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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 49

Luke · Chapter 15

Luther’s September Testament (1522) · chapter 49 of 213 · about 8 min

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. Er sprach aber zu seynen iungern, Es war eyn reycher man, der hatte eynen hauß halter, der wart fur yhm beruchtiget, als hett er yhm seyne guter vmb bracht, vnd er foddert yhn vnd sprach zu yhm, wie hore ich das von dyr? thu rechnung von deynem haußhallten, denn du kanst hynfurt nicht hauß halter seyn, der hauß hallter sprach bey sich selbs, was soll ich thun? meyn herr nympt das ampt von myr, graben mag ich nicht, so scheme ich mich zu bettelln, Jch weys wol was ich thun will, wenn ich nu von dem ampt gesetzt werde, das sie mich ynn yhre heußer nemen. [ 286] Vnd er rieff zu sich, alle schuldener seynes herren, vnd sprach zu dem [ 121] ersten, Wie viel bistu meynem herrn schuldig?

Er sprach, hundert tunnen oles, vnd er sprach, Nym deyn brieff, setze dich vnnd schreyb flugs funfftzig, Darnach sprach er zu dem andern, du aber wie viel bistu schuldig? Er sprach hundert malder weytzen, vnd er sprach zu yhm, nym deynen brieff, vnd schreybe, achtzig, vnd der herre lobete den vngerechten haußhalter, das er kluglich than hatte, Denn die kinder diser weld sind kluger, denn die kinder des liechts, ynn yhrem geschlecht, (Mammon) Mammon ist Ebreysch מהומה ‎ vnd heyst reychtumb. Vnd ich sage euch auch, macht euch freunde mit dem vngerechten Mammon, auff das, wenn yhr nu darbet, sie euch auffnemen ynn die ewigen hutten.

Wer ym geringsten trew ist, der ist auch ym grossen trew, vnnd wer ym geringsten vnrecht ist, der ist auch ym grossen vnrecht, Szo yhr nu ynn dem vnrechten Mammon nicht trew seyt gewesen, (vnrecht) Mammon heyst er vnrecht, darumb das er vnrechtem brauch vnterworffen ist, vnnd frembd, darumb, das er nit bleybt, wie das geystlich gutt, das ewig vnser vnd warhafftig ist. Trew seyn ynn dem Mammon, ist seyn gottlich brauchen zu des nehisten nutz, wer das nit thut, wirt viel weniger ym geystlichen trew seyn, ia er wirt keyns haben. wer will euch das warhafftige trawen? Vnd so yhr ynn dem frembden nit trew gewesen seyt, Matth. 6 wer will euch geben, das ihenige das ewr ist?

Keyn haußknecht kan zweyen herrn dienen, Entweder er wirt eynen hassen, vnd den andern lieben, oder wirt eynem anhangen, vnd den andern verachten, yhr kundt nicht Gott sampt dem Mammon dienen. Das alles horeten die phariseer, die waren geytzig, vnd spotten seyn, vnd er sprach zu yhnen, yhr seytts, die yhr euch selbs rechtsfertiget fur den menschen, Aber Gott kennet ewre hertzen, denn was hoch ist vnter den menschen, das ist eyn grewel fur gott. M atth. 11 Matth. 5 M atth. Das gesetz vnd die propheten weyß sagen bis auff Johannes, vnd von der zeyt an, wirtt das reych Gottis durchs Euangelion prediget, vnd yderman dringt mit gewallt hyn eyn.

Es ist aber leychter das hymel vnd erden vergehen, denn das eyn tuttel am gesetz falle. Wer sich scheydet von seynem weybe vnd freyet eyn andere, der bricht die ehe, vnd wer die abgescheydene von dem man freyet, der bricht auch die ehe.

Es war aber eyn reycher man, der kleydet sich mit purpur vnd kostlichem lynwadt, vnd lebet alle tage herlich wol, Es war aber eyn armer, mit namen Lazarus, der lag fur seyner thur, voller schweren, vnnd begeret sich zu settigen von den brosamen, die von des reychen tisch fielen, Doch kamen die hund, vnd leckten yhm seyne schweren, Es begab sich aber, das der arme starb, vnd wart getragen von den Engelen ynn Abrahams schoß, der reyche aber starb auch, vnd wart ynn die helle begraben. [ 288] Als er nu ynn der quall war, hub er seyne augen auff, vnd sahe Abraham von fernen vnnd Lazarum ynn seynem schoß, rieff vnd sprach, vater Abraham, erbarme dich meyn, vnd sende Lazarum, das er das eußerst seynes fingers yns wasser tauche, vnd kule meyne zungen, denn ich leyde grosse peyn ynn diser flammen, Abraham aber sprach, gedenck, son, das du guttis empfangen hast ynn deynem leben, vnd Lazarus dagegen hatt boses empfangen, Nu aber wirt er getrostet, vnd du wirst gepeyniget, vnd vber das alles ist zwisschen vns vnnd euch eyn grosse klufft befestiget, das die da wollten von hynnen hyn ab [ 122] steygen zu euch, kunden nit, vnd auch nit von dannen zu vns her vberfaren.

Da sprach er, so bitt ich dich, vater, das du yhn sendest ynn meynes vaters hauße, denn ich habe noch funff bruder, das er yhn betzeuge, auff das sie nicht auch komen an disen ort der qual. Abraham sprach zu yhm, (Sie haben) Hie ist verpotten den pollter geysten vnd erscheynenden todten zu glewben. Sie haben Mosen vnd die propheten, las sie die selben horen, Er aber sprach, Neyn, vater Abraham, sondern, wenn eyner von den todten zu yhn gienge, so wurden sie busse thun. Er aber sprach zu yhm, Horen sie Mosen vnnd die propheten nicht, so werden sie auch nicht glewben, ob yemand von den todten auff stunde. Das Siebentzehend Capitel.

Matth. 18 Mar. 9 Er sprach zu seynen iungern, Es ist vnmuglich, das nicht ergