The Bible Software
The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 136

2 Corinthians · Chapter 5

Luther’s September Testament (1522) · chapter 136 of 213 · about 5 min

← Chapter 135Chapter 137 →

. Darumb, die weyl wir eyn solch ampt haben, nach dem vns barmhertzickeyt widderfaren ist, so werden wyr nicht laß, sondern weysen von vns ynnerliche schande, vnd wandeln nicht ynn blaßtuckerey, felschen auch nicht Gottis wort, sondern offinbarn die warheyt, vnnd beweysen vns wol gegen aller menschen gewissen, fur Got. Jst nu vnser Euangelion verdeckt, so ists ynn denen, die verloren werden, verdeckt, vnter wilchen der (Gott) Der teuffel ist der welt furst vnd Got, denn sie dienet yhm vnd ist vnter yhm. Got diser welt verblendt hat der vnglewbigen synn, das yhn nicht scheynet, die erleuchtung des Euangelion von der klarheyt Christi, wilcher ist das ebenbild Gottis.

Denn wyr predigen nicht vns selbs, sondern Jhesum Christ, das der sey der herr, wyr aber ewre knechte vmb Jhesus willen. Denn Got, der da hieß das liecht aus der finsternis erfur leuchten, der hat eynen hellen scheyn ynn vnser hertzen geben, das durch vns entstunde die erleuchtung von der erkentnis der klarheyt Gottis, ynn dem (angesicht) Erkentnis Christi, nicht das angesicht Mosi, wilchs ist erkentnis des gesetzs. Denn durch Christum erkennen wyr Got, Johan. 6 angesicht Jhesu Christi. Wyr haben aber solchen schatz ynn yrdischen gefessen, auff das die krafft, so obligt, sey Gottis, vnd nicht von vns.

Wir haben allenthalben trubsal, aber wyr engsten vns nicht, Wyr werden gedrenget, aber wyr vertzagen nicht, Wyr leyden verfolgung, aber wyr werden nicht verlassenn. Wyr werden vnterdruckt, aber wyr komen nicht vmb, Vnd tragen vmb alltzeit das sterben des hern Jhesu an vnserm leybe, auff das auch das leben des hern Jhesu an vnserm leybe offinbar werde. Denn wyr, die wyr leben, werden ymerdar ynn todt geben vmb Jhesus willen, auff das auch das leben Jhesu offinbar werde an vnserm sterblichem fleysch, Darumb, so ist nu der tod mechtig ynn vns, aber das leben ynn euch. Die weyl wyr aber den selben geyst des glawbens haben (nach dem geschrieben steht, Psal. 115.

Jch habe geglewbt, darumb hab ich geredt) so haben wyr auch geglewbt, darumb so reden wyr auch, vnd wissen, das der, so den hern Jhesum hatt aufferweckt, wirt vns auch aufferwecken, durch Jhesum, vnd wirt vns darstellen sampt euch. Denn es ist myr alles vmb euch zuthun, auff das die vberschwengliche gnade, durch vieler dancksagung, Gott reychlichen preyße. [ 150] Darumb werden wyr nicht laß, sondern ob vnser euserlicher mensch verweset, so wirt doch der ynnerliche von tage zu tage vernewert.

Denn vnser trubsal, die zeytlich vnd leycht ist, schafft eyn ewige vnd vber alle maß wichtige herlickeyt, vns, die wyr nit auff sehen, auff das sichtbar, sondern auff das vnsichtbar, Denn was sichtbar ist, das ist zeytlich, was aber vnsichtbar ist, das ist ewig. [ 281] Das Funfft Capitel.

