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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 112

Romans · Chapter 14

Luther’s September Testament (1522) · chapter 112 of 213 · about 2 min

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. Jderman sey vnterthan der vbirkeyt vnd gewalt, denn es ist keyne gewalt, on von Gott, Die gewald aber die allenthalben ist, ist von Gott verordnet, alßo, das wer sich widder die gewalt setzt, der widderstrebt Gottis ordnung, die aber widderstreben, werden vber sich eyn vrteyl empfahen, Denn die geweltigen sind nicht den gutten wercken, sondern den bosen zufurchtenn, Wiltu dich aber nicht furchten fur der gewalt, so thu guttis, so wirstu lob von der selbigen haben, Thustu aber boses, so furcht dich. Denn sie tregt das schwert nicht vergeblich, sie ist Gottis dieneryn, eyn racheryn zur straff vber den, der boses thut.

So seyt nu aus nott [ 251] vnterthan, nicht alleyn vmb der straff willen, sondern auch vmb des gewissens (gewissens) weltlich gewalt ist vmb zeytlichen frid willen, darumb ist das gewissen, aus pflichtiger liebe schuldig derselbigen vntherthan zu seyn. willen. Derhalben must yhr auch schos geben, Denn sie sind Gottis diener, die solchen schutz sollen handhaben. [ 70] So gebt nu yderman, was yhr schuldig seyt, den schos dem der schos gepurt, den zol, dem der zol gepurt, die furcht, dem die furcht gepurt, die ehre, dem die ehre gepurt.

Seyt niemant nichts schuldig, denn das yhr euch vnternander liebet, Denn wer den andern liebet, der hat das gesetz erfullet, Exo. 20 Leui. 19 Denn das da gesaget ist, Du solt nicht eehbrechen, Du solt nicht todten, Du solt nicht stelen, Du solt nicht falsch zeugnis geben, Dich sol nichts gelusten, Vnd so eyn anders gepot mehr ist, das wirt ynn diesem wort verfasset, Du solt lieben deynen nehisten, als dich selbs. Die liebe thut dem nehisten nichts boses, ßo ist nu die liebe des gesetzs erfullung. Vnd weyl wyr solchs wissen, nemlich die zeyt, das die stund da ist, auff zustehen vom schlaff, syntemal vnser heyl ytzt neher ist, denn da wyrs glewbten.

Die nacht ist vergangen, der tag aber ist erbey kommen, so last vns ablegen die werck der finsternis, vnd anlegen die waffen des liechts, Last vns erbarlich wandeln, als am tage, nicht ynn fressen vnd sauffen, nicht ynn kamern vnd geylheyt, nicht ynn hadder vnd eyffern, (klugheyt) Das sind die falschen bosen tuck vnd anschlege der fleyschlichen vnd weltlichen hertzen ynn allerley sachen. sonder zihet an den hern Jhesu Christ, vnnd thut nicht nach des fleyschs klugheyt, seynen lust zubussen. Das

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