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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 17

Matthew · Chapter 18

Luther’s September Testament (1522) · chapter 17 of 213 · about 11 min

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. Da redte Jhesus zu dem volck vnnd zu seynen iungern vnnd sprach, (auff Moses.) wenn man anders vnd mehr denn Moses gesetz leret, so sitzt man nicht auff Moses stuel, darumb verwirfft er auch her nach yhre burden vnnd menschen lere. Auff Moses stuel haben sich gesetzt die schrifftgelerten vnd phariseer, alles nu was sie euch sagen, das yhr halten sollet, das haltet, vnd thuets, aber nach yhren wercken, solt yhr nicht thun, sie sagens woll, vnd thuns nit.

Denn sie binden schwere vnnd vntregliche burden, vnnd legen sie den menschen auff den hals, aber sie wollen die selben nit mit eynem finger regen, Alle yhre werck aber thun sie, das sie von den leutten gesehen werden, sie machen breytte dencktzedell, vnd grosse sewm an yhren kleydern, [ 102] sie sitzen gern oben an, vber tisch, vnd ynn den schulen, vnd habens gern, das sie grusset werden auff dem marckt, vnd von den menschen Rabi genant werden. Aber yhr sollt euch nitt Rabbi nennen lassen. Denn eyner ist ewr meyster Christus, yhr aber seyd alle brudere. Vnd sollt niemant vater heyssen auff erden, denn eyner ist ewr vater, der ym hymel ist.

Vnd yhr solt euch nitt lassen meyster nennen, denn eyner ist ewr meyster [ 45] Christus. Der grossist vnter euch, soll ewer diener seyn, denn wer sich selb erhohet der wirtt ernydriget, vnd wer sich selb ernyddert, der wirtt erhohet. (schliesset) dise schlussel sind die gewalt zuleren das hymel reych, das lereten sie nit, sondern mit menschen leren hinderten sie, die da gern die recht lere gehort hetten. Weh euch schrifftgelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr das hymelreych zu schlisset fur den menschen, yhr kompt nicht hynneyn, vnd die hyneyn wollen, last yhr nit hyneyn gehen.

Weh euch schrifftgelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr der wittwen heuser fresset, vnd wendet fur lange gepett, darumb werdet yhr deste mehr verdamnis empfahen. Weh euch schrifft gelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr land vnd wasser vmbzihet, das yhr eynen iudgenossen machet, vnd wenn ers worden ist, macht yhr aus yhm eyn kind der hellen, zweyfaltig mehr denn yhr seyd. Weh euch verblendte leytter, die yhr saget, wer do schweret bey dem tempel, das ist nichts, wer aber schweret bey dem gollt am tempel, der ist schuldig. Jhr narren vnnd blinden, was ist grosser? das gollt odder der tempel, der das gollt heyliget?

Vnd wer do schweret bey dem alltar, das ist nichts, wer aber schweret bey dem opffer das droben ist, der ist schuldig. Jhr narren vnd blinden, was ist grosser? das opffer odder der alltar der das opffer heyliget? darumb, wer do schweret bey dem alltar, der schweret bey dem selben vnnd bey allem das droben ist, vnnd wer do schweret bey dem tempel, der schweret bey dem selben, vnd bey dem der drynnen wonet, vnd wer do schweret bey dem hymel, der schweret bey dem stuel gottis vnnd bey dem der darauff sitzet.

Luce. 11 Weh euch schrifftgelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr verzehendet die myntz, anys vnd kymel, vnd lasset dahynden das schwerist ym gesetz, nemlich, das gericht, die barmhertzickeyt, vnd den glawben, ditz sollt man thun, vnnd ihenis nit nachlassen, (seyget) das ist, yhr macht enge gewissen ynn geringen stucken vnd achtet nicht der grossen stuck. yhr verblendte leytter, die yhr mucken seyget, vnd kameel verschluckt. [ 104] Weh euch schrifftgelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr reyniget das auswendige am becher vnnd schussell, ynnewendig aber seyt yhr vol rawbis vnd vnreynes, du blinder phariseer, reynige zum ersten das ynnwendige am becher vnnd schusselln, auff das auch das außwendige reyn werde.

Luce. 11 Weh euch schrifftgelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr gleych seyt, wie die vbirtunchte greber, wilche auswendig hubsch scheynen, aber ynnewendig sind sie voller todten beyn vnd alles vnflatts. Also auch yhr, von aussen scheynet yhr fur den menschen frum, aber ynnwendig seyt yhr voller heucheley vnd vntugent. Wehe euch schrifftgelerten vnd phariseer, yhr heuchler, die yhr der propheten greber bawet, vnd schmuckt der gerechten greber, vnd sprecht, weren wir zu vnser vetter zeyten gewesen, so wolten wyr nit teylhafftig [ 46] seyn mitt yhn, ann der propheten blut, so gebt yhr tzwar vbir euch selbs tzeugnis, das yhr kinder seyt, der, die die propheten todtet haben?

