1 Peter · Chapter 4
Luther’s September Testament (1522) · chapter 177 of 213 · about 3 min
. Desselben gleychen die weyber seyen vnterthan yhren mennern, auff das, das auch die, so nicht glewben an das wort, durch der weyber wandel, on wort gewunnen werden, wenn sie ansehen ewern keuschen wandel ynn der furcht, wilcher geschmuck sey nicht außwendig ym harflechten vnnd vmbhang des golltis, odder anlegung der kleyder, ßondern der verporgen mensch des hertzen ynn der vnuerruglicheyt, eynis sanfften vnnd stillen geystis, wilcher fur Got prechtlich ist.
Denn also haben sich auch vertzeyten die heyligen weyber schmucket, die yhr hoffnung auff Gott satzten, vnd yhren mennern vnterthan waren, Wie die Sara Abraham gehorsam war, Gen. 18. vnd hieß yhn, Herre, wilcher tochter yhr worden seyt, so yhr wol thut vnd euch nicht furcht fur eynigem schewsal.
Desselbigen gleychen yhr menner, wonet bey yhn mit vernunfft, [ 348] vnnd gebt dem weybischen, als dem schwechsten wercktzeug, (wercktzeug) Alle Christen sind Gots wercktzeug, Aber das weyb ist beyde am leybe vnd am mut schwecher denn der man, darumb seyn mit vernunfft zuschonen ist, das nicht vneynickeit sich erhebe, dadurch denn alle gepett verhyndert werden. seyne eehre, als auch miterben der gnad des lebens, auff das ewere gepett nicht verhyndert werden.
Endlich aber, seyt allesampt gleych gesynnet, mitleydig, bruderlich, hertzlich, freuntlich, Vergeltet nicht boßes mit boßem, nicht schelltwort mit schelltwort, sondern da gegen benedeyet, vnd wisset, das yhr datzu beruffen seyt, das yhr die benedeyung beerbet. Psal. 33. Denn wer da wil das leben lieb haben vnd gutte tage sehen, der schweyge seyne zungen, das sie nichts boses rede, vnd seyne lippen, das sie nicht triegen, Er wende sich vom bosen vnd thu guttis, Er suche fride, vnd iage yhm nach, Denn die augen des herrn sehen auff die gerechten, vnnd seyne oren auff yhr gepett, das angesicht aber des herrn sihet auff die da boßes thun.
Vnnd wer ist, der euch schaden kunde, ßo yhr dem guten nachkompt? [ 308] Selig seyt yhr, so yhr auch leydet vmb der gerechtickeyt willen, Furcht euch aber fur yhrem trotzen nicht, noch erschreckt nicht, Jsa. 8. heyliget aber Gott den herrn ynn ewern hertzen. Seyt aber alltzeyt vrbuttig zur verantworttung yderman, der grundt foddert der hoffnung, die ynn euch ist, vnd das mit sanfftmutickeyt vnd furcht, vnnd habt eyn gut gewissen, auff das die, so von euch affterreden, als von vbelthettern, zuschanden werden, das sie verhonet haben ewern guten wandel ynn Christo.
Denn es ist besser, so es der Gottis wille ist, das yhr von wolthat wegen leydet, denn von vbelthat wegen, Syntemal auch Christus eyn mal fur vnser sund gelitten hat, der gerechte fur die vngerechten, auff das er vns Gotte opfferte, vnnd ist getodtet nach dem fleysch, aber lebendig gemacht nach dem geyst.
Ynn dem selbigen ist er auch hyngangen vnnd hat prediget den geystern ym gefengnis, die vertzeytten vnglewbig waren, da man eyn mal Gen. 6. gewarttet der gottlichen langmutickeyt, zu den zeytten Noe, da man die archa zurustet, ynn wilcher wenig, das ist, acht seelen behalten wurden durchs wasser, Wilchs nu auch euch selig macht ynn der tauffe, die durch yhenis bedeut ist, Nicht das abthun des vnflats am fleysch, sondern der bund eyns guten gewissens mit Got, durch die aufferstehung Jhesu Christi, wilcher ist zur rechten Gottis, ynn den hymel gefaren, vnd sind yhm vnterthan die engele vnd die geweltigen vnd die krefften. Das