Romans · Chapter 11
Luther’s September Testament (1522) · chapter 109 of 213 · about 3 min
. Ljeben bruder, meyns hertzen wundsch ist, vnd flehe auch Gotte fur Jsrael, das sie selig werden, Denn ich gebe yhn des zeugnis, das sie eyfern vmb Gott, aber mit vnuerstand, Denn sie erkennen die gerechtickeyt nicht, die fur Got gilt, vnd trachten yhre eygen gerechtickeyt aufftzurichten, vnd sind also der gerechtickeyt, die fur Got gilt, nicht vnterthan. Denn Christus ist des gesetzs ende, daran rechtfertig wirt, wer do glewbt.
Leuit. 18 Deutro. 30 (drynnen leben) Das ist, er meydet durch euserlich werck die eußerlich straff des gesetzs, aber das ist nichts fur Gott. (gen hymel) wer nicht glewbt das Christus gestorben vnd aufferstanden ist, vns von sunden rechtfertig zumachen, Der spricht, wer ist gen hymel gestygen vnnd ynn die tieffe gefarn, das thun aber die so mit mit wercken vnd nicht mit glawben wollen rechtfertig werdenn, ob sie wol mit dem mund auch also sagen, aber nicht ym hertzen. Emphasis est in verbo, ym hertzen. Moses schreybt wol von der gerechtickeyt, die aus dem gesetz kompt, wilcher mensch diß thut, der wirt drynnen leben.
Aber die gerechtickeyt aus dem glawben spricht also, Sprich nicht ynn deynem hertzen, wer wil hynauff steygen gen hymel? (das ist nicht anders denn Christum erab holen) odder, wer wil hynab steygen ynn die tieffe? (das ist nicht anders, denn Christum von den todten holen) Aber was saget die schrifft? das wort ist dyr nahe, nemlich, ynn deynem mund, vnd ynn deynem hertzen. Diß ist das wort vom glawben das wyr predigen, Denn so du mit deynem mund bekennest Jhesum, das er der herr sey, vnd glewbist ynn deynem hertzen, das yhn Got von den todten aufferweckt hat, so wirstu selig, Denn so man von hertzen glewbt, so wirt man rechtfertig, vnd so man mit dem mund bekennet, so wirt man selig.
Denn die schrifft spricht, Jsa. 28 wer an yhn glewbt, wirt nicht zuschanden werden. Es ist hie keyn vnterscheyd, Es ist allertzumal eyn herre, reych vber alle, die yhn anruffen, Joel. 2. Denn wer den namen des herren wirt anruffen, sol selig werden, Wie sollen sie aber anruffen, an den sie nicht glewben? wie sollen sie aber glewben, von dem sie nichts gehoret haben? wie sollen sie aber horen, on prediger? wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesand werden? wie denn geschrieben stehet. Jsai. 52. Jsa. 53. psal. .
Wie lieblich sind die fusse, dere, die den fride verkundigen, die das gutte verkundigen, 16 Aber sie sind nit alle dem Euangelio gehorsam, Denn Jsaias spricht, Herre, wer hat glewbet vnserem predigen? 17 So kompt der glawbe, aus der prediget, das predigen aber durch das wort gottis. 18 Jch sage aber, haben sie es nicht gehoret? zwar es ist yhe ynn alle land außgangen yhrer schal, vnd ynn alle welt yhre wort. [ 248] [ 62] Deu. 32 Jch sage aber, hats Jsrael nicht erkandt? Auffs erst spricht Moses, Jch wil euch eyfern machen vber dem, das nicht meyn volck ist, vnd vber eynem vnuerstendigen volck wil ich euch ertzurnen. Jsaias aber ist thurstig vnd spricht, Jsa. 65.
Jch byn erfunden von denen, die mich nicht gesucht haben, vnnd byn erschyenen denen, die nicht nach myr gefragt haben. Zu Jsrael aber spricht er, Den gantzen tag hab ich meyne hende außgestreckt zu dem volck das yhm nicht sagen lest, Jsa. 65 vnd widderspricht myr. Das