spricht zu myr, schreybe, denn dise wort sind warhafftig vnd gewis.

Vnd er sprach zu myr, Es ist geschehen, ich byn das A vnd O, der anfang vnd das ende, Jch will dem durstigen geben von dem brun des lebendigen wassers vmbsonst, Wer vberwindet, der wirts alles ererben, vnd ich werde seyn Gott seyn, vnd er wirt meyn son seyn, Den furchtsamen aber vnd vnglewbigen, vnd grewlichen, vnd todschlegern, vnd bulern, vnd zeuberern, vnd abgottischen, vnd allen lugnern, der teyl wirt seyn ynn dem teych, der mit fewr vnd schwefel brennet, wilcher ist der ander todt.

Vnd es kam zu myr eyner von den sieben Engelln, wilche die sieben schalen voll hatten der letzten sieben plagen, vnd redet mit myr vnnd sprach, kom ich wil dyr das weyb zeygen, die braud des lambs, vnd furet mich hyn ym geyst auff eynen grossen vnd hohen berg, vnd zeygt myr die grosse stadt, das heylige Jerusalem, nydder steygen aus dem hymel von Gott, vnd hatte die herlickeyt Gottis, vnd yhr liechtstar, war gleych dem aller edlisten steyn, dem Cristalligen Jaspis, vnnd hatte grosse vnd hohe mauren, vnnd hatte zwelff thor, vnnd auff den thoren zwelff Engel, vnd namen geschrieben, wilche sind die zwelff geschlecht der kinder von Jsrael, Vom morgen drey thor, Von mitternacht drey thor, Vom mittag drey thor, Vom abent drey thor, vnd die maur der stad hatte zwellff grund, vnd ynn den selbigen die namen der zwelff Apostel des lambs.

Vnd der mit myr redet, hatte eyn gulden rhor, das er die stad messen solt, vnd yhre thor vnd mauren, vnd die stad ligt vier ecket, Vnd yhre [ 474] lenge ist so gros als die breyte, vnd er mas die stad mit dem rhor, auff zwelff tausent feltwegs, die lenge vnd breytte vnnd die hohe der stad sind gleych, vnd er mas yhre mauren, hundert vnd vier vnd viertzig ellen, nach der mas eyns menschen die der engel hatt, vnd der baw yhrer mauren war von Jaspis, vnd die stad Von lautterm gollt, gleych dem reynen glaße, vnd die grunde der mauren vnnd der stad waren geschmuckt mit allerley eddel gesteyne, Der erst grund war eyn Jaspis, [ 438] der ander eyn Saphir, der dritt eyn Calcedonier, der vierde eyn Smaragd, der funfft eyn Sardonich, der sechste eyn Sardis, der siebend eyn Chrysolit, der acht eyn Beryll, der neunde eyn Topasier, der tzehend eyn Chrysopras, der eylfft eyn Hyacinth, der zwelfft eyn Amethist.

Vnd die zwelff thor, waren zwelff perlen, vnd eyn iglich thor war von eyner perlen, vnd die gassen der stad waren lautter gollt, als eyn durchscheynend glas, Vnd ich sahe keynen tempel drynnen, denn der herre der almechtige Gott ist yhr tempel vnd das lamb, vnd die stad darff keyner sonnen noch des monden, das sie yhr scheyne, denn die herligkeyt Gottis erleucht sie, vnd yhre leuchte ist das lamb, Vnd die heyden die da selig werden, wandelln ynn dem selben liecht, vnd die konige auff erden werden yhre herlickeyt ynn die selbigen bringen, Vnd yhre thor werden nicht verschlossen des tages, denn da wirt keyn nacht seyn, vnd wirt nicht hyneyn gehen yrgent eyn gemeynes vnnd das da thutt grewel vnnd lugen, sondern die geschrieben sind ynn dem lebendigen buch des lambs.

Das zwey vnd

← Chapter 211Chapter 213 →