Matthew · Chapter 15
Luther’s September Testament (1522) · chapter 14 of 213 · about 16 min
Unnd nach sechs tagen nam Jhesus zu sich Petrum vnd Jacobum vnnd Johannem seynen bruder, vnnd furet sie beseyts auff eynen hohen berg, vnd verkleret sich fur yhnen, vnd seyn angesicht glentzete wie die sonne, unnd seyne kleyder worden weysß, als eyn liecht, vnnd sihe, da erschienen yhn Moses vnd Elias die redten mitt yhm. Petrus aber antworttet vnnd sprach tzu Jhesu. Herre hie ist gutt seyn, wiltu, ßo wollen wyr hie drey hutten machen, dyr eyne, Mosi eyne, vnd Elias eyne. Da er noch also redte, sihe, da vbirschattet sie eyn liechte wolcken, vnnd sihe, eyn stymme aus der wolcken sprach. Das ist meyn lieber son ynn welchem ich eyn wolgefallen hab, gehorchet yhm.
Da das die iunger horeten, fielen sie auff yhr angesicht, vnnd erschrocken seer. Jhesus aber tratt tzu yhnen, ruret sie an, vnd sprach, stehet auff, vnd furcht euch nicht, da sie aber yhr augen auff huben, sahen sie niemant, denn Jhesum alleyne. Vnd da sie vom berge nyder giengen, gepott yhn Jhesus, vnd sprach, yhr sollt dis gesicht niemant sagen, bis des menschen son von den todten aufferstanden ist, vnd seyne iungern fragten yhn vnd sprachen, was sagen denn die schrifftgelerten, Elias musse zuuor komen? Jhesus antwortet vnd sprach. Elias sol iah durch seyne tzukunfft alles zu recht bringen.
Doch ich sage euch, es ist Elias schon komen, vnd sie haben yhn nicht erkandt, sondernn haben an yhm than, was sie wolten, alßo wirt auch des menschen son leyden mussen von yhn, da verstunden die iunger, das er von Johanne dem teuffer geredt hatte. Vnnd da sie zu dem volck kamen, tratt tzu yhm eyn mensch, vnnd beuget die knie gegen yhm, vnd sprach. Marci. 9 Luce. 9 Herre erbarm dich vber meynen son, denn er ist monsuchtig, vnd hatt eyn schweres leyden.
Er fellt offt ynnß fewr, vnd offt ynß wasser, vnd ich hab yhn zu deynen iungern bracht, vnd [ 80] sie kunden yhm nicht helffen, Jhesus aber antworttet vnnd sprach, o du vngleubige vnnd verkerete art, wie lange soll ich bey euch seyn? wie lange soll ich euch dulden? Bringt myr yhn hieher, vnnd Jhesus bedrawet yhn, vnd der teuffel fure aus von yhm, vnd der knabe ward gesund zu der selbigen stunde. [ 36] Da tratten zu yhm seyne iunger besonders, vnnd sprachen. Warumb kundten wyr yhn nit austreyben?
Jhesus aber antwortet vnd sprach, vmb ewers vnglawbens willen, denn ich sage euch warlich, so yhr glawben habt als eyn senff korn, so mogt yhr sagen zu disem berge, Luce. 17 heb dich von hynnen dort hyn, so wirtt er sich heben, vnd euch wirtt nichts vnmuglich seyn, aber dise art feret nicht aus, denn durch beten vnd fasten. Da sie aber yhr wesen hatten ynn Galilea, sprach Jhesus zu yhn. Es ist zu kunfftig, das des menschen son vberantwort werde ynn der menschen hend, vnd sie werden yhn todten, vnd am dritten tage wirtt er auff stehen, vnd sie worden seer betrubt.
Da sie nu gen Capernaum kamen, giengen zu Petro die den zins groschen eyn namen, vnd sprachen, pflegt ewr meyster nit den tzins groschen zu geben? Er sprach, ia, Vnd als er heym kam, kam yhm Jhesus zuuor, vnd sprach, was dunckt dich Simon? (frey) wie wol Christus frey war, gab er doch den tzins, seym nehisten tzu willen, also ist eyn Christen seynet halben alles dings frey vnnd gibt sich doch seynem nehisten willich tzu dienst. von wem nemen die konige auff erden den zoll oder tzinße? von yhren kyndern odder von frembden? da sprach zu yhm Petrus, von den frembdenn.
