1 Corinthians · Chapter 10
Luther’s September Testament (1522) · chapter 125 of 213 · about 4 min
. Jch wil euch aber, lieben bruder, nicht verhalten, das vnser veter, sind alle vnter der wolcken gewesen, vnd sind alle durchs meer gangen, vnnd sind alle vnter Mosen taufft mit der wolcken vnd mit dem meer, vnd haben alle eynerley geystliche speyse gessen, vnd haben alle eynerley geystlichen tranck getruncken, sie truncken aber von dem geystlichen felß, der hernach kam, wilcher felß war Christus. Aber an yhr vielen hatte Got keyn wolgefallen, denn sie sind nydder geschlagen ynn der wusten. Darumb verachte keyner den andern wie starck odder schwach er sey, wer weis wie lange er selb bleybe.
Das ist aber vnser furbild worden, das wyr nicht vns gelusten lassen des bosen, gleich wie yhene lust hatten. Werdet auch nicht abgottische, gleych wie yhener etliche worden, als geschrieben stehet, Das volck satzt sich nyder zu essen vnd zu trincken, vnd stund auff zu spielen. Auch last vns nicht hurerey treyben, wie ettlich vnter yhenen hurerey tryben, vnd fielen auff eynen tag drey vnd zwentzig tausent. [ 266] Last vns aber auch Christum nicht versuchen, wie ettlich von yhenen yhn versuchten, vnd wurden von den schlangen vmbbracht, Murret auch nicht, gleych wie yhener etliche murreten, vnnd wurden vmbbracht durch den verterber.
Solchs alles widderfur yhenen zum furbild, Es ist aber geschrieben zu vnser vermanung, auff wilche das ende der welt komen ist, also, das wer sich lest duncken, er stehe, mag wol zusehen, das er nicht falle. Es hat euch noch keyne denn menschliche versuchung betreten, die weyl Got trew ist, der euch nicht lest versuchen, vbir ewr vermugen, sondern macht neben der versuchung eyn außkomen, das yhrs kund vbirtragen. Darumb, meyne liebsten, fliehet von dem gotzen dienst.
Als mit den klugen rede ich, richtet yhr, was ich sage, Der kilch der benedeyung, wilchen wyr benedeyen, ist der nicht die gemeynschafft des bluts Christi? das brot das wyr brechen, ist das nicht die gemeynschafft des leybs Christi? Denn wyr viele, sind eyn brot vnd eyn leyb, die weyl wyr alle [ 114] eynes brods teylhafftig sind. Sehet an den Jsrael nach dem fleysch, wilche die opffer essen, sind die nicht ynn der gemeynschafft des Altars? Was sol ich denn nu sagen? Sol ich sagen, das der gotze etwas sey? odder das das gotzen opffer etwas sey?
Aber ich sage, das die heyden, was sie opffern, das opffern sie den teuffeln vnd nicht Got, Nu wil ich nicht, das yhr ynn der teuffel gemeynschafft seyn solt. Yhr kund nicht zugleych trincken des hern kilch vnd der teuffel kilch. Yhr kund nicht zu gleych teylhafftig seyn des hern tischs, vnnd der teuffel tisch, odder wollen wyr den hern trotzen? sind wyr stercker denn er? Jch habs zwar alles macht, aber es ist nicht alles nutzlich. Jch hab es alles macht, aber es bessert nicht alles. Niemant suche was seyn ist, sondern eyn yglicher was eyns andern ist. Alles was veyl ist auff dem fleysch marckt, das esset, vnd forschet nichts, auff das yhr der gewissen verschonet.
Denn die erden ist des hern (des hern) Christus ist her vnd frey, also auch alle Christen, ynn allen dingen. vnnd was drynnen ist. psal. 23. So aber yemand von den vnglewbigen euch ladet, vnd yhr wolt hyn gehen, so esset alles was euch furtragen wirt, vnd forschet nichts, auff das yhr der gewissen verschonet. Wo aber yemand wurde zu euch sagen, diß ist gotzen opffer, so esset nicht, vmb des willen, der es antzeucht, auff das yhr des gewissens verschonet (Die erde ist des hern vnd was drynnen ist) Jch sage aber vom gewissen, nicht deyn selbs, sondern des andern.
Denn warumb solt ich meyne freyheyt lassen vrteylen, (lassen vrteylen) Er mag mich vrteylen, aber meyn gewissen sol darumb vngevrteylt vnd vngefangen seyn, ob ich yhm euserlich weyche zu dienst. von eyns andern gewissenn? Denn so ichs mit dancksagung geniesse, was solt ich denn verlestert werden vber dem, da fur ich dancke? Yhr esset nu odder trinckt oder was yhr thut, so thuts alles zu Gottis preyß. Seyt vnanstossig beyde den Kriechen vnd den Juden, vnd der gemeyne Gottis, gleych wie ich auch yderman ynn allerley mich gefellig mache, vnd suche nicht was myr, sondern was vielen zutreglich ist, das sie selig werden. (XI, 1 Seyt meyne nachfolger, gleych wie ich Christi. [ 267] Das