Hebrews · Chapter 5
Luther’s September Testament (1522) · chapter 160 of 213 · about 2 min
Denn eyn iglicher hohepriester, der aus den menschen genomen wirt, der wirt gesetzt fur die menschen gegen Gott, anff das er opffere gaben vnd opffer fur die sunde, der da kunde mitleyden vbir die da vnwissend sind vnd yrren, nach dem er auch selb vmgeben ist mit schwacheyt, darumb er auch soll, gleych wie fur das volck, also auch fur sich selbs opffern fur die sunde, Vnd niemand nympt yhm selb die eehre, sondern der auch beruffen sey von Gott, gleych wie der Aaron. Also auch Christus, hat sich nit selbs herlich gemacht, das er hohe priester wurde, sondern der zu yhm gesagt hat, Du bist meyn son, heute hab ich dich Psal. 2.
Psal. 109. geporen, Wie er auch am andern ort spricht, du bist eyn priester ynn ewickeyt nach der ordnung Melchisedech, Vnd er hat am tage seynes fleyschs, gepett vnd flehen mit starckem geschrey vnnd threnen geopffert, zu dem, der yhn von dem tod kund selig machen, vnd ist auch erhoret, darumb das er Gott ynn eehren hatte, Vnd wie wol er Gottis son war, hatt er doch an dem, das er leyd, gehorsam gelernt, vnd da er ist vollendet, ist er worden, allen die yhm gehorsam sind, eyn vrsach der ewigen selickeyt, gnandt von Gott eyn hoher priester, nach der ordenung Melchisedech. [ 369] Da von wyr haben eyn grosse vnd schweer rede aus zu legen, Syntemal yhr seyt lessig worden zu horen, vnd die yhr solltet lerer seyn, der zeyt halben, bedurffet yhr widderumb, das man euch das erst schulrecht der gottlichen wortt lere, vnd seyt worden, die der milch bedurffen, vnnd nicht der starcken speyse, Denn eyn iglicher der noch milch neusset, der ist vnerfaren an dem wort der gerechtickeyt, denn er ist eyn iungs kind, den volkomenen aber gehoret starcke speyse, die durch gewonheyt, haben geubete synnen zum vnterscheyt des guten vnd des bosens. [ 356] Das