Wolan, erfullet auch yhr das maß ewer vetter, yhr schlangen, yhr ottern getzichte, wie wolt yhr entrynnen der hellischen verdamnis. Luce 11 Darumb, sihe, ich sende zu euch propheten vnnd weysen vnnd schrifftgelerten, vnd der selbigen werdet yhr ettliche todten, vnd creutzigen, vnd ettlich werdet yhr geysselln ynn ewern schulen, vnd werdet sie verfolgen von eyner stat, zur andern, auff das auff euch kome alle das gerechte blutt, Diser Barachias hatt zween namen.

Denn. 2 Para. 24. wirt er Joiada genent, wie denn der brauch ist zweyer namen ynn der schrifft vnd allenthalben. 2 Para. 24. das vergossen ist auff erden, von dem blute an Abels des gerechten, bis auffs blutt Zacharias des sons Barachie wilchen yhr todtet habet zwisschen dem tempel vnnd altar Warlich, ich sage euch, das solchs alles wirtt komen auff ditz geschlecht.

Jherusalem, Jherusalem, die du todtist die propheten vnd steynigst die zu dyr gesand sind, wie offt habe ich wollen deyne kinder versamlen, wie eyn henne versamlet yhre kuchlin vnter yhre flugel, vnnd yhr habt nicht gewolt? sihe, ewr haus soll euch wust gelassen werden, denn ich sage euch, yhr werdet mich von itzt an nit sehen, bis yhr sprecht, gebenedeyet sey, der do kompt ym namen des herren. (bis yhr sprecht) das geschicht noch teglich wenn sich die iuden bekeren, vnd ist nicht zuuerstehen, das sie yhn heufflich allesampt widdervmb werden auff nemen leyplich. [ 106] Das vier vnnd zwentzigist Capitel.

Marci. 13 Luce. 21 Unnd Jhesus gyeng hynweg von dem tempel vnd seyne iunger tratten zu yhm, das sie yhm tzeygeten des tempels gepew, 2 Jhesus aber sprach zu yhn, sehet yhr nicht das alles? warlich ich sage euch.

Es wirt hie nit eyn steyn auff dem andern bleyben, der nitt zu brochen werde. 3 Vnd als er auff dem oleberge sas, tratten zu yhm seyne iunger besunders, vnnd sprachen, sage vns, wenn wirtt das alles geschehen? vnd wilchs wirt das tzeychen seyn deyner zukunfft vnd der welt ende? 4 Jhesus aber antworttet vnnd sprach zu yhn, sehet zu, das euch nicht yemant verfure, 5 denn es werden viel komen vnter meynem namen vnd sagen, ich byn Christus, vnd werden viel verfurenn. 6 Yhr werdet horen kriege vnd geschrey von kriegen, sehet zu, vnd erschreckt nit, das mus zum ersten geschehen, aber es ist noch nit das ende da, 7 denn es wirt sich emporen eyn volck vbir das ander, vnd eyn konig reych vbir das ander, vnd werden seyn pestilentz vnd thewr tzeytt vnd erdbeben hyn vnd wider, 8 da wirt sich aller erst die nodt anheben. 9 Als dann werden sie euch vbir antwortten yn trubsall, vnd werden euch todten, vnd yhr musset gehasset werden vmb meynes namens willen von yderman. 10 Denn werden sich viel ergern, vnd werden sich vnternander verrhaten, vnd werden sich vnternander hassen, 11 vnd es werden sich viel falscher propheten erheben, vnd werden viel verfuren, 12 vnd dieweyl die vngerechtickeyt wirt vbirhand nehmen, wirt die liebe ynn vielen erkalten. 13 Wer aber beharret bis ans ende, der wirt selig. 14 Vnd es wirt predigt werden das Euangelium vom reych ynn der gantzen welt, zu eynem zeugnis vbir alle volcker, vnd denn wirt das ende komen. [ 47] Daniel. 9. (grewel) Diser grewel fur got mus ein schon euserlich anschen der heylickeyt fur der wellt haben, da mitt die recht heylickeyt verwustet wirt, wie des Bapsts regiment vnnd vor zeytten der iuden vnd heyden abgotterey waren. (ym wynter) Das ist auff eyns sprichworts weys gered, also viel gesagt, sehet das yhr zu rechter zeyt fliehet, denn ym winter ist nit gutt wandelln, vnd des sabats war es den iuden verpotten. (sihe hie ist) Da sind die secten vnd orden die eyn gutt leben an euserlichen dingen odder mit wercken suchen, senderlich sind itzt dise kamern, alle geystliche kloster das fellt aber, walifarten vnd stiffte. (wo eyn aß ist) Das ist eyn sprichwortt, vnnd will sagen so viel, wyr werden vns woll zu samen finden, wo ich byn werdet yhr auch seyn, gleych wie Aß vnd Adler sich woll tzusamen finden, vnd darff keyn ort sonderlich antzeygen. 15 Wenn yhr nu sehen werdet den wusten grewel (dauon gesagt ist durch den propheten Daniel) das er steht an der heyligen steet (wer das lieset, der merck drauff) 16 Als dann fliehe auff die berge wer ym iudischen land ist, 17 vnd wer auff dem dach ist, der steyg nitt er nydder etwas aus seynem hause zu holen, 18 vnd wer auff dem felld ist, der kere nit vmb seyne kleyder zu holenn. 19 Weh aber den schwangern vnnd seugernn zu der zeyt. 20 Bittet aber, das ewre flucht nit geschehe ym wintter odder am sabbath, 21 denn es wirt dann eyn gros trubsal seyn als nit gewesen ist vom anfang [ 108] der wellt bis her, vnd als auch nicht werden wirt, 22 vnd wo dise tage nit worden verkurtzt, so wurde keyn mensch selig, aber vmb der auserwelten willen, werden die tag verkurtzt. 23 So dann yemant zu euch wirtt sagen, sihe hie ist Christus, odder da, so sollt yhrs nicht glewben, 24 denn es werden falsche Christi, vnd falsche propheten auff stehen, vnd grosse tzeychen vnd wunder thun das verfuret werden, yhn den yrthum (wo es muglich were) auch die auserweleten.

