Matthew · Chapter 16
Luther’s September Testament (1522) · chapter 15 of 213 · about 5 min
Das geschach aber alles, auff das erfullet wurd, das gesagt ist, durch den propheten, der do spricht. Saget zu der tochter Zion, Sihe, deyn konig kompt zu dyr sanfftmutig, vnnd reytet auff eynem esell vnnd auff eynem fullen der lastbaren esellynn. Die iunger giengen hynn vnd thetten wie yhn Jhesus befolhen hatte, vnnd brachten die eselyn vnd das fullen, vnd legten yhre kleyder drauff, vnd satzten yhn drauff, Aber viel volcks breyttet die kleyder auff den weg, die andern hywben tzweyge von den bawmen, vnnd streweten sie auff den weg. Das volck aber das vorgieng vnnd nach folget, schrey vnd sprach. Hosianna (Hosianna) Hosianna heyst auff deutsch.
Ach hilff odder ach gib gluck vnd heyl dem son dauid, gebenedeyet sey, der do kompt ym namen des herren, Hosianna ynn der hohe. Vnd als er zu Jherusalem eynzoch, erreget sich die gantze stadt vnd sprach, wer ist der? das volck aber sprach, das ist der Jhesus, der prophet von Nazareth aus Gallilea, vnnd Jhesus gieng tzum tempel gottis hynneyn, vnd treyb eraus alle verkeuffer vnd keuffer ym tempel, vnnd sties vmb der wechsler tische, vnnd die stuele der tawben kremer, vnnd sprach zu yhn, Es ist geschrieben, Meyn haus soll eyn bett haus heyssen, yr aber habt eyn morder gruben draus gemacht, vnd es giengen zu yhm, blinden vnd lamen ym tempel, vnd er heylet sie.
Da aber die hohen priester vnd schrifftgelerten sahen die wunder, die er thett, vnnd die kinder ym tempel schreyen, Hosianna dem son dauid, wurden sie entrustet, vnd sprachen zu yhm, Horistu auch, was dise sagen? Jhesus sprach zu yhn, ia, habt yhr nie gelesen, Psal. 8. Aus dem mund der vnmundigen vnd seuglingen, hastu lob zu gericht? vnnd er lies sie da vnd gieng zur stadt hynaus gen Bethanien, vnd bleyb da vbir nacht. [ 94] Als er aber des morgens wider ynn die stad gieng, hungert yhn, vnd er sah eynen feygen baum an dem wege vnd gieng hyntzu, vnnd fand nichts dran, denn alleyne bletter, vnd sprach zu yhm.
Nu wachse auff dyr hynfurt nymmer mehr keyn frucht, vnd der feygen baum verdurrete als bald, vnd da das die iunger sahen, verwunderten sie sich vnd sprachen, wie ist der feygen baum so bald verdurret? Jhesus aber antworttet vnd sprach, So yhr glawben habet, vnd nicht zweyffellt, so werdet yhr nit alleyn solchs mit dem feygen baum thun, sondernn so yhr werdet sagen zu disem berge, heb dich auff, vnd wirff dich yns meer, so wirts geschehen, vnd alles was yhr bittet ym gepett, glewbt yhr, so werdet yhrs empfahen.
Marci. 11 Luce. 20 Vnd als er ynn den tempel kam, tratten zu yhm, da er leret, die hohen priester vnd die Elltisten ym volck vnd sprachenn, Aus waser macht thustu das? vnd wer hatt dyr die macht geben? Jhesus aber antworttet vnd sprach zu yhn, ich will euch auch eyn wort fragen, so yhr myr das sagt, will ich euch sagen, aus waser macht ich das thu, wo her war die tauff Johannes? war sie vom hymel, adder von den menschen?
Da gedachten sie bey sich selbs, vnd sprochen, sagen wyr, [ 42] sie sey vom hymel gewesen, so wirt er zu vns sagen, warumb glawbtet yhr denn yhm nicht? sagen wyr aber, sie sey von den menschen gewesen, so furchten wyr vns fur dem volck, denn yderman hielt Johannes fur eynen propheten, vnnd sie antwortten Jhesu vnd sprachen. Wyr wissens nit, da sprach er zu yhn, so sag ich euch auch nit, aus waser macht ich das thu. Was dunckt euch aber? Es hatte eyn man tzween sone, vnnd gieng zu dem ersten, vnnd sprach, meyn son gang hyn, vnnd erbeyte heutte ynn meynem weynberge, Er antwortt aber vnd sprach, ich wills nicht thun, darnach rawet es yhn, vnd gieng hyn.
Vnd er gieng zum andernn vnd sprach gleych also, Er antworttet aber vnd sprach, Herr ia, vnd gieng nicht hyn, wilcher vntter den zween hat des vaters willen than? sie sprachen zu yhm, der erste. Jhesus sprach zu yhn, warlich ich sage euch, die tzolner vnnd hurnn werden ehe yns hymelreych komen denn yhr. Johannes kam zu euch vnnd leret euch den rechten weg vnnd yhr glawbtet yhm nicht, aber die tzollner vnnd hurn [ 96] glewbten yhm, vnnd ob yhrs wol sahet, thattet yhr dennoch nitt busse, das yhr yhm darnach auch glawbet hettet. Marci. 12 Luce. 20 Horet eyn ander gleychnis.
Es war eyn haus vatter, der pflantzt eynen weynberg, vnnd furt eynen tzaun drumb, vnnd grub eyn kellter drynnen, vnd bawet eynen turn, vnd thett yhn aus den weyngartner vnnd tzoch vbir land. Da nu erbey kam die zeytt der fruchten, sand er seyne knechte zu den weyngarttener, das sie seyne fruchte empfingen, da namen die weyngarttner seyne knechte, eynen steupten sie, den andern todten sie, den dritten steynigeten sie, Abermal, sand er ander knechte, mehr denn der ersten waren, vnd sie thetten yhn gleych also.
Darnach sand er seynen son zu yhn, vnd sprach, sie werden sich fur meynem son schewen, da aber die weyngarttner den son sahen, sprachen sie vntternander, das ist der Erbe, kompt, last vns yhn todten, vnd seyn erbgutt an vns bringen, vnd sie namen yhn, vnd stiessen yhn zum weynberge hyn aus, vnd todten yhn. Wenn nu der herr des weynbergis komen wirt was wirt er disen weyngartner thun? Sie sprachen zu yhm Er wirt die boßwicht vbel vmbringen vnd seynen weynberg aus thun andern weyngartenern, die yhm die fruchte zu rechter zeytt geben. Psal. 117. Jhesus sprach zu yhn. Habt yhr nie gelesen ynn der schrifft?
Der steyn den die bawleut verworffen haben, der ist zum ecksteyn worden, von dem herren ist es geschehen, vnd es ist wunderbarlich fur vnsern augen, darumb sage ich euch, das reych gottis wirtt von euch genommen vnd den heyden geben werden, die seyne fruchte bringen, vnd wer auff disen steyn fellet, der wirt zur schellen, auff wilchen aber er fellt (fellt) Es mus sich alles an Christo stossen, ettlich zur besserung ettlich zur ergerung., den wirt er zu mallmen. Vnd da die hohen priester vnd phariseer seyne gleychnissen horeten, vernamen sie das er von yhn redet, vnd sie trachten darnach wie sie yhn gryffen, aber sie furchten sich fur dem volck, denn es hielt yhn fur eynen propheten.
Das zwey vnd