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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 205

Revelation · Chapter 15

Luther’s September Testament (1522) · chapter 205 of 213 · about 3 min

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Vnnd ich sahe da eyn lamb stehend auff dem berge Zion vnd mit yhm hundert vnd vier vnd viertzig tausent, die hatten den namen seynes vatters geschriben an yhrer styrn, vnd horet eyne stym vom hymel, als eyns grossen wassers, vnd wie eyn stymme eyns grossen donners, vnd die stym [ 454] die ich horet, war als der harffen spieler die auff yhren harffen spielen, vnd singen wie eyn new lied, fur dem stuel vnd fur den vier thieren vnd den Elltisten, Vnd niemand kund das lied lernen, on die hundert vnd vier vnd viertzig tausent die erkaufft sind von der erden, Dise sinds, die mit weyben nicht besuddellt sind, denn sie sind iungfrawen, vnd folgen dem lamb nach, wo es hyn gehet, Diße sind erkaufft aus den menschen zu erstlingen Gott vnd dem lamb, vnd ynn yhrem mund ist keyn falschs funden, denn sie sind vnstrefflich fur dem stuel Gottis.

Vnd ich sahe eynen Engel fliegen mitten durch den hymel, der hatte eyn ewig Euangelion, zu verkundigen denen, die auff erden sitzen vnd wonen vnd allen heyden vnd geschlechten vnd zungen vnd volckern, vnd sprach mit lauter stym, furchtet Gott vnd gebt yhm den preys, denn seynes gerichts stund ist komen, vnd bettet an, den, der gemacht hatt hymel vnd erden vnd meer vnd die wasser brunne, Vnd eyn ander Engel folget nach, der sprach, sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die grosse stad, denn sie hatt mit dem weyn yhrer hurerey getrenckt alle heyden. [ 422] Vnd der dritte Engel folgete disen nach, vnnd sprach mit lautter stym, so ymand das thier anbetet vnd seyn bylde, vnd nympt das maltzeychen an seyne styrn odder an seyne hand, der wirt von dem weyn des zorn Gottis trincken, der eyngeschenckt vnnd lautter ist ynn seynes zorns kilch, vnnd wirt gequellet werden mit fewr vnnd schwefel fur den heyligen Engelln vnd fur dem lamb, Vnd der rauch yhrer quall wirt auff steygen von ewigkeyt zu ewigkeyt, vnd sie haben keyne ruge tage vnd nacht, die das thier haben anbetet vnnd seyn bilde, vnnd so yemand hatt seyn maltzeychen angenomen, Hie ist gedullt der heyligen, Hie sind die da hallten die gepott Gottis vnd den glawben an Jhesu.

Vnd ich horet eyne stym vom hymel zu myr sagen, schreybe, Selig sind die todten, die ynn dem hern sterben von nu an, Ja, der geyst spricht, das sie rugen von yhrer erbeyt, denn yhre werck volgen yhn nach, ( Vnd ich [XV.] sahe, vnd sihe, eyne weysse wolcke, vnnd auff der wolcken sitzen eynen, der gleych war eyns menschen son, der hatte eyn guldene kron auff seynem heubt, vnd ynn seyner hand eyn scharffe sichel, Vnd eyn ander Engel gieng aus dem tempel, der schrey mit lautter stym zu dem, der auff der wolcken saß, schlag an mit deyner sicheln vnd erndte, denn die stund zu erndten ist komen, denn die erndte der erden ist durre worden, vnnd der auff der wolcken sasß, schlug an mit seyner sicheln an die erde vnd die erde, ward geerndtet. [ 456] Vnd eyn ander Engel gieng aus dem tempel ym hymel, der hatte auch eyne scharpffe sichel, vnd eyn ander engel gieng aus dem Altar, der hatte macht vber das fewr, vnd rieff mit grossem geschrey zu dem der die scharpffe sichel hatte vnd sprach, schlag an mit deyner scharpffen sichel, vnd schneytte die reben auff erden, denn yhre drawben sind reyff, vnd der engel schlug an mitt seyner sichel an die erden, vnd schneyt den weynberg der erden, vnnd warff sie ynn die grosse kellter des zorn Gottis, vnd die kellter ward auser der stad gekelltert, vnnd das blutt gieng von der kellter, bis an die zewme der pferd, durch tausent sechshundert fellt wegs. [ 424] Das

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