Luke · Chapter 4
Luther’s September Testament (1522) · chapter 39 of 213 · about 7 min
Reg. 17 Reg. 26 vnd zu der keyner wart Elias gesand, denn alleyn gen Sarephtha der Sidoner zu eyner wittwe, 27 Vnd viel außsetzige waren ynn Jsrael zu Eliseus zeytten, vnnd der keyner wart gereynigt denn alleyne Neeman von Syrien. 28 Vnd sie wurden voll zorns alle die ynn der schule waren, da sie das horeten, 29 vnd stunden auff, vnd stiessen yhn zur stadt hynaus vnd fureten yhn auff eynen hugel des berges, darauff yhre stadt gebawet war, das sie yhn hynab sturtzeten, 30 Aber er gieng mitten durch sie hyn, 31 vnd kam gen Capernaum ynn die stadt Gallilea, vnd leret sie an den sabbathen, 32 vnd sie verwunderten sich seyner lere, denn seyne rede war gewalltig. Matth.
Marci. 1 33 Vnd es ware eyn mensch ynn der schule, besessen mit eynem vnreynen tewfel, vnd der schrey lautt 34 vnd sprach, Halt, was haben wyr mit dyr zu schaffen, Jhesu von Nazareth, du bist komen vns zuuerderben, Jch weys wer du bist, nemlich, der heylige Gottis, 35 vnnd Jhesus bedrawet yhn vnd sprach, verstumme vnd far aus von yhm, vnd der teufel warff yhn mitten vnter sie, vnd fur aus von yhm, vnd thet yhm keynen schaden, 36 vnd es kam eyn forcht vbir sie alle vnd redten mitteynander vnd sprachen, was ist das fur eyn ding? Er gepeutt mit macht vnd gewalt den vnreynen geysten, vnd sie faren aus, 37 Vnnd es erschall seyn geschrey ynn alle ortte des vmbligenden landes.
Matth. 8 Marci. 1 38 Vnd er stund auff aus der schulen, vnd kam ynn Simonis haus, vnd Simonis schwiger war mit eynem hartten fiber behafft, vnd sie baten yhn fur sie, 39 vnd er tratt zu yhr, vnd gepott dem fiber, vnd es verlies sie, vnd bald stund sie auff, vnd dienete yhn. [ 230] 40 Vnnd da die sonne vntergangen war, alle die da mancherley krancken hatten, brachten sie zu yhm, vnd er legt auff eynen iglichen die hende, vnnd machet sie gesund, 41 Es furen auch die teuffel aus von vielen, schreyen vnd sprachen, du bist Christus, der son Gottis, vnd er bedrawet sie, vnd lies sie nicht reden, denn sie wisten, das er Christus war. 42 Da es aber tag wart, gieng er hynaus an eyne wuste stett, vnd das volck suchte yhn, vnd kamen zu yhm, vnd hielten yhn auff, das er nit von yhn gienge, 43 Er sprach aber zu yhnen, ich mus auch andern stedten das Euangelium predigen vom reych gottis, denn datzu bynn ich gesandt, 44 vnd er prediget ynn den schulen Gallilea.
Das funfft Capitel.
Es begab sich aber, da yhn das volck vbirfiel, zu horen das wortt Gottis, vnd er stund am see der stad Genezareth, 2 vnd sahe zwey schiff am see stehen, die fisscher aber waren außgetretten, vnnd wusschen yhre netze, 3 tratt er ynn der schiff eyns, wilchs war Simonis, vnnd batt yhn, das ers eyn wenig vom land furet, vnd er satzt sich, vnd leret das volck aus dem schiff. [ 97] 4 Vnd als er hatte auffgehoret zu reden, sprach er zu Petro, fare auff die hohe, vnd werfft ewre netze aus, das yhr eyn zug thut, 5 Vnd Petrus antwort vnd sprach zu yhm, meyster, wir haben die gantze nach erbeyttet, vnd nichts gefangen, Aber auff deyn wortt will ich das netz auswerffen. 6 Vnd da sie das thetten, beschlossen sie eyn grosse menge fissche, vnd yhr netz zu reyß, 7 vnnd sie wincketen yhrn gesellen die ym andern schiff waren, das sie kemen vnd hulffen yhn zyhen, vnd sie kamen vnd fulleten beyde schiff voll, also, das sie suncken. 8 Da das Simon Petrus sahe, fiel er Jhesu zu den knyen, vnd sprach, Herre gehe von myr hynaus, ich byn eyn sundiger mensch, denn es war sie eyn schrecken ankomen, vnd alle die mit yhm waren vber disem fissch zug, den sie mitteynander thon hatten, desselbigen gleychen auch Jacoben vnd Johannen die sone Zebedei, Simonis gesellen, vnd Jhesus sprach zu Simon, Matth. 4 Marci. 1 furcht dich nicht, denn von nu an wirstu menschen fahen.
