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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 18

Matthew · Chapter 19

Luther’s September Testament (1522) · chapter 18 of 213 · about 5 min

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. (yhre lampen) Die lampen on ole sind die guten werck on glawben, die mussen alle verlesschen, das olgefesß aber ist der glawb ynn dem gewissen auff gottis gnade, der thutt gutte werck die bestehen, wie aber hie das ole keyne der andern gibt, also mus eyn iglicher fur sich selb glewben. Dann wirt das hymel reych gleych seyn zehen iungfrawen die yhre lampen namen vnnd giengen aus dem breuttigam entgegen. Aber funff vnter yhn waren thoricht, vnd funffe waren klug, die thorichten namen yhre lampen, aber sie namen nicht ole mit sich, die klugen aber namen ole ynn yhren gefessen sampt yhren lampen.

Da nu der breutigam vertzog, worden sie alle schlefferig vnd entschlieffen, zu mitternacht aber wart eyn geschrey, sihe, der breuttigam kompt, gehet aus yhm entgegen. Da stunden dise iungfrawen alle auff vnd schmuckten yhre lampen, die thorichten aber sprachen zu den klugen, gebt vns von ewerem ole, denn vnsere lampen verlesschen, da antworteten die klugen vnd sprachen, nit also, auff das nit vns vnd euch geprech, gehet aber hyn, zu den kremern vnd keufft fur euch selbs.

Vnd da sie hyn giengen zu keuffen, kam der breuttgam, vnd wilche bereytt waren, giengen mit yhm hyneyn zur hochtzeyt, vnd die thur wart verschlossen, Zu letzt kamen auch die andernn iungfrawen vnd sprachen, Herr, Herr, thu vns auff. Er antwortet aber vnnd sprach, warlich, ich sage euch, ich kenne ewr nicht darumb wachet, denn yhr wisset widder den tag noch die stunde ynn wilcher des menschen son komen wirtt.

Luce. 19 Gleych wie eyn mensch der vbirland zog, ruffte seynen knechten vnd thet yhn seyne gutter eyn, vnnd eynem gab er funff centner (Centner) Dis centner sind das befolhen gottis wortt, wer das wol treybt, der hat seyn viel vnd leret viel andere, wer es lest ligen, der hat seyn wenig, denn an yhm selb ists einnerley wortt, aber es schafft durch etlich mehr denn durch andere, drumb ists, itzt funff Centner, itzt zween centner genennet., dem andern zween, dem dritten eyn, eynem ydern noch seynem vermugen vnd zoch hynweg.

Da [ 112] gieng der hyn, der funff centner entpfangen hatte, vnd handelte mit den selben, vnd gewan andere funff centner, Des gleychen auch der zween centner empfangen hatte, gewan auch zween andere, Der aber eyn empfangen hatte, gieng hynn, vnd machte eyne grub ynn die erden, vnnd verparg seynes herren gelt. Vbir eyn lange zeyt kam der herr diser knechte vnd hielt rechenschafft mit yhn, vnd da tratt ertzu, der da funff centner empfangen hatte, vnd legt dar andere [ 49] funff centner vnd sprach?

Herr, du hast myr funff centner eyn than sihe da, ich habe da mitt andere funff centner gewonnen, da sprach zu yhm seyn herr, Ey du frumer vnd trewer knecht, du bist vber wenigem trew gewesen, ich will dich vber viel setzen, gang eyn zu deynes herren freud. Do trat auch ertzu, der do zween centner empfangen hatte, vnd sprach, Herr du hast myr zween centner eynthan, sihe da, ich hab mit den selben, zween andere gewonnen, seyn herr sprach zu yhm, Ey du frumer vnd trewer knecht, du bist vber wenigem trew gewesen, ich will dich vber viel setzen, gang eyn zu deynes herrn freude.

Da tratt auch ertzu, der eyn centner entpfangen hatte, vnd sprach, Herr, ich wuste, das du eyn harter man bist, du schneyttist wo du nicht geseet hast, vnd samlest, da du nit gestrawet hast, vnd furchte mich, gieng hyn, vnd verparg deyn centner ynn die erden, sihe, da hastu das deyne. Seyn herr aber antworttet vnd sprach zu yhm, du schalck vnd fauler knecht, wustestu das ich schneytte, da ich nicht geseet habe, vnd samle, da ich nicht gestrewet habe, so solltistu meyn gellt zu den wechslern than haben, vnd wenn ich komen were, hette ich das meyne zu myr genommen mit wucher, drumb, nemet von yhm den centner, vnd gebts dem der zehen centner hat.

Matth. 13 Marci. 4 Luce. 8 Denn wer do hat, dem wirt gegeben werden, vnnd wirtt die fulle haben, wer aber nitt hat, von dem wirt auch das er hat genommen werden, vnd den vnnutzen knecht werfft ynn die eussersten finsternis, da wirt seyn heulen vnnd zeen klappen.

Wenn aber des menschen son komen wirt ynn seyner herlickeyt, vnd alle heylige engel mitt yhm, denn wirtt er sitzen auff dem stuel seyner herlickeyt, vnnd werden fur yhm versamlet werden alle volcker, vnd er wirt sie von eynander scheyden, gleych als eyn hirt die schaff von den bocken scheydet, vnd wirt die schaff zu seyner rechten stellen, vnd die bock zur lincken, [ 114] da wirt denn der konig sagen zu den zu seyner rechten, kompt her yhr gebenedeyeten meynis vatters, ererbett das reich das euch bereytt ist von anbegynn der wellt, denn ich byn hungerig gewesen, vnd yhr habt mich gespeyset, ich byn durstig gewesen, vnd yhr habt mich getrenckt, ich byn eyn gast gewesen, vnnd yhr habt mich beherberget, ich byn nacket gewesen, vnnd yhr habt mich bekleydett, ich byn kranck gewesen, vnd yhr habt mich besuchet, ich byn gefangen gewesen, vnd yhr seyd zu myr komen.

Dann werden yhm die gerechten antwortten vnd sagen, Herr, wenn haben wir dich hungerig gesehen vnnd haben dich gespeysset? odder durstig, vnd haben dich getrenckt? wenn haben wyr dich eynen gast gesehen, vnd beherberget? odder nacket, vnd haben dich bekleydet? wenn haben wyr dich kranck adder gefangen gesehen, vnd sind zu dyr komen? vnnd der konig wirt antwortten vnd sagen zu yhn, warlich ich sage euch, was yhr than habet eynem vnter disen meynen geringsten brudern, das habt yhr myr than.

Dann wirt er sagen zu den zur lincken, geht hynn von myr yhr vermaledeyten, ynn das ewige fewr, das bereytt ist dem tewffel vnd seynen engelen, ich byn hungerig gewesen, vnd yhr habt mich nicht gespeyset, ich byn durstig gewesen, vnd yhr habt mich nicht getrenckt, [ 50] ich byn eyn gast gewesen, vnd yhr habt mich nit beherberget, ich bynn nacket gewesen vnd yhr habt mich nit bekleydet, ich byn kranck vnd gefangen gewesen, vnnd yhr habt mich nit besucht. Da werden sie auch yhm antwortten vnd sagen.

Herre, wenn haben wyr dich gesehen, hungerig, odder durstig, odder eynen gast, odder nackt, odder kranck, odder gefangen, vnd haben dyr nicht gedienet? dann wirt er yhn antworten vnnd sagen, warlich ich sage euch, was yhr nitt than habt eynem vnter disen geringsten, das habt yhr auch myr nit than, vnnd sie werden ynn die ewigen peyn gehen, aber die gerechten ynn das ewige leben. Das Sechs vnd

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