Mark · Chapter 3
Luther’s September Testament (1522) · chapter 23 of 213 · about 4 min
Unnd er gieng vbir ettlich tag widderumb gen Capernaum, vnd es wartt ruchtbar, das er ym hauße war, vnd als bald versameleten sich viel, also das sie nicht raum hatten, auch haussen fur der thur, vnd er sagt yhn das wortt, vnnd es kamen ettlich zu yhm, die brachten eynen gichbruchtigen, von vieren getragen, vnd da sie nicht kundten bey yhn komen fur dem volck, deckten sie das dach auff, da er war, vnnd grubens auff, vnnd liessen das bette ernydder, da der gichbruchtige ynnen lag, da aber Jhesus yhren [ 140] glawben sahe, sprach er zu dem gichbruchtigen, meyn son, deyne sund sind dyr vergebenn.
Es waren aber ettliche schrifftgelerten, die sassen alda, vnd gedachten yhn yhrem hertzen, wie redet diser solche gots lesterung? wer kan sund vergeben, denn nur der eynige gott?
Vnnd Jhesus erkennet bald ynn seynem geyst, das sie also gedachten bey sich selbs, vnd sprach zu yhnen, was gedenckt yhr solchs ynn ewren hertzen? wilchs ist leychter zu dem gichbruchtigen zu sagen, dyr sind deyn sund vergeben? odder, stand auff, nym deyn bette vnd wandele? auff das yhr aber wisset, das des menschen son macht hatt, zuuergeben die sund auff erden, sprach er zu dem gichbruchtigen, ich sage dyr, stand auff, nym deyn bette, vnd gang ynn deyn haus, vnd als bald stund er auff, nam seyn bette, vnd gieng hynaus fur yhn allen, also, das sie sich alle entsatzten vnd preyseten gott, vnd sprachen, wyr haben solchs noch nie gesehen.
Matth. 9 Luce. 5 Vnd er gieng widderumb hynnaus an das meer, vnd alles volck kam zu yhm, vnd er leret sie, vnd da Jhesus fur vber gieng, sahe er Leui den son Alphei am zoll sitzen, vnd sprach zu yhm, folge myr nach, vnd er stund auff, vnd folgete yhm nach, vnd es begab sich, da er zu tisch saß ynn seynem haus, satzten sich viel zollner vnnd sundere zu tisch mitt Jhesu vnd seynen iungernn, denn yhr war viel, die yhm nachfolgeten. Vnd die schrifftgelerten vnd phariseer, da sie sahen, das er mit den zollnern vnnd sundern asß, sprachen sie zu seynen iungern, warumb isset vnd trinckt er mit den zolnernn vnd sundern?
Da das Jhesus horet, sprach er zu yhnen, die starcken durffen keyns artztes, sondernn die krancken, ich byn komen zu ruffen den sundern zur busse, vnnd nicht den gerechten. Vnd die iunger Johannis vnd der phariseer fasteten viel, vnd es kamen ettlich, die sprachen zu yhm, Warumb fasten die iunger Johannis vnd der phariseer, vnd deyne iunger fasten nicht? Vnd Jhesus sprach zu yhn, wie kunden der hochtzeyt kynder fasten, die weyl der breuttigam bey yhn ist?
Also lange der breuttigam bey yhn ist, kunden sie nicht fasten, es wirt aber die zeyt komen, das der breutgam von yhn genommen wirtt, denn werden sie fasten. [ 60] Niemant flickt eyn lappen von newem tuch an eyn allt kleyd, denn er reysst doch den newen lappen vom allten, vnnd der rysß wirtt erger, vnnd niemant fasset den most, ynn allte schleuche, anders, zureysst der most die schleuche, vnnd der weyn wirt verschuttet, vnnd die schleuche komen vmb, sondern man soll den most ynn newe schleuch fassen.
Matth. 12 Luce. 6 [ 142] Vnnd es begab sich, da er wandelte am sabbath durch die saet, vnnd seyne iunger fiengen an eynen weg er durch zu machen, vnnd raufften ehern aus, vnnd die phariseer sprachen zu yhm, sihe zu, was thun deyne iunger, das nicht taug am Sabbath, vnd er sprach zu yhn, Habt yhr nie gelesen, was Dauid thett, 1 Regn. 21 Abiathar ist Abimelech son, darumb saget die schrifft es sey vnter Abimelech geschehen das sie zu eyner zeyt priester waren. (schawbrott) Das heyst hebreysch panis facierum brott das ymer fur augen seyn soll, wie das gottis wortt ymer fur vnserm hertzen tag vnd nacht seyn sol.
Psal. 22 parasti in conspectu meo mensam. da es yhm nott war, vnnd yhn hungert sampt denen, die bey yhm waren, wie er gieng ynn das haus gottis, zur tzeytt Abiathar des hohen priesters, vnnd asß die schaw brott, die niemant thurst essen, denn die priester, vnd er gab sie yhm, vnd denen die bey yhm waren? vnnd er sprach zu yhn, der sabbath, ist vmb des menschen willen gemacht, vnnd nicht der mensch vmb des Sabbaths willen, so ist des menschen son eyn herre, auch des Sabbaths. Das