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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 29

Mark · Chapter 9

Luther’s September Testament (1522) · chapter 29 of 213 · about 6 min

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et 6 Aber von anfang der Creatur, hat sie gott geschaffen, eyn menlin vnd frewlin, 7 darumb wirtt der mensch lassen seynen vater vnd mutter, vnd wirt seynem weybe anhangen, 8 vnd werden seyn die zwey eyn fleysch, So sind sie nu nicht zwey, sondern eyn fleysch, 9 was denn gott zu samen fuget hat, soll der mensch nicht scheyden. 10 Vnd da heym, fragten yhn aber mal seyne iunger vmb das selbige, 11 vnd er sprach zu yhn, wer sich scheydet von seynem weybe, vnd freyhet eyn andere, der bricht die ehe an yhr, 12 vnd so sich eyn weyb scheydet von yhrem man, vnd freyet eynen andern, die bricht yhr ehe.

Matth. 19 Luce. 18 [ 176] 13 Vnd sie brachten kindlin zu yhm, das er sie anruret, die iunger aber furen die an, die sie trugen, 14 da es aber Jhesus sahe, wart er vnwillig, vnd sprach zu yhnen, lasset die kindlin zu myr komen, vnd weret yhn nicht, denn solcher ist das reych gotis, 15 warlich ich sage euch, wer nicht empfehet das reych gottis, als eyn kindlin, der wirtt nicht hyneyn komen, 16 vnd er vmbfieng sie, vnd leget die hend auff sie, vnd segnet sie. Matth. 19 Luce. 18 17 Vnd da er hynaus gangen war auff den weg, lieff eyner forne fur, knyet fur yhn, vnnd fraget yhn, Gutter meyster, was soll ich thun, [ 74] das ich das leben ererbe, 18 Aber Jhesus sprach zu yhm, was heyssistu mich gut?

Niemant ist gut, denn alleyn der eynige Gott. Exo. 22. 19 Du weysßist yhe die gepott woll, du sollt nicht ehebrechen, du sollt nit todten, du sollt nicht stelen, du sollt nicht falsch zeugnis reden, du sollt niemant teuschen, Ehere deyn vater vnd muter 20 Er antwortet aber vnd sprach zu yhm, Meyster, das habe ich alles gehalten, von meyner iugent auff, 21 vnd Jhesus sahe yhn an, vnd er liebet yhn, vnd sprach zu yhm, Eynes feylet dyr, gang hyn, verkeuff alles was du hast, vnnd gibs den armen, so wirstu eynen schatz ym hymel haben, vnd kum, folge myr nach, vnd nym das creutz auff dich, 22 vnd er wart vnmutts vber der rede, vnd gieng traurig daruon, denn er hatte viel guter.

Matth. 19 Luce. 18 23 Vnnd Jhesus sahe vmb sich, vnnd sprach zu seynen iungern, wie schwerlich, werden die reychen ynn das reych Gottis komen, 24 die iungern aber entsatzten sich vber seyner rede, Aber Jhesus antworttet widderumb vnnd sprach zu yhn, lieben kynder, wie schwerlich ists, das die, so yhr vertrawen auff reychtumb setzen yns reych gottis komen, 25 Es ist leychter, das eyn Camel durch eyn nadel ore gehe, denn das eyn reycher yns reych Gottis kome. 26 Sie entsatzten sich aber noch viel mehr, vnnd sprachen vnternander, wer kan denn selig werden? 27 Jhesus aber sahe sie an, vnd sprach, Bey den menschen ists vnmuglich, aber nicht bey Gott, denn alle ding sind muglich bey Gott.

Matth. 19 Luce. 18 28 Da sagt Petrus zu yhm, sihe, wyr haben alles verlassen, vnnd sind dyr nachgefolget, 29 Jhesus antwort vnnd sprach, warlich ich sage euch, Es ist niemant, so er verlest, haus, oder bruder, oder schwester, odder vater, odder mutter, odder weyb, odder kinder, odder ecker, vmb meynen willen vnnd vmb des Euangeli willen, (verfolgung) wer glewbt, der mus verfolgung leyden, vnd alles dran setzen, dennoch hatt er gnug, wo er hyn kompt findet der vatter, mutter, bruder guter etc. mehr denn er yhe verlassen kund. 30 der nit hundertfeltig empfahe itzt ynn diser tzeyt, heuser vnnd bruder vnnd schwester vnd muter vnd kinder vnnd ecker, mit verfolgungen, vnnd ynn der zukunfftigen welt das ewige leben. 31 Viel aber werden die letzten seyn die die ersten sind, vnd die ersten seyn, die die letzten sind. 32 Sie [ 178] waren aber auff dem wege, vnd giengen hyn auff gen Jerusalem, vnd Jhesus gieng fur yhnen, vnnd sie entsatzten sich, folgeten yhm nach, vnd furchten sich.

Matth. 20 Luce. 18 Vnnd Jhesus nam aber mal zu sich die zwelffe, vnnd saget yhn, was yhm widder faren wurde, 33 Sehet, wyr gehen hynauff gen Jerusalem, vnd des menschen son wirt vberantworttet den hohen priestern vnnd schrifftgelerten, vnd sie werden yhn verdamnen zum tode vnnd vbirantworten den heyden, 34 vnnd die werden yhn verspotten, vnnd geysselln, vnnd verspeyhen, vnnd todten, vnnd am dritten tage wirt er aufferstehen.

Matth. 20 35 Da giengen zu yhm Jacobus vnnd Johannes die sone Zebedei, vnd sprachen, Meyster, wyr wollen, das du vns thuest, was wyr dich [ 75] bitten werden, 36 Er sprach zu yhn, was wollt yhr, das ich euch thu? 37 sie sprachen zu yhm, gib vns, das wyr sitzen, eyner zu deyner rechten, vnd eyner zu deyner lincken ynn deyner herlickeyt, 38 Jhesus aber sprach zu yhn, yhr wisset nit was yhr bittet, Kund yhr den kilch trincken, den ich trincke, vnd euch teuffen lassen, mit der tauffe, da ich mit tauffet werde? 39 Sie sprachen zu yhm, ia wyr kunden es wol, Jhesus aber sprach zu yhn, zwar, yhr werdet den kilch trincken, den ich trincke, vnd tauffet werden mit der tauffe, da ich mit tauffet werde, 40 zu sitzen aber zu meyner rechten vnd zu meyner lincken, ist nicht meyner macht euch zu geben, sondern den es bereyttet ist. 41 Vnd da das die zehen horeten, wurden sie vnwillig vber Jacoben vnnd Johannen, 42 Aber Jhesus rieff yhn vnnd sprach zu yhnen, yhr wisset, das vnter den heyden, die so fur herrn gehalten seyn wollen, die hirschen, vnd die mechtigen vnter yhn, faren mit gewalt, 43 Aber also soll es vnter euch nit seyn, sondernn wilcher will gros werden vnter euch, der soll ewr diener seyn, 44 vnd wilcher vnter euch wil der furnemist werden, der soll aller knecht seyn, 45 denn auch des menschen son ist nit komen, das er yhm dienen lasse, sondern das er diene, vnd gebe seyn leben zur betzalung fur viele.

Matth. 20 Luce. 18 46 Vnd sie kamen gen Jericho, vnd da er von Jericho gieng, er vnd seyne iunger vnd eyn groß volck, do saß eyn blinder Bartimeus Timei son am wege, vnd bettelt, 47 vnd da er horet, das es Jhesus von Nazareth war, fieng er an zu schreyen, vnd sagen, Jhesu, du son Dauid, erbarm dich meyn, 48 vnd viel bedraweten yhn, er solt still schweigen, Er aber schrey viel mer, du son Dauid erbarm dich meyn, 49 vnd Jhesus stund still, vnd lies yhm ruffen, vnd sie rieffen dem blinden, vnd sprachen zu yhm, Sey getrost, stand auff, er [ 180] ruffet dyr, 50 vnd er warff seyn kleyd von sich, stund auff, vnnd kam zu Jhesu, 51 vnd Jhesus antwort vnd sprach zu yhm, was wiltu, das ich dyr thun soll?

Der blinde sprach zu yhm, Meyster, das ich sehend werde, 52 Jhesus aber sprach zu yhm, gang hyn, deyn glawbe hat dyr geholffen, vnnd als bald wart er sehend, vnnd folget yhm nach auff dem wege. Das

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