Wyr wissen aber, so vnser yrdisch hauß diser hutten zubrochen wirt, das wyr eynen baw haben von Gott erbawet, eyn haus nicht mit henden gemacht, das ewig ist ym hymel. 2 Vnd vber dem selben sehnen wir vns auch, nach vnser behausung die vom hymel ist, vnd verlangen, das wyr damit vberkleydet werden, 3 so doch, wo wyr bekleydet vnd nicht blos erfunden werden. 4 Denn die weyl wyr ynn der hutten sind, sehnen wyr vns vnd sind beschweret, syntemal wyr wolten lieber nicht entkleydet, sondern vberkleydet werden, auff das, das sterbliche wurde verschlungen von dem leben, 5 Der vns aber zu dem selbigen bereyttet, das ist Gott, der vns das pfand, den geyst geben hat. 6 Wyr sind aber getrost, alle tzeyt, vnd wissen, das die weyl wir daheymen sind ynn dem leybe, so wallen wir ym abwesen von dem hern, 7 denn wyr wandeln ym glawben, vnd sehen yhn nicht, 8 Wir sind aber getrost, vnd haben viel mehr lust ausser dem leybe zu wallen, vnd daheymen zu seyn bey dem hern. 9 Darumb vleyssigen wir vns auch, wir seyen daheym, odder wallen, das wyr yhm wolgefallen. 10 Denn wyr mussen alle offinbart werden fur dem richtstuel Christi, auff das ein yglicher empfahe, an seynem leybe, nach dem er gehandelt hat, es sey gut odder bose. (faren schon) Das ist, wyr tyrannisiern noch treyben die leutt nicht, mit bannen vnd ander freuelen regimenten, denn wyr furchten Got. (thun wyr zu viel) Das ist, Ob wyr gleych zu scharff mit den leutten furen, so dienen wyr doch Gott daran, thun wyr aber seuberlich vnd messig mit yhn, ßo thun wyrs den leutten zu dienst, das allenthalben recht vnnd wol than ist. 11 Die weyl wyr denn wissen, das der herr zufurchten ist, faren wyr schon mit den leutten, aber Got sind wyr offinbar, ich hoff aber, das wyr auch ynn ewren gewissen offinbar sind. 12 Wyr loben vns aber nicht abermal, sondern geben euch eyn vrsach zu rhumen von vns, auff das yhr habet zu rhumen, widder die, ßo sich nach dem ansehen rhumen vnd nicht nach dem hertzen. 13 Denn thun wyr zu viel, so thun wyrs Got, sind wyr messig, so sind wyr auch messig, 14 Denn die liebe Christi dringet vns also, syntemal wyr achten, das, so eyner fur alle [ 152] gestorben ist, so sind sie alle gestorben, 15 Vnd er ist darumb fur alle gestorben, auff das die, so da leben, nicht yhn selbs leben, sondern dem, der fur sie gestorben vnd aufferstanden ist. 16 Darumb von nu an, kennen wyr niemant nach dem fleysch, vnd ob wyr auch Christum kand haben nach dem fleysch, (nach dem fleysch) Christum nicht mehr erkennen nach dem fleysch, ist nichts fleyschlich an yhm suchen odder gewarten, wie die iunger thetten fur dem leyden, sondern an seynem wort benugen daryn sie eyttel geystlich vnd ewiges gut haben. so kennen wyr yhn doch ytzt nicht mehr, 17 Darumb, ist ettwa eyn newe creatur ynn Christo, so ist das alt vergangen, sihe, es ist alles new worden. 18 Aber das alles von Gott, der vns mit yhm selb versunet hat durch Jhesum Christ, vnd vns geben das ampt, das die versunung prediget.

Denn Got war ynn Christo, vnd versunet die welt mit yhm selber, vnd rechnet yhn yhre sund nicht zu, vnd hat vnter vns auffgericht das wort von der versunung. So sind wyr nu botschafften, an Christus stat, als vermanete Got durch vns, So bitten wyr nu an Christus stad, last euch versunen mit Got, denn er hat denen, der von keyner sunde wuste, fur vns, zur sunde gemacht, auff das wyr wurden ynn yhm die gerechtickeyt die fur Got gilt. [ 282] Das

← Chapter 135Chapter 137 →