Mark · Chapter 12
Luther’s September Testament (1522) · chapter 32 of 213 · about 4 min
Unnd da er aus dem tempel gieng, sprach zu yhm seyner iunger eyner, meyster, sihe wilche steyne, vnd wilch eyn baw ist das? vnnd Jhesus antworttet, vnd sprach zu yhm, sihestu wol all disen grossen baw? nicht eyn steyn wirt auff dem andern gelassen werden, der nicht zu brochen werde. Vnd da er auff dem oleberge sasß gegen dem tempel, fragten yhn besonders, Petrus vnnd Jacobus vnd Johannes vnd Andreas, sage vns, wenn wirtt das alles geschehen? vnd was wirt das zeychen seyn, wenn das alles soll vollendet werden?
Jhesus antwort yhn, vnd fieng an zu sagen, sehet zu, das euch nicht yemand verfure, denn es werden viel komen vnter meynem namen, vnd sagen, ich byn Christus, vnd werden viel verfuren. [ 190] Wenn yhr aber horen werdet von kriegen vnd von kriegs geschrey, so furcht euch nicht, denn es mus also geschehen, aber das ende ist noch nit da, Es wirt sich emporen eyn volck vber das ander, vnd eyn konigreich vber das ander, vnd werden geschehen erdbeben hyn vnd wider, vnd wirt seyn thewertzeyt vnd schrecken, Das ist der nodt anfang.
Sehet aber yhr auff euch selbs, denn sie werden euch vbirantworten fur die radtheuser vnd schulen vnd yhr musset gesteupt werden, vnnd fur fursten vnd konige must yhr gefuret werden vmb meynes namen willen, zu eynem zeugnis vbir sie, vnd das Euangelion mus zuuor predigt werden vnter alle volcker.
Matth. 10 Luce. . 11 Wenn sie euch nu furen vnd vbirantwortten werden, so sorget nit was yhr reden solt, vnd bedenckt auch nichts zuuor, sondern was euch zu der selbigen stunde geben wirt, das redet, denn yhr seyts nit die da reden, sondern der heylige geyst, 12 Es wirt aber vberantwortten eyn bruder den andern zum todt, vnnd der vater den son, vnnd die kinder werden sich emporen widder die elltern, vnnd werden yhn zum todt helffen, vnd werdet gehasset seyn von yderman, vmb meynes namen willen, wer aber beharret bis an das ende, der wirtt selig. [ 80] Matth. 24 Daniel. 9 Wenn yhr aber sehen werdet den wusten grewel (von dem gesagt hatt der prophet Daniel) das er stehet, da er nicht soll (wer es lieset, der vernem es) als dann, wer ynn Judea ist der fliehe auff die berge, vnd wer auff dem dach ist, der steyge nicht ernyder yns haus, vnd kome nicht dreyn, ettwas zu holen aus dem hause, vnnd wer auff dem feld ist, der wend sich nitt vmb seyne kleyder zu holen, weh aber den schwangern vnd seugern zu der zeyt.
Bittet aber, das ewere flucht nit geschehe ym wynter. Denn ynn diesen tagen werden solche trubsall seyn, als nie gewesen sind von anfang der Creaturn, die gott geschaffen hat biß her, vnd als auch nitt werden wirtt, vnd so der herr dise tage nicht verkurtzet hette, wurde keyn mensch selig, aber vmb der auserweleten willen, die er auß erwelet hatt, hatt er dise tage verkurtzt. Matth.
Luce. 17 21 Wenn nu yemant zu der zeyt wirt zu euch sagen, sihe, hie ist Christus, sihe, da ist er, so glawbt nicht, 22 denn es werden sich erheben falsche Christi vnd falsche propheten, zeychen vnd wunder thun, das sie auch die auserwelten [ 192] verfuren, so es muglich were, 23 sehet yhr aber zu, sehet, ich habs euch alles zuuor gesagt. 24 Aber zu der zeyt, nach disem trubsall, werden sonn vnnd mond, yhren scheyn verlieren, vnd es werden die stern vom hymel fallenn, vnd die kreffte der hymel werden sich bewegen, vnnd denn, werden sie sehen des menschen son komen, ynn den wolcken mitt grosser krafft vnd herlickeyt, vnd denn wirtt er seyn engell senden, vnnd wirt versamlen seyne auser weleten von den vier winden, von eynem end der erden bis ans ander.
Matth. 24 Luce. 2. An dem feygen bawm lernet eyn gleychnis, wenn itzt seyne zweyge safftig werden, vnd bletter gewynnet, so wisset yhr, das der somer nahe ist, Also auch wenn yhr sehet, das solchs geschicht, so wisset, das es nah fur der thur ist, warlich ich sage euch, dis geschlecht wirtt nit vergehen, bis das ditz alles geschehe, hymel vnd erden wirtt vergehen, meyne wortt aber werden nicht vergehen, von dem tage aber, vnd der stunde weys niemant, auch die engel nicht ym hymel, auch der son nicht, sondern alleyn der vater.
Sehet zu, wachet, vnd bettet, denn yhr wisset nicht, wenn es zeyt ist, gleych als ein mensch, der vber land zoch, vnd lies seyn haus, vnd gab seynen knechten macht, eynem iglichen seyn werck, vnd gepot dem thurhutter, er sollt wachen. So wachet nu, denn yhr wisset nit, wenn der herr des haus kompt, ob er kompt, am abent, odder zu mitternacht, odder vmb des hanenschrey oder des morgens, auff das er nicht schnell kome, vnd finde euch schlaffend, was ich aber euch sage, das sage ich allen, wachett. Das