Luke · Chapter 13
Luther’s September Testament (1522) · chapter 47 of 213 · about 4 min
. Unnd es geschach, das er kam ynn eyn haus eynes vbirsten der phariseer, auff eyn sabbath das brod zu essen, vnd sie hielten auff yhn, vnd sihe, da war eyn mensch fur yhm, der war wasser suchtig, vnnd Jhesus antworttet vnnd saget zu den schrifftgelerten vnd phariseer vnd sprach, Zympt sichs auch auff den Sabbath heylen? sie aber schwigen still, vnd er nam yhn zu sich, vnd heylet yhn, vnd ließ yhn gehen, vnd antworttet vnnd sprach zu yhn, wilcher ist vnter euch, dem seyn ochs odder esel ynn den brun fellet, vnnd er nicht als bald yhn eraus zeucht am Sabbath? vnd sie kundten yhm darauff nicht widder antwort geben.
Er saget aber eyn gleychnis zu den gesten, da er merckt, wie sie erweleten oben an zu sitzen, vnd sprach zu yhnen, wenn du von ymand [ 118] geladen wirst zur hochtzeyt, so setze dich nicht oben an, das nicht etwa eyn eerlicher denn du, von yhm geladen sey, vnnd so denn kompt der dich vnnd yhn geladen hatt, sprech zu dyr,weyche disem, vnnd mussist denn mit scham vnden an sitzen, Sondern wenn du geladen wirst, so gang yhn, vnd setz dich vnden an, auff das, wenn da kompt, der dich geladen hatt, sprech zu dyr, freund rucke hyn auff, denn wirstu den preyß haben fur denen,die zu tissch sitzen, Denn wer sich selb erhohet, der soll ernydrigt werden, vnd wer sich selb ernydrigt, der soll erhohet werden. [ 280] Er sprach auch zu dem der yhn geladen hatte, Wenn due eyn mittags odder abent mal machist, so lade nicht deyne freunde, noch deyne bruder, noch deyn gefreunten, noch deyne nachparn die do reych sind, auff das sie dich nicht etwa widder laden, vnd dyr vergelltung geschehe, sondern wenn du eyn mal machst, so lade die armen, die kroppler, die lamen, die blinden, so bistu selig, denn sie habens dyr nicht zuuergellten, Es wirt dyr aber vergolten werden ynn der aufferstehung der gerechten.
Da aber solchs horet eyner der mit zu tisch sasß, sprach er zu yhm, Selig ist der das brod isset ym reych Gottis, Er aber sprach zu yhm, Es war eyn mensch, der machte eyn gros abent mal, vnd lud viel datzu, Vnd sand seynen knecht aus zur stund des abent mals, zu sagen den geladenen, kompt, denn es ist alles bereyt, Vnd sie fiengen an alle nach eynander sich zu entschuldigen, Der erst sprach zu yhm, Jch hab eynen acker kaufft, vnnd ist myr nodt das ich hynnaus gehe vnd besehe yhn, ich bit dich, entschuldige mich, Vnd der ander sprach, Jch hab funff ioch ochßen kaufft, vnd ich gehe itzt hyn sie zu besehen, bit dich, entschuldige mich, Vnd der dritte sprach, Jch habe eyn weyb genommen, drumb kan ich nicht komen, vnd der knecht kam vnd saget das alles seynem herrn widder.
Da wart der haußherr zornig, vnd sprach zu seynem knecht, gang aus bald auff die strassen vnd gassen der stad, vnnd fure hereyn, die armen vnd kruppel vnd lamen vnd blinden, vnd der knecht sprach, Herr, es ist geschehen, was du befolhen hast, es ist aber noch raum da, Vnd der herr sprach zu dem knecht, gang aus auff die land strassen vnd an die zeune, vnnd nottige sie hereyn zu komen, auff das meyn haus voll werde, Jch sage euch aber, das der menner keyner, die geladen sind, meyn abent mal schmecken wirt.
Matth. 10 Es gieng aber viel volcks mit yhm, vnd er wand sich vnnd sprach zu yhn, So yemant zu myr kompt, vnd hasset nicht seynen vater, muter, weyb, kinder, bruder, schwestern, auch da zu seyn eygen leben, der kan nicht meyn iunger seyn, vnd wer nicht tregt seyn kreutz vnnd folgt myr nach, der kan nit meyn iunger seyn. Wer ist aber vnter euch, der eynen thurn bawen wil, vnd sitzt nit zuuor, vnd vber schlegt die kost, ab ers habe hynaus zu furen, auff das [ 119] nit, wo er den grund gelegt hat, vnnd kans nicht hynaus furen, alle die es sehen, fahen an seyn zu spotten vnd sagen, diser mensch hub an zu bawen, vnd kans nicht hynaus furen.
Odder wilcher konig will sich begeben ynn eynen streytt widder eynen andern konig, vnd sitzt nicht zuuor vnnd radtschlaget, ob er kunde mit zehen tausent begegen, dem, der vbir yhn kompt [ 282] mit zwentzig tausent? wo nicht, so schickt er botschafft, wenn ihener noch ferne ist, vnd bittet vnd fride, Also auch eyn iglicher vnter euch, der nicht absaget (Absaget) Fur dem gotlichen gericht mag niemant bestehen er vertzage denn an allem seynem vermugen vnnd suche gnade vnnd bitte vmb hulffe ynn Christo. allem das er hatt, kan nit meyn iunger seyn. Matth. 5 Marci. 9 Das saltz ist eyn gutt ding, wo aber das saltz thum wirt, wo mit wirt man wurtzen?
Es ist wider auff das land noch ynn den mist nutz, sondern, man wirts weg werffen, Wer oren hat zu horen der hore. Das