The Bible Software
The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 175

1 Peter · Chapter 2

Luther’s September Testament (1522) · chapter 175 of 213 · about 3 min

← Chapter 174Chapter 176 →

Petrus ein Apostel Jhesu Christi. Den erweleten frembdlingen hyn vnd her yn Ponto, Galatia, Capadocian, Asia vnd Bithynia, nach der versehung Gottis des vatters, ynn der heyligung des geystis, zum gehorsam vnnd zur besprengung des bluts Jhesu Christi. Gnade vnd frid mehre sich bey euch.

Gebenedeyet sey Got vnd der vater vnßers herrn Jhesu Christi, der vns nach seyner grossen barmhertzickeyt hatt widdergeporn zu eyner lebendigen hoffnung, durch die aufferstehung Jhesu Christi von den todten, auff eyn vnuergenglich vnd vnbefleckt vnd vnuerwelcklich erbe, das da behalten ist ym hymel auff euch, die yhr durch die krafft Gottis ym glawben bewaret werdet zur selickeyt, wilche bereyt ist, das sie auff deckt werde zu der letzten zeyt, ynn wilcher yhr euch frewen werdet, die yhr ytzt eyn kleyne zeyt (wo es seyn sol) traurig seyt ynn mancherley versuchung, Auff das die bewerung an ewerm glawben werde erfunden viel kostlicher, denn das vergengliche gollt, das durchs fewr bewerd wirt, zu lob, preyß vnd eehren, wenn nu offinbart wirt Jhesus Christus.

Wilchen yhr nicht gesehen vnd doch lieb habt, an wilchen yhr auch glewbt, vnd noch nicht sehet, Vmb des glawbens willen aber, werdet yhr euch frewen mit vnaussprechlicher vnd herlicher freuden, vnd das ende ewers glawbens dauon bringen, nemlich der seelen selickeyt. Nach wilcher selickeyt haben gesucht vnnd geforschet die propheten, die von der zukunfftigen gnade auff euch geweyssaget haben, vnd haben geforschet, auff wilche vnnd wilcherley zeyt deuttet der geyst Christi, der ynn yhn war, vnd zuuor betzeuget hat die leyden die ynn Christo sind, vnd die herlickeyt darnach, wilchen es offinbart ist.

Denn sie habens nicht yhn selbs, ßondern vns dar gethan, wilchs euch nu verkundiget ist, durch die, so euch das Euangelion verkundiget [ 302] haben, durch den heyligen geyst vom hymel gesand, wilchs auch die engel gelustet zuschawen. Darumb ßo begurttet die lenden ewers gemuttis, seyt nuchtern, vnnd setzt mit gantzem erwegen ewer hoffnung auff die gnade, die euch angepoten wirt, durch die offinbarung Jhesu Christi, als kinder des gehorsams, nicht gleychbertig den vorigen lusten ewer vnwissenheyt, [ 346] sondern nach dem, der euch beruffen hat vnd heylig ist, seyt auch yhr heylig ynn allem ewerm wandel, Leuit. nach dem es geschrieben steht, Yhr solt heylig seyn, denn ich byn heylig.

Vnd syntemal yhr den zum vater anruffet, der on ansehen der person richtet, nach eynes yglichen werck, so furet ewern wandel die zeyt ewer pilgerfart mit furchten, vnd wisset, das yhr nicht mit vergenglichem silber odder golt erloset seyt, von ewerm eytteln wandel ynn den veterlichen satzungen, sondern mit dem theuren blut Christi, als eynes vnschuldigen vnd vnbefleckten lambs, der zwar zuuor versehen ist fur der welt anfang, aber offinbart zu den letzten zeyten, vmb ewer willen, die yhr durch yhn glewbet an Gott, der yhn aufferweckt hat von den todten, vnd yhm die herlickeyt geben, auff das yhr glawben vnd hoffnung zu Got haben mochtet.

Vnd machet keusch ewre seelen durch den gehorsam der warheyt ym geyst, zu vngeferbeter bruderliebe, vnnd habt euch vnternander brunstig lieb aus reynem hertzen, als die da wider geporn sind, nicht aus vergenglichem, sondern aus vnuergenglichem samen, nemlich, aus dem lebendigen wortt Gottis, das da ewiglich bleybt. Jsa. 40 Nach dem, alles fleysch ist wie eyn graß, vnd alle herlickeyt des menschen, wie eyn blume des grassis, Das graß ist verdurret vnd die blume abgefallen, aber des herrn wort bleybt ynn ewickeyt. Das

← Chapter 174Chapter 176 →