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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 31

Mark · Chapter 11

Luther’s September Testament (1522) · chapter 31 of 213 · about 5 min

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Unnd er fieng an zu yhn durch gleychnisse zu reden, Eyn mensch pflantzet eynen weynberg, vnd furet eynen zawn drumb, vnd grub eyne kellter, vnd bawet eynen turn, vnnd thett yhn aus den weyngartnern, vnd zoch vber land vnd sandte eynen knecht, zur zeytt, zu den weyngartnern, das er von den weyngartnern neme von der frucht des weynberges, sie namen yhn aber vnd steupten yhn, vnnd liessen yhn leer von sich, Aber mal, sand er zu yhnen, eynen andern knecht, den selbigen steynigeten sie, vnd zublaweten yhm den kopff, vnnd liessen yhn geschmecht von sich, Abermal sand er eynen andern, den selbigen todten sie, vnd viel andere, ettlich steupten sie, ettlich todten sie.

Da hatt er nach eyn eynigen son, der war yhm lieb, den sand er auch zu yhnen zum letzten, vnd sprach, sie werden sich fur meynem son schewen, Aber die selben weyngartner sprachen vnter eynander, ditz ist der erbe, kompt, last vns yhn todten, so wirt das erbe vnser seyn, vnd sie namen yhn, vnd todten yhn vnd wurffen yhn eraus fur den weynberg, Was wirt nu der herr des weynberges thun? Er wirt komen vnd die weyngartner vmbringen, vnd den weynberg andern geben. Habt yhr auch nitt gelesen disse schrifft? Psal. 117. Der steyn, den die bawleut verworffen haben, der ist eyn ecksteyn worden, von dem herren ists geschehen, vnd es ist wunderlich ynn vnsern augen.

Vnd sie trachten darnach wie sie yhn griffen, vnd furchten sich doch fur dem volck, denn sie vernamen, das er auff sie dise gleychnisse geredt hatte, vnd sie liessen yhn vnd giengen daruon. Vnd sie sandten zu yhm ettliche von den phariseer vnnd Herodis diener, das sie yhn fiengen ynn wortten, vnd sie kamen vnd sprachen zu yhm, Meyster, wyr wissen das du warhafftig bist, vnnd du fragist nach niemant, denn du achtist nit das ansehen der menschen, sondern du lerest den weg gottis recht, Jsts recht, das man dem keyser zinße gebe odder nicht? sollen wyrn geben, odder nicht geben? Er aber merckt yhr heucheley, vnd sprach zu yhnen, was versucht [ 78] yhr mich?

Bringt myr eynen pfennig, das ich yhn sehe, vnnd sie brachten yhm, da sprach er, wes ist das bild vnd vbirschrifft? sie [ 186] sprachen zu yhm, des keysers, da antwort Jhesus vnnd sprach zu yhnen, so gebt dem keyser, was des keysers ist, vnd gotte, was gottis ist, vnd sie verwunderten sich seyn. Matth. 12. Luce.

Deut. 25 18 Da tratten die Saduceer zu yhm, die da halten, es sey keyn aufferstehung, die fragten yhn vnd sprachen, 19 meyster, Moses hat vns geschrieben, wenn ymands bruder stirbt, vnd lessit eyn weyb, vnd lessit keyn kinder, so soll seyn bruder desselbigen weyb nemen, vnd eynen samen erwecken seynem bruder, 20 Nu sind gewesen sieben bruder, der erst nam eyn weyb, der starb, vnd lies keynen samen, vnd der ander nam sie, vnd starb, vnd lies auch nicht samen, der dritt des selben gleychen, vnd namen sie alle sieben, vnd liessen nicht samen, zu letzt starb nach allen das weyb auch, Nu ynn der aufferstehung, wenn sie aufferstehen, wilchs weyb wirtt sie seyn vnter yhnen? denn sieben haben sie zum weybe gehabt.

Da antwortet Jhesus vnd sprach zu yhnen, ists nicht also? yhr yrret, darumb das yhr nichts wisset von der schrifft noch von der krafft gottis? wenn sie von den todten aufferstehen werden, so werden sie nicht freyen noch sich freyen lassen, sondernn sie sind, wie die Engel ym hymel, Aber von den todten, das sie auffertstehen werden, habt yhr nicht gelesen ym buch Mosi, bey dem pusch wie gott zu yhm saget vnd sprach, Exod. 3 Jch bynn der gott Abraham, vnd der gott Jsaac, vnnd der gott Jacob? Es ist keynn gott der todten, sondern es ist eyn gott der lebendigen, darumb yrret yhr seer.

Matth. 22 Vnd es tratt zu yhm der schrifftgelerten eyner, der ynen zu gehoret hatte, wie sie sich miteynander befragten, vnd sahe das er yhnen feyn geantwortet hatt, vnd fragt yhn, wilchs ist das furnemst gepott fur allen? Jhesus aber antwort yhm, das furnemst gepot fur allen gepoten ist das, Deut. 6 Leui. 19 Hore Jsrael, gott vnser herr, ist eyner, vnd du sollt lieben gott deynen herrn, von gantzem hertzen, von gantzer seele, von gantzem gemuet, vnnd von allen krefften, Das ist das furnemst gepott, vnnd das ander ist yhm gleych, du sollt lieben deynen nehisten als dich selbs, Es ist keyn ander grosser gepott denn dise.

Vnd der schrifftgelerter sprach zu yhm, meyster du hast warlich recht geredt, denn es ist eyn gott, vnd ist keyn anderer ausser yhm, vnnd den selben lieben von gantzem hertzen, von gantzem gemuete, von gantzer seel, vnnd [ 188] von allen krefften, vnnd lieben seynen nehisten als sich selbs, das ist mehr denn brandopffer vnd alle opffer, da Jhesus aber sahe, das er vernunfftiglich antwortte, sprach er zu yhm, du bist nicht ferne von dem reych gottis, vnnd es thurst yhn niemant weytter fragen. Matth. 22 Luce. 20 Psal. 109. Vnd Jhesus antwortet vnd sprach, da er leret ym tempel, Wie sagen die schrifftgelerten, Christus sey Dauids son?

Er aber Dauid, spricht durch den heyligen geyst, Der herr hat gesagt zu meynem herrnn, setze dich zu meyner rechten, bis das ich lege deyne feynde, [ 79] zum schemel deyner fusse. Da heyst yhn iah Dauid seynen herrn, wo her ist er denn seyn son? vnd viel volcks horet yhn gern. Matth. 23 Luce. 20 Vnd er leret sie vnd sprach zu yhnen, habt acht auff die schrifft gelerten, die gehen gern ynn langen kleydern, vnd lassen sich gern grussen auff dem marckt, vnd sitzen gern oben an ynn den schulen, vnd vber tissch, sie fressen der wittwen heuser, vnd wenden langes gepett fur, die selbigen werden deste mehr verdamnis empfahen.

Luce. 21 Vnd Jhesus setzt sich gegen den gottis kasten, vnd schawet, wie das volck gellt eynlegt ynn den gottis kasten, vnd viel reychen legten viel eyn, vnd es kam eyn arme witwe, vnd legte eyn zwey scherfflin, die machen eynen heller, vnd er rieff seyne iunger zu sich, vnd sprach zu yhn, warlich ich sage euch, dise arme witwe hatt mehr ynn den gottis kasten gelegt, denn alle die eyn gelegt haben, denn sie haben alle von yhrem vbrigen eyn gelegt, dise aber hattvon yhrer darbe alles was sie hatt, yhre gantz narung eyngelegt. Das

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