Matthew · Chapter 11
Luther’s September Testament (1522) · chapter 10 of 213 · about 3 min
Da aber Johannes ym gefencknis horete die werck Christi, sand er seyner iunger zween, vnd lies yhm sagen, Bistu, der do komen soll, oder sollen wir eyns andern wartten? Vnd Jhesus antwort vnd sprach zu yhn, gehet hynn, vnd sagt Johanni widder, was yhr sehet vnnd horet, die blinden sehen, vnd die lamen gehen, die aussetzigen werden reyn, vnnd die tawben horen, die todten stehen auff, vnnd den armen wirtt das Euangelium predigt, Jsa. 61. vnnd selig ist, der sich nit ergert an myr. Da die hyn giengen, fieng Jhesus an zu reden zu dem volck von Johanne.
Was seyd yhr hynnaus gangen ynn die wusten zu sehen? wolltet yhr eyn rhor sehen, das der wind hyn vnnd her webt? odder was seytt yhr hynaus gangen zu sehen? wolltet yhr sehen eynen menschen ynn weychen kleydern? Sihe, die da weyche kleyder tragen sind ynn der konige heußer. Odder was seyt yhr hyn aus gangen zu sehen? woltet yhr eynen propheten sehen? ia ich sag euch, der auch mehr ist, denn eyn prophett, denn diser ists von dem geschrieben ist, Malach. 3. Sihe, ich sende meynen Engel fur dyr her, der deynen weg fur dyr bereytten soll.
Warlich ich sage euch, vnter allen, die von weyben geporn sind, [ 25] ist nitt auff gestanden, der grosser sey, denn Johannes der teuffer, der aber der kleynist (der kleynist) Christus. ist ym hymel reych, ist grosser denn er, Aber von den tagen Johannis des teuffers, Luce. bis hieher, leydet das hymlreych (leydet das hymelreych) die gewissen, wenn sie das euangelion vernemen dringen sie hyntzu, das yhn niemant weren kan. gewallt, vnnd die do gewalt thun, die reyssen es zu sich, 13 denn alle propheten vnd das gesetz haben geweyssagt bis auff Johannes, 14 Matth. Marci. 9 vnd so yhrs wollt an nehmen, er ist Elias, der do soll zu kunfftig seyn, 15 wer oren hat zu horen, der hore.
Luce. 7 16 Wem sol ich aber dis geschlecht vergleychen? Es ist den kindlin gleych, die an dem marckt sitzen, vnnd ruffen gegen yhren gesellen 17 vnnd sprechen, wyr haben euch gepfyffen, vnnd yhr woltet nicht tantzen, wyr haben euch geklaget, vnnd yhr wolltet nicht weynenn. Johannes ist komen, asß nit vnnd tranck nit, ßo sagen sie, er hat den teuffell. Des menschen son ist komen, isset vnd trinckt, so sagen sie, sihe, wie ist der mensch eyn fresser vnnd eyn weynseuffer vnd der tzolner vnnd der sunder gesell? Vnd die weyßheytt mus sich rechtfertigen lassen von yhren kyndern.
Luce. 10 [ 54] Da fieng er an die stedt zu schellten, ynn welchen am meysten seyne thatten geschehen waren, vnd hatten sich doch nit gebessert. Weh dyr Chorazin, weh dyr Bethsaidan, weren solche thatten zu Tyro vnd zu Sidon geschehen, als bey euch geschehen sind, sie hetten vortzeytten ym sack vnnd ynn der asschen busß than, doch ich sage euch, es wirtt Tyro vnnd Sidon treglicher ergehen am iungsten gericht, denn euch. Vnnd du Capernaum, die du bist erhaben bis an hymel, du wirst bis ynn die helle hynvnter gestossen werden.
Denn so tzu Sodoma die thatten geschehen weren, die bey dyr geschehen sind, sie stunde noch heuttigs tages, doch, ich sage euch, es wirt der Sodomer lande treglicher ergehen am iungsten gericht, denn dyr. Vnd da redet Jhesus weytter vnnd sprach. Jch preysse dich, vatter, vnnd herre hymels vnd der erden, das du solchs den weysen vnd verstendigen verporgen hast, vnnd hast es den vnmundigen offenbart, Joh. 17 ia vater, denn es ist alßo wolgefellig gewesen fur dyr. Alle ding sind myr vbirgeben von meynem vatter, vnd niemant erkennet den son, denn nur der vatter, vnd niemant erkennet den vatter, denn nur der son, vnnd wem es der son will offenbaren.
Joh. 7 Kompt her zu mir, alle die yhr muheselig vnnd beladen seytt, ich will euch erquicken, nempt auff euch mein ioch (meyn joch etc.) das creutz ist gar eyn leychet last denen die, das Euangelion schmecken vnnd fulen., vnnd lernet von myr, denn ich byn senfftmutig vnnd von hertzen demutig, so werdet yhr ruge finden fur ewere seele, denn meyn ioch ist senfft, vnnd meyne last ist leycht. Das