Jhesus sprach zu yhm, so sind die kinder frey, auff das aber wyr sie nicht ergern, so gang hyn an das meer, vnd wirff den angel, vnnd den ersten fisch Marci. 9 Luce. 9 der auffer fert, den nym, vnd wenn du seynen mund auff thuest, wirstu eyn halben gulden finden, denselbigen nym, vnd gyb yhnen fur mich vnd dich. Das achzehend Capitel.
Marci. 9 Luce. 9 Zv der selbigen stund tratten die iunger tzu Jhesu vnd sprachen, wer ist doch der grossist ym hymelreich? 2 vnnd Jhesus rieff eyn kynd zu sich, vnnd stellet das mitten vnter sie, 3 vnnd sprach, warlich ich sage euch, Es sey denn das yhr euch vmbkeret, vnd werdet wie die kinder, so werdet yhr nicht yns hymell reych komen, 4 wer nu sich selbs nydriget, wie dis kind, der ist der grossist ym hymelreych, 5 vnnd wer eyn solchs kind auff nympt ynn meynem namen, der nympt mich auff, 6 wer aber ergert diser geringsten eynen, Marci. 9 Luce. 17 die an mich glawben, dem were besser, das eyn mulsteyn an seynen hals gehenckt wurd, vnnd er erseufft wurde ym meer, da es am tiefisten ist. 7 Wehe der welt der ergernis halben.
Es mus ia ergernis komen, doch wehe dem menschen, durch wilchen ergernis kompt. 8 So aber deyn hand odder [ 82] deyn fueß dich ergert, so hawbe yhn abe, vnd wirff yhn von dyr, Es ist dyr besser, das du tzum leben, lam odder eyn kropel eyn gehist, denn das du zwo hend odder zween fues habist, vnd werdist ynn das ewige fewr geworffen, 9 vnd so dich deyn auge ergert, reys es aus, vnd wirffs von dyr, Es ist dyr besser, das du eyneugig zum leben eyngehist, denn das du tzwey augen habist, vnd werdist ynn das hellische fewr geworffen. 10 Sehet zu, das yhr nicht verachtet yemand von disen kleynen, denn ich sage euch, yhre engele sehen allzeyt das angesichte meynes vatters ym hymel, 11 denn des menschen son ist komen selig tzu machen, [ 37] Luce. 15 das do verloren ist. 12 Was dunckt euch? wenn yrgent eyn mensche hundert schaff hette, vnd eyns vnter den selben sich veryrrete, lessit er nitt die neun vnd neuntzig auff den bergen, gehet hyn, vnnd sucht das veryrrete, 13 vnd so sichs begibt, das ers findet, warlich sage ich euch, er frewt sich daruber, mehr denn vber die neun vnnd neuntzig, die nicht veryrret sind. 14 Alßo auch ists fur ewrem vatter ym hymel nicht der wille, das yemand von disen kleynen verloren werde.
Luce. 17 15 Sundigt aber deyn bruder an dyr, so gang hyn vnnd straff yhn zwisschen dyr vnd yhm alleyn.
Horet er dich, so hastu deynen bruder gewunnen. 16 Horet er dich nicht, so nym zu dyr noch eynen odder zween, auff das alle sach bestehe auff zwey oder dreyer zeugen mund, 17 Horet er die nicht, so sag es der gemeyne, Horet er die gemeyne nit, so halt yhn als eynen heyden vnd zolner. 18 Warlich ich sage euch, was yhr auff erden binden werdet, soll auch ym hymel gepunden seyn, vnd was yhr auff erden losen werdet, soll auch ym hymel los seyn. 19 Weyter sag ich euch, wo tzween vnter euch eynis werden auff erden, warumb es ist, das sie bitten wollen, das soll yhn widderfaren von meynem vatter ym hymel, 20 denn wo tzween odder drey versamlet sind ynn meynem namen da byn ich mitten vnter yhn. 21 Da trat Petrus zu yhm, vnd sprach, Herre wie offt mus ich denn meynem bruder vergeben? ists gnug sieben mal? 22 Jhesus sprach tzu yhm, ich sage dyr nicht sieben mal, sondernn, siebentzigmal sieben mal. 23 Darumb ist das hymelreych gleych eynem konige, der mit seynen knechten rechen wolt, 24 vnd als er anfieng zu rechen, kam yhm eyner fur, der war tzehen tausend pfundt schuldig, 25 da ers nu nicht hatte zu betzalen, hies der herr verkeuffen, yhn vnd seyn weyb vnd seyne kynder vnd alles was er hatte, [ 84] vnnd betzalen, 26 da fiel der knecht nyder, vnnd bettet yhn an, vnd sprach, Herr, habe gedult mit myr, ich will dyrs alles betzalen. 27 Da iamert den herren desselbigen knechts, vnd lies yhn loß, vnd die schuld erlies er yhm auch.