Marci. 13 Luce. 17 25 Sihe, ich habs euch zuuor gesagt, 26 darumb, wenn sie zu euch sagen werden, Sihe, Er ist ynn der wusten, so geht nitt hynnaus, Sihe, er ist ynn der kamer, so glewbt nicht, 27 denn gleych wie der blix aus gehet vom auffgang vnnd scheynet bis zum nydder gang, also wirt auch seyn, die tzukunfft des menschen sons, 28 wo aber eyn aß ist, da samlen sich die Adeler. 29 Bald aber nach dem trubsall der selbigen tzeyt, werden sonn vnd mond den scheyn vorlieren, vnnd die sternn werden vom hymel fallen, vnd die krefft der hymel werden sich bewegen, 30 vnd denn wirt erscheynen das zeychen des menschen sons ym hymel, vnnd denn werden heulen alle geschlecht auff erden, vnd werden sehen komen des menschen son ynn den wolcken des hymels, mitt grosser krafft vnnd herlickeyt, 31 vnnd er wirt senden seyne Engele mit hellen pasaunen, vnd sie werden samlen seyne außerwelten von den vier winden, von eynem ende des hymels zu dem andern.

Marci. 13 Luce. 21 32 An dem feygen bawm lernet eyn gleychnis, wenn seyn tzweyg itzt safftig wirt, vnnd bletter gewynnet, so wisset yhr, das der sommer nahe ist. 33 Also auch, wenn yhr das alles sehet, so wisset, das es nah fur der thur ist, 34 warlich ich sage euch, ditz geschlecht wirt nicht ab gehen, bis das alles geschicht. 35 Hymel vnd erden werden zurgehen, aber meyne wortt werden nitt vergehen. 36 Von dem tage aber vnd von der stunde weys niemant, auch die Engell nicht ym hymel, sondern alleyn meyn vater.

Luce. 17 37 Gleych aber wie es zu der zeyt Noe war, also wirt auch seyn die zukunfft des menschen son, 38 denn gleych wie sie waren ynn den tagen fur der sindflut, sie assen, sie truncken, freyten vnd liesen sich freyen, bis an den tag, da Noe zur archen eyngieng, Gene. 7. 39 vnd sie wustens nicht bis die sindflut kam, vnd nam sie alle dahyn. Also wirt auch seyn die zukunfft des menschen sons, denne werden zween auff dem felde seyn, eyner wirtt angenomen, vnnd der ander wyrt verlassen werden, zwo werden malen auff der mul, eyne wirt angenommen, vnnd die ander wirtt verlassen werdenn. [ 48] Marci. 13 Luce. 12 Darumb wachet, denn yhr wisset nit, wilche stund ewer herr komen wirt.

Das solt yhr aber wissen, wenn eyn haußuater wyste, wilche stund [ 110] der dieb komen wollt, so wurde er ia wachen vnd seyn haus nit durch graben lassen. Darumb seyt yhr auch bereyt, denn des menschen son wirt komen zu eyner stund da yhr nitt meynet. Wilcher ist aber nu eyn trewer vnd kluger knecht, den seyn herr gesetzt hatt vber seyn gesind, das er yhn speys gebe zu rechter zeyt? Selig ist der knecht wenn seyn herr kompt vnd findet yhn, das er also thutt, warlich ich sage euch, er wirt yhn vbir all seyne guter setzen.

So aber der bose knecht wirt ynn seynem hertzen sagen, meyn herr kompt noch lange nicht, vnd fehet an zu schlagen seyne mit knecht, isset vnd trincket mitt den trunckenen, so wirt der herr des selben knechts komen, an dem tag des er sich nit versihet, vnd zu der stund die er nicht weys, vnd wirt yhn zu scheyttern, vnnd wirt yhm seyn lohn geben mitt den heuchlern, da wirt seyn heulen vnd zeen klappen. Das funff vnd

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