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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 108

Romans · Chapter 10

Luther’s September Testament (1522) · chapter 108 of 213 · about 4 min

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. Jch sage die warheyt ynn Christo, vnd liege nicht, des myr zeugnis gibt meyn gewissen ynn dem heyligen geyst, das ich grosse traurickeyt vnnd schmertzenn on vnterlaß ynn meynem hertzenn habe.

Jch habe gewundschet verbant zu seyn von Christo, fur meyne bruder, die meyne gefreundten sind nach dem fleysch, die da sind von Jsrael, wilcher ist die kindschafft, vnnd die herlickeyt, vnd die testament, vnd das gesetz, vnd der gotis dienst, vnd die verheyssung, wilcher auch sind die veter, aus wilchen Christus herkompt, nach dem fleysch, der da got ist vber alles, gebenedeyet ynn ewickeyt, Amen. [ 246] Aber nicht sag ich solchs, das gottis wort darumb auß sey, denn es sind nicht alle Jsraeliter, die von Jsrael sind, auch nicht alle die Abrahams samen sind, sind darumb auch kinder.

Sondern yn Jsaac sol dyr der same genennet seyn, Gen. 21 Gen. 18 das ist, Nicht sind das gottis kinder, die nach dem fleysch kinder sind, ßondern die kinder der verheyssung werden fur samen gerechnet, Denn diß ist eyn wort der verheyssung da er spricht, Vmb dise zeyt wil ich kommen, vnnd Sara sol eynen son haben.

Gen. 25 Nicht alleyne aber ists mit dem also, sondern auch da Rebecca von eynem schwanger war, nemlich von Jsaac vnserm vatter, ehe die kinder geporn waren, vnd widder guts noch boses than hatten, auff das der fursatz gottis bestunde nach der wale, wart zu yhr gesagt, nicht aus verdienst der werck, sondern aus gnade des beruffers, also, Der grosser sol dienstpar werden dem kleynern, Mala. 1 wie denn geschrieben stehet, Jacob hab ich geliebet, aber Esau hab ich gehasset. Was wollen wir denn hie sagen? Jst denn got vngerecht? das sey ferne, denn er spricht zu Mosen. Wilchem ich gnedig byn dem byn ich gnedig, vnd wilchs ich mich erbarme des erbarme ich mich.

Exo. 33 Exo. 9 So ligt es nu, nicht an yemants wollen odder lauffen, sondern an gottis erbarmen. Denn die schrifft saget zum Pharao, Eben darumb hab ich dich erweckt, das ich an dyr meyne macht ertzeyge, auff das meyn name verkundiget werde ynn allen landenn, So erbarmet er sich nu, wilchs er wil, vnd verstockt wilchen er wil. [ 58] So sagestu zu myr, was schuldiget er denn vns? wer kan seynem willen widderstehen? Ja lieber mensch, wer bistu denn, das du mit got rechten wilt? Spricht auch eyn werck zu seynem meyster, warumb machstu mich also? Hat nicht eyn topffer macht, auß eynem klumpen zumachen, eyn faß zu den ehren, vnd das ander zu der vnehre?

Der halben da got wolt zorn ertzeygen, vnnd kund thun seyn vermugen, hat er mit grosser gedult erfur bracht die gefesß des zorns, die da zugericht sind zur verdamnis, auff das er kund thet den reychtumb seyner herlickeyt vber die gefeß der barmhertzickeyt, die er bereyttet hat zur herlickeyt, wilche er beruffen hat nicht alleyn aus den Juden, sondern auch aus den heyden, wie er denn auch durch Osee spricht, Osee. 2 Jch wil das meyn volck heyssen, das nicht meyn volck ist, vnd meyn liebste, die nicht die liebste ist, vnd sol geschehen an dem ort, da zu yhn gesagt ward, Yhr seyt nicht meyn volck, sollen sie genennet werden, kinder des lebendigen gottis.

Esa. 10 Esaias aber schreyet fur Jsrael, wenn die zal der kinder von Jsrael wurde seyn, wie der sand am meer, so wirt doch nur das vbrige selig werden, denn da ist das wort, das da volendet vnd abkurtzt ynn der gerechtickeyt, denn eyn verkurtzt wort wirt got machen auff erden, Vnd wie Jsaias dauor saget, Esa. 1 wenn vns nicht der herr Zabaoth hette lassen samen vbirbleyben, so weren wir wie Sodoma worden, vnd gleych wie Gomorra. [ 247] Was wollen wyr nu hie sagen? Das wollen wyr sagen, Die heyden, die nicht haben nach der gerechtickeyt gestanden, haben die gerechtickeyt erlanget. Jch sage aber von der gerechtickeyt, die aus dem glawben kompt.

Jsrael aber hat dem gesetz der gerechtickeyt nach gestanden, vnd ist nicht zu dem gesetz der gerechtickeyt yhenen furkomen. Warumb das? darumb, das sie es nicht aus dem glawben, sondern als aus dem verdienst der werck suchen. Denn sie haben sich gestossen an den steyn des (anlauffens) Christus rechtfertiget on werck, das glewben sie nicht, also stossen sie sich an yhm vnd ergern sich. anlauffens, wie geschrieben stehet, Jsa. 28 Sihe da ich lege ynn Zion eynen steyn des anlauffens, vnd eyn felß des ergernis, vnd wer an yhn glewbet, der sol nit zu schanden werden. [ 60] Das

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