Da gieng der selbige knecht hynaus, vnnd fand eynen seyner mitknechte, der war yhm hundert grosschen schuldig, vnd er greyff yhn an, vnd wurget yhn, vnd sprach, betzale myr was du myr schuldig bist, da fiel seyn mitknecht nydder, vnd bat yhn, vnd sprach, habe gedult mit myr, ich wil dyrs alles betzalen, Er wollt aber nicht, sondern gieng hyn, vnd warff yhn yns gefencknis, bis das er betzalet was er schuldig war, Da aber seyne mitknechte solchs sahen, worden sie seer betrubt, vnd kamen vnnd brachten fur yhren herrn alles das sich begeben hatte, da foddert yhn seyn herre fur sich, vnd sprach tzu yhm, Du schalck, alle dise schuld hab ich dyr erlassen, die weyl du mich batist, solltistu denn nit auch dich erbarmen vbir deynen mitt knecht, wie ich mich vbir dich erbarmet habe?
Vnd seyn herre wart tzornig, vnd vbir antwortt yhn den peynigernn, bis das er betzalet alles was er yhm schuldig war. Also wirt euch meyn hymlischer vater auch thun, so yhr nit vergebt von hertzen eyn iglicher seynem bruder seyne feyle. Das Neunzehend Capitel. [ ] Marci. 10 Luce. 16 Und es begab sich, da Jhesus diße rede vollendet hatte, erhub er sich aus Galilea, vnd kam ynn die grentze des Judischen lands, iensydt des Jordans, 2 vnnd folgete yhm viel volcks nach, vnnd er heylet sie da selbist. 3 Da tratten zu yhm die phariseer, vnd versuchten yhn, vnd sprachen zu yhm.
Jst es auch recht das sich eyn man scheyde von seynem weybe, vmb yrgent eyner vrsach? 4 Er antwort aber vnd sprach, Habt yhr nit gelesen, das der ym anfang den menschen gemacht hat, der macht, das eyn man vnd weyb seyn sollt, 5 vnd sprach, darumb wirt eyn mensch vatter vnd muter lassen, vnd an seynem weybe hangen, vnd werden die zwey eyn fleysch seyn? 6 so sind sie nu nit zwey, sondernn eyn fleysch, was nu gott zu samen fuget hat, das soll der mensch nitt scheyden. (hertickeyt) Ettlich gesetz leren.
Ettliche weren, ihene leren das beste, dise weren dem bosen das nicht erger werde, drumb lassen sie viel des besten nach, gleych wie das weltliche schwerd auch thut. 7 Da sprachen sie, warumb hatt denn Moses gepotten, zu geben eynen scheydebrieff, vnd sich von yhr zu scheydenn? 8 Er sprach zu yhn, Moses hatt euch [ 86] erleubt zu scheyden von eweren weyben, von ewris hertzen hertickeyt wegen, von anbegyn aber ists nicht also gewesen, 9 Jch sage aber euch, wer sich von seynem weybe scheydet (es sey denn vmb der hurrerey wyllen) vnd freyet eyn andere, der bricht die ehe, vnd wer die abscheydete freyet, der bricht auch die ehe. 10 Da sprachen die iunger zu yhm, stehet die sach eyns mannes mit seynem weyb also, ßo ists nicht gutt ehlich werden. 11 Er sprach aber zu yhn, das wortt fasset nit yderman, sondernn den es geben ist. (sich selbs) das dritte verschneytten mus geystlich seyn, nemlich willige keuscheit, sonst were es eynerley mit dem andern das leyplich geschicht. 12 Denn es sind ettlich verschnitten, die sind aus mutter leyb also geporn, vnd sind ettlich verschnitten, die von menschen verschnytten sind, vnd sind etliche verschnytten, die sich selbs verschnytten haben, vmb des hymelreychs willen.
Wer es fassen mag, der fasß es. Marci. 10 Luce. 18 13 Da worden kindlin zu yhm bracht, das er die hende auff sie leget, vnd bettet, die iunger aber schnaubten sie an. 14 Aber Jhesus sprach, last die kyndlin, vnnd weret yhn nicht zu myr zu komen, denn solcher ist das hymelreych, 15 vnd er leget die hend auff sie, vnd zoch von dannen. Marci. 10 Luce. 18 16 Vnnd sihe, eyner tratt zu yhm vnnd sprach. Guter meyster, wie mus ich woll thun, das ich muge das ewige leben haben? 17 Er aber sprach zu yhm, was heyssistu mich gutt (mich gutt) Gleych wie Christus spricht Johan. 7 meyne lere ist nicht meyn, also auch hie.