Vnd sie fureten die schiff zu land, vnd verließen alles, vnd folgeten yhm nach. Matth. 8 Vnnd es begab sich, da er ynn eyner stadt war, sihe, da war eyn man voll außsatzs, da der Jhesun sahe, fiel er auff seyn angesicht, vnd batt yhn, vnd sprach, Herr, willtu, so kanstu mich reynigen, vnnd er streckt seyne [ 232] hand aus, vnd ruret yhn an, vnd sprach, ich wills thun, sey gereyniget, vnd also bald gieng der außsatz von yhm, vnd er gepott yhm, das ers niemant sagen sollt, sondern gang hyn vnd zeyge dich dem priester, vnd opffer fur deyne reynigung, wie Moses gepotten hatt zum zeugnis vber sie.
Es kam aber yhe weytter aus, vnd kam viel volcks zu samen, das sie yhn horeten vnnd durch yhn gesund wurden von yhren kranckheytten, Er aber weych vnd enthielt sich ynn den wusten stetten, vnd bettet. Matth. 9 Marci. 2 Vnd es begab sich auff eynen tag, das er lerete, vnnd sassen da die phariseer vnd schrifftgelerten, die da komen waren aus allen merckten ynn Gallilea vnd Judea vnd von Jerusalem, vnd die krafft des hern gieng von yhm vnd halff yderman.
Vnd sihe, etlich menner brachten eynen menschen auff eym bett, der war giechtbruchig, vnd sie suchten, wie sie yhn hyneynbrechten, vnd fur yhn legten, vnd da sie fur dem volck nit funden, an wilchem ort sie yhn hyneyn brechten, stiegen sie auff das dach, vnd ließen yhn durchs pfster ernyder mit dem bettlin, mitten vnter sie, fur Jhesum, vnd da er yhren glawben sahe, sprach er zu yhm, Mensch, deyn sund sind dyr vergeben, vnd die schrifftgelerten vnnd phariseer fiengen an zu dencken vnd sprachen, wer ist der, das er Gottis lesterung redet? Wer kan sund vergeben denn alleyne Gott? Da aber Jhesus yhre gedancken merckte, antworttet er, vnd sprach zu yhn, was denckt yhr ynn ewren hertzen?
Jsts leichter zu sagen, dyr sind deyne sund vergeben, odder zu sagen, stand auff vnd wandell? Auff das yhr aber wisset, das des menschen son macht hatt auff erden sund zuuergeben, sprach er zu dem gichtbruchigen, ich sage dyr, stand auff, vnnd hebe deyn betlin auff, vnnd gang heym, vnnd als [ 98] bald stund er auff, fur yhren augen, vnd hub das auff, darauff er gelegen war, vnd gieng heym, vnd preysset Gott, vnnd sie entsatzten sich alle vnd preysseten Gott, vnd wurden voll furcht, vnnd sprachen, wyr haben heutte seltzam ding gesehen.
Matth. 9 Marci. 2 Vnd darnach gieng er aus, vnd sahe eynen tzollner, mit namen Leuis am zoll sitzen, vnd sprach zu yhm, folge myr nach, vnd er verließ alles, stund auff vnd folget yhm nach, Vnd der Leuis richtet yhm eyn gros mal zu ynn seynem hauße, Vnd viel zolner vnd andere sassen mit yhm zu tissch, vnd die schrifftgelerten vnd phariseer murreten widder seyne iunger, vnnd sprachen, warumb esset vnd trincket yhr mitt den zollnern vnd sundern?
Vnd Jhesus antwortt vnnd sprach zu yhnen, Die gesunden durffen des artzts nit, sondernn die krancken, ich bynn komen zu ruffen den sundern zur busse vnnd nicht den gerechten. [ 234] Matth. 9 Marci. 2 Sie aber sprachen zu yhm, warumb fasten Johannes iunger so offt, vnnd betten so viel, des selbigen gleychen der phariseer iunger, aber deyne iunger essen vnd trincken, Er sprach aber zu yhn, yhr mugt der hochtzeyt kinder nicht zu fasten treyben so lang der breuttgam bey yhn ist, Es wirt aber die tzeyt komen, das der breuttgam von yhn genommen wirt, denn werden sie fasten. Marci. 9.
Marci. 2 Vnd er saget zu yhn eyn gleychnis, Niemant flickt eyn lappen vom newen kleyd auff eyn allt kleyd, wo anders, so zu reysset er auch das newe, vnd der lappe vom newen reymet sich nit auff das allte, Vnd niemant fasset most ynn allte schleuch, wo anders, so zureysset der most die schleuch, vnd wirt verschutt, vnd die schleuch komen vmb, sondern den most soll man ynn newe schleuch fassen, ßo werden sie beydes behalten, Vnd niemant ist, der vom allten trinckt, vnd wolle bald des newen, denn er spricht, der allt ist milder Das