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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 113

Romans · Chapter 15

Luther’s September Testament (1522) · chapter 113 of 213 · about 3 min

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. Den schwachen ym glawben nempt auff, vnd verwirret die gewissen nicht. (verwerret) Zweyerley Christen sind, etlich starck ym glawben, etlich schwach. Jhene verachtenn die schwachen altzu frech, diße ergern sich an den starcken altzu leycht, So sollen sie nu beyde sich nach der liebe richten, das keyner den andern beleydige noch richte, sondern thun vnd lassen wie es dem andern nutz vnd nott ist. Eyner glewbt, er muge allerley essen, wilcher aber schwach ist, der isset kraut, Wilcher isset, der verachte den nicht, der nit isset, vnd wilcher nicht isset, der richte den nicht, der da isset, denn Got hat yhn auffgenomen. Wer bistu, das du eynen frembden knecht richtist?

Er stehet odder fellet seynem hern, Er mag aber wol auffgericht werden, Denn Got kan yhn wol auffrichten. Eyner helt auff eynen tag fur dem andern, der ander aber helt alle tag gleych. Eyn yglicher sey seynes synnes gewiß. Wilcher auff die tage helt, der thuts dem hern, vnd wilcher nichts drauff helt, der thuts auch dem hern. Wilcher isset, der isset dem hern, denn er danckt Got, wilcher nit isset, der isset dem hern nicht, vnd danckt Gott. Denn vnser keyner lebet yhm selber, vnd keyner stirbt yhm selber. Leben wyr, so leben wyr dem hern, sterben wyr, so sterben wyr dem hern. Darumb wyr leben odder sterben, so sind wyr des hern.

Denn datzu ist Christus auch [ 72] gestorben vnd aufferstanden, vnd widder lebendig worden, das er vber todten vnd lebendige herr sey. Du aber was richtistu deynen bruder? odder du ander, was verachtistu deynen bruder? wyr werden alle fur dem gerichtstuel Christi dargestellet werden, nach dem es geschrieben stehet, So war als ich lebe, spricht der herr, Jsa. 45 myr sollen alle knye gebeuget werden, vnd alle zungen sollen Got bekennen, So wirt nu eyn yglicher fur sich selb Gotte rechenschafft geben, darumb last vns nicht mehr eyner den andern richten. Sondern das richtet viel mehr, das niemant seynem bruder eyn anstos [ 252] odder ergernis darstelle.

Jch weyß vnd byns gewis, ynn dem hern Jhesu, das nichts gemeyn ist an yhm selbs, on der es rechnet fur gemeyn, (gemeyn) Jst eben so viel als vnreyn, als das da nicht geweyhet odder heylig ist. Das Euangelion ist vnser schatz, das der selb verlestert wirt machen die, so der Christlichen freyheyt frech brauchen den schwachen zum ergernis. dem selben ists gemeyn. So aber deyn bruder vber deyner speyse betrubt wirt, so wandelstu schon nicht nach der liebe. Lieber verterbe den nicht mit deyner speyse, vmb wilchs willen Christus gestorben ist, Darumb schafft, das vnser schatz nicht verlestert werde.

Denn das reych Gottis ist nicht essen vnd trincken, sondern, gerechtickeyt vnd frid vnd freude ynn dem heyligen geyst, Wer darynnen Christo dienet, der ist Got gefellig, vnd den menschen bewert. Darumb last vns dem nach streben, das zum fride dienet, vnd was zur besserung vnternander dienet. Lieber verstore nicht vmb der speyse willen Gottis werck. Es ist zwar alles reyn, aber es ist nicht gut, dem, der es isset mit eynem anstos seynes gewissens. Es ist viel besser, du essest keyn fleysch, vnd trinckest keyn weyn, odder das, daran sich deyn bruder stosset odder ergert odder schwach wirt. Hastu den glawben? so habe yhn bey dyr selbs fur Got.

Selig ist, der yhm selb keyn gewissen macht, ynn dem das er annympt, wer aber druber wancket so ers essen wurde, der ist verdampt, Denn es gehet nicht aus dem glawben, (aus dem glawben) Merck, diß ist eyn gemeyn heubtspruch, widder alle werck on glawben gethan, vnnd hutt dich fur falscher glosen, so hie ertichtet sind von vielen lerern. Was aber nicht aus dem glawben gehet, das ist sunde. Das

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