Jch byn nicht gutt, denn er redet von sich selb nach der menscheyt durch wilche er vnns ymer zu gott furet. (volkomen) Uolkomenheyt ist eygenttlich gotis gepott halten, darumb ists klar, das diser iungling die gepott ym grund nit gehalten hat, wie er doch meynet, das tzeyget yhm Christus, damit, das er die rechten werck der gepott yhm furhelt, vnd vrteylt, das keyn reicher selig werde, der diser iungeling auch eyner ist, Nu werden yhe die selig, die gottis gepott halten.? Niemant ist gutt, denn nur der eynige gott. Wiltu aber zum leben eyngehen, so hallt die gepott. 18 Da sprach er zu yhm, wilche?
Jhesus aber sprach, du sollt nit todten, du sollt nit ehebrechen, du sollt nitt stelen, du sollt nit falsch getzeugnis geben, 19 Ehre vater vnnd mutter, vnnd du sollt lieb haben deynen nehisten als dich selbs. 20 Da sprach der iungling zu yhm, das hab ich alles gehalten von meyner iugent auff, was feylet myr noch? 21 Jhesus sprach zu yhm, wiltu volkomen seyn, so gang hyn, verkeuffe was du hast, vnd gibs den armen, so wirstu eynen schatz ym hymel haben, und kum, vnd folge myr nach. 22 Da der iungling das wortt horet, gieng er betrubt von yhm, denn er hatte viel gutter. 23 Jhesus aber sprach zu seynen iungern, warlich ich sage euch, Eyn reycher wirt schwerlich ynß hymelreich komen, 24 Vnd weyter, sag ich euch, Es ist leychter, das eyn kameel durch eyn nadel ore gehe, denn [ ] das eyn reycher yns reych gottis kome, 25 da das seyne iunger horeten, entsatztenn sie sich seer vnd sprochen, yhe wer kan denn selig werden? 26 Jhesus aber sahe sie an, vnd sprach zu yhn, bey den menschen ists vnmuglich, aber bey gott sind alle ding muglich.
Marci. 10 Luce. 18 [ 88] 27 Da antwortet Petrus vnnd sprach, sihe, wyr haben alles verlassen, vnd sind dyr nach gefolget, was wirtt vns da fur? 28 Jhesus aber sprach, warlich ich sage euch, das yhr, die yhr myr seyd nachgefolget, ynn der widergepurt, da des menschen son wirt sitzen auff dem stuel seyner herligkeyt, werdet yhr auch sitzen auff zwelff stuelen, vnd richten die tzwelff geschlecht von Jsrael. 29 Vnd eyn iglicher, der da verlest, heuser, odder bruder, oder schwestern, oder vater, odder mutter, odder weyb, odder kind, odder ecker, vmb meynes namen willen, der wirts hundertfeltig nemen, vnnd das ewige leben ererben. 30 Aber viel, die do sind die ersten, werden die letzten, vnd die letzten, werden die ersten seyn.
Das zwentzigist Capitel. Das hymelreych ist gleych eynem haußvatter, der gleych am morgen aus gieng erbeyter zu mieten ynn seynen weynberg, 2 vnd da er eynis wart mit denn erbeyternn vmb eynen grosschen zum taglohn, sand er sie ynn seynen weynberg. 3 Vnd gieng aus vmb die dritten stund vnnd sahe andere an dem marckt mussig stehen, 4 vnd sprach zu yhn, geht yhr auch hyn ynn den weynberg, ich will euch geben, was recht ist, 5 vnd sie giengen hynn. Aber mal gieng er aus vmb die sechst vnd neunde stund, vnnd thett gleych also. 6 Vmb die eylfften stund aber gieng er aus, vnd fand andere mussig stehen, vnd sprach zu yhn, was stehet yhr hie den gantzen tag mussig? 7 sie sprochen zu yhm.
Es hatt vns niemand gedinget.
