Revelation · Chapter 7
Luther’s September Testament (1522) · chapter 197 of 213 · about 2 min
Vnd ich sahe, da das lamb der siegel eyns auff that, Vnd ich horet der vier thierer eynis sagen, als mit eyner donner stym, kum vnd sihe zu, vnd ich sahe, vnnd sihe, Eyn weys pferd, vnd der drauff saß, hatte eynen bogen, vnd yhm wart geben eyne krone, vnd er gieng aus zu vberwinden. Vnnd da es das ander siegel auffthett, horet ich das ander thier sagen, kum vnd sihe zu, Vnd es gieng aus eyn ander pferd, das war rodt, vnnd dem der drauff saß, wart geben den fride zu nemen von der erden, vnd das sie sich vnternander erwurgten, vnd yhm wart eyn gros schwerd geben.
Vnd da es das dritte siegel auffthet, horet ich das dritte thier sagen, kum vnd sihe zu, vnd ich sahe, Vnd sihe, eyn schwartz pferd, vnd der drauff saß, hatt eyne wage ynn seyner hand, vnnd ich horet eyn stym mitten vnter den vier thieren, sagen, Eyn mas weytzen vmb eynen pfennig, vnd drey mas gersten vmb eynen pfennig, vnd dem ole vnd weyn thu keyn leyd.
Vnnd da es das vierde siegel auffthet, horet ich die stymm des vierden thieris sagen, kum vnd sihe zu, Vnnd sihe, eyn falb pfert, vnnd der drauff [ 436] saß, des name hies der todt, vnnd die helle folgete yhm nach, vnd yhm wart macht geben zu todten, auff den vier ortten der erden, mit dem schwerd, vnd hunger, vnd mit dem todt von den thieren auff erden. [ 401] [IV.] Vnnd da es das funfft siegel auffthet, sahe ich vnter dem altar die seelen dere, die erwurget waren vmb des wortt Gottis willen, vnd vmb des zeugnis willen das sie hatten, vnnd sie schryen mitt lautter stym, vnd sprachen, Herr du heyliger vnd warhafftiger, wie lange richtistu vnd rechist nicht vnser blutt, an denen, die auff der erden wonen? vnd yhn wurden geben, eyner iglichen eyn weys wadt, vnd ward zu yhn gesagt, das sie rugeten noch eyn kleyne zeyt, bis das erfullet wurden yhre mitknecht vnnd bruder, die auch sollen noch ertodtet werden, gleych wie sie. [ 403] [V.] Vnnd ich sahe, das es das sechste siegel auffthet, vnnd sihe, da ward eyn grosse erd beben, vnd die sonne ward schwartz wie eyn harin sack, vnd der mond ward wie blutt, vnd die stern des hymels fielen auff die erden, gleych wie eyn feygen bawm seyne feygen abwirfft, wenn er von grossem wind bewegt wirt, vnd der hymel entweych wie eyn eyngewickellt buch, vnd alle berge vnnd Jnsulen wurden bewegt aus yhren ortten, vnd die konige auff erden vnd die vbirsten vnd die reichen vnd die hewbtleutt vnd die geweldigen vnd alle knechte vnd alle freyen, verporgen sich ynn den klufften, vnd felsen an den bergen, vnd sprachen zu den bergen vnd felsen, fallet auff vns, vnd verperget vns fur dem angesicht des, der auff dem stuel sitzt, vnd fur dem zorn des lambs, denn es ist komen der grosse tag seynes zorns, vnd wer kan bestehen? [ 405] Das