Mark · Chapter 8
Luther’s September Testament (1522) · chapter 28 of 213 · about 4 min
Zv der zeyt, da viel volcks da war, vnnd hatten nicht zu essen, rieff Jhesus seyne iunger zu sich, vnd sprach zu yhn, mich iamert des volcks, denn sie haben nu drey tage bey myr beharret vnd haben nichts zu essen, vnd wenn ich sie vngeessen von myr heym liesse gehen, so wurden sie verschmachten auff dem wege, denn ettlich waren von ferne komen, vnd seyne iunger antwortten yhm, wo her nemen wyr brot hie ynn der wusten, das wyr sie settigeten? vnd er fragt sie, wie viel brot habt yhr? sie sprachen sieben, [ 166] vnd er gepot dem volck das sie sich lagerten auff die erden, vnd er nam die sieben brot, vnd dancket, vnd brach sie, vnd gab sie seynen iungern das sie dem volck fur legten, vnd sie legten dem volck fur, Matth. 15 Matth. 16 Luce. 12 vnd hatten eyn wenig fisschlin, vnd er benedeyet, vnnd hies das sie die auch fur trugen, sie assen aber vnd worden sadt, vnd huben auff die vbrige brocken, sieben korbe, vnd yhr war die da gessen hatten, bey vier taussent, vnd er lies sie von sich.
Vnnd als bald tratt er ynn eyn schiff, mitt seynen iungern, vnnd kam ynn die gegend Dalmanutha, vnd die phariseer, giengen eraus, vnnd fiengen an sich mitt yhm zu befragen, vnnd versuchten yhn vnd begerten an yhm eyn zeychen vom hymel, vnd er erseufftzet ynn seynem [ 70] geyst, vnnd sprach, was sucht doch dis geschlecht zeychen? warlich ich sage euch, Es wirtt disem geschlecht keyn zeychen geben vnd er lies sie, vnd tratt widderumb ynn das schiff, vnd fur hyn vber. Matth.
Luce. 12 14 Vnd sie vergassen, brot mit sich zu nehmen, vnd hatten nicht mehr denn eyn brot mit sich ym schiff, 15 vnd er gepot yhn vnd sprach, schawet zu, vnd sehet euch fur, fur dem sawrteyg der phariseer vnd fur dem sawr teyg Herodis, 16 vnd sie gedachten hyn vnd wider vnd sprachen vnternander, das ists, das wir nicht brot haben, vnnd Jhesus vernam das, vnd sprach zu yhnen, was bekummert yhr euch doch das yhr nitt brot habt? vernehmet yhr noch nichts? vnnd seyd yhr noch nicht verstendig? habt yhr noch eyn verstarret hertz ynn euch? habt augen vnd sehet nicht, vnd habt oren vnd horet nicht, vnnd denckt nicht dran, da ich funff brot brach vnter funff thausent, wie viel korbe voll brocken hubt yhr da auff? sie sprachen, zwolffe, da ich aber die sieben brach vnter die vier tausent, wie viel korbe voll brocken hubt yhr da auff? sie sprachen, sieben, vnnd er sprach zu yhn, wie vernehmet yhr denn nichts?
Vnd er kam gen Bethsaidan, vnd sie brachten zu yhm eynen blinden, vnd baten yhn, das er yhn anruret, vnd er nam den blinden bey der hand, vnd furet yhn hynaus fur den flecken, vnd sputzet ynn seyn augen, vnd leget seyne hand auff yhn, vnd fraget yhn ob er icht sehe, vnd er sahe auff vnd sprach, ich sehe die leutt da her gehen, als ob ich bewme sehe, darnach legt [ 168] er aber mal die hend auff seyne augen, vnd machet yhn sehend, vnd er ward widder zu recht bracht, vnnd sahe scharff allerley, vnd er schickt yhn heym, vnd sprach, gang nit hyneyn ynn den flecken, vnd sag es auch niemant drynnen.
Matth. 16 Luce. 9 Vnd Jhesus gieng aus vnd seyne iunger, ynn die merckte der stad Cesaree Philippi, vnd auff dem wege, fraget er seyne iunger, vnnd sprach zu yhn, wer sagen die leutt, das ich sey? sie antwortten, sie sagen, du seyst Johannes der tauffer, Etlich sagen du seyst Elias, Etlich, du seyst eyner von den propheten, vnd er sprach zu yhn, yhr aber, wer sagt yhr das ich sey, da antwort Petrus, vnd sprach zu yhm, du bist Christus, vnd er bedrewet sie, das sie niemants von yhm sagen sollten, vnd hub an sie zu leren, des menschen son mus viel leyden, vnd verworffen werden von den Elltisten vnnd hohen priestern vnd schrifftgelerten, vnd todtet werden, vnd vber drey tage aufferstehen, vnd er redet das wortt frey offenbar, vnd Petrus nam yhn zu sich, fieng an yhm zu weren, Er aber wand sich vmb, vnd sahe seyne iunger an, vnd bedrawet Petron, vnnd sprach, gang hynder mich du Satan, denn du meynest nicht das gottlich, sondern das menschlich ist.
Matth. 16 Luce. 9 Vnd er rieff zu sich dem volck, sampt seynen iungern, vnd sprach zu yhn, wer myr will nach folgen, der verleugne sich selbs, vnd neme seyn creutz auff sich, vnd folge myr nach, denn wer seyn leben will behalten, der wirts verlieren, vnd wer seyn leben verleuret, vmb meynen vnd [ 71] vmbs Euangelij willen, der wirts behalten, was hulffs den menschen, wenn er die gantze welt gewunne, vnd neme schaden an seyner selen?
Matth. 10 Luce. 9 odder was kan der mensch geben da mitt er seyne seele loße? wer sich aber meyne vnnd meyner wort schemet, vnter disem ehebrecherschen vnnd sundigen geschlecht, des wirtt sich auch des menschen son schemen, wenn er komen wirt ynn der herlickeyt seynes vatters mitt den heyligen engelln, 9, 1 Vnnd er sprach zu yhnen, warlich ich sage euch, Matth. 16 Luce. 9 Es stehen ettliche hie, die werden den todt nicht schmeckenn, bis das sie sehen das reych gottis mit krafft komen. Das