Er sprach zu yhn, geht yhr auch hynn ynn den weynberg, vnnd was recht seyn wirt soll euch werden. 8 Da es nu abent wartt, sprach der herr des weynbergs zu seynem schaffner, Ruff den erbeytern, vnnd gib yhn den lohn, vnd heb an, an den letzten, bis tzu den ersten. 9 Da kamen, die vmb die eylfften stund gedingt waren, vnd empfieng eyn iglicher seynen grosschen, 10 da aber die ersten kamen, meyneten sie, sie wurden mehr empfangen, vnd sie empfingen auch eyn iglicher seynen grosschen, 11 vnd da sie den empfiengen, murreten sie widder den haußvater, 12 vnd sprachen, dise letzten haben nur eyne stund erbeyttet, vnd du hast sie vnns gleych gemacht, die wyr getragen haben die last des tages, vnd die hytze. 13 Er antworttet aber vnd sagt tzu eynem vnter yhn, Meyn freundt ich thu dyr nicht vnrecht, bistu nit mit myr eyns worden vmb eynen grosschen? [ 90] 14 Nym was deyn ist, vnd gang hyn, ich wil aber disem letzten geben, gleych wie dyr 15 odder hab ich nicht macht zu thun, was ich will mitt dem meynen?
Sihistu darumb scheel das ich so guttig bynn? 16 Also werden die letzten, die ersten, vnd die ersten, die letzten seynn.
Denn viel sind beruffen, aber wenig sind erwelet. [ ] Marci. 10 Luce. 18 17 Vnnd er tzoch hynauff gen Hierusalem, vnnd nam tzu sich, die tzwelffe iungern besunders auff dem wege, vnd sprach tzu yhn. 18 Sihe, wir tzihen hyn auff gen Jerusalem, vnd des menschen son wirtt den hohen priestern vnnd schrifftgelerten vbirantwortt werden, vnnd sie werden yhn verdamnen zum todt, 19 vnnd werden yhn vbirantwortten den heyden, zu verspotten, vnd tzu geysselln, vnd tzu creutzigen, vnd am dritten tage wirt er widder aufferstehen. 20 Da tratt tzu yhm die mutter der kinder Zebedei mitt yhren sonen, fiel fur yhm nydder vnnd bat etwas von yhm, 21 vnd er sprach tzu yhr, was wiltu? sie sprach zu yhm, las dise meyne tzween sone, sitzen ynn deynem reych, eynen zu deyner rechten, vnd den andern tzu deyner lincken. 22 Aber Jhesus antworttet, vnnd sprach, yhr wisset nicht was yhr bittet, kundt yhr trincken den kilch (den kilch) das ist, leyden.
Das fleysch aber wl ymer ehe herlich werden, denn es gecreutzigt wirt, ehe erhohet denn ernyderigt werden., den ich trincken werde, vnnd euch teuffen lassen mit der tauffe, da ich mit taufft werde? Sie sprachen zu yhm, ia wol, 23 vnd er sprach zu yhn. Meynen kilch solt yhr tzwar trincken, vnnd mit der tauff, da ich mit taufft werde, solt yhr tauffet werden, Aber das sitzen zu meyner rechten vnd lincken, ist nit meyner macht zu geben, sondernn, den es bereyt ist von meynem vater.
Marci. 10 Luce. 22 24 Da das die tzehen horeten, wurden sie vnwillig vbir die tzween bruder. 25 Aber Jhesus rieff yhn zu sich vnd sprach, yhr wisset, das die welltliche fursten hirschen, vnnd die vbirherrnn faren mit gewalt, 26 ßo soll es nit seyn vnter euch, sondernn ßo yemant will vnter euch gewalltig seyn geachtet, der sey ewer diener, 27 vnd wer do will der furnemst seyn, der sey ewr knecht, 28 gleych wie des menschen son ist nicht komen das er yhm dienen lasse, sondernn das er diene, vnnd gebe seyn leben zu eyner erlosung fur viele.
Marci. 10 Luce. 18 29 Vnd da sie von Jericho aus zogen, folgete yhm viel volcks nach, 30 vnnd sihe, zween blinden sassen am wege, vnd da sie horeten das Jesus fur vber gieng, schryen sie vnd sprachen. Ach herre, du son Dauid, erbarm dich vnser, 31 aber das volck bedrawet sie, das sie sollten schweygen, Aber sie schrien viel mehr vnd sprachen, Ach herr, du son Dauid, erbarm dich vnser, 32 vnd Jhesus stund still, vnnd rieff yhn, vnnd sprach, was wollt yhr, das ich euch thun soll? [ 92] 33 sie sprachen zu yhm, herre das vnßer augen auff than werden, 34 vnnd es iamerte Jhesum, vnd rurt yhr augen an, vnnd als bald, wurden yhr augen widder sehend, vnd sie folgeten yhm nach. Das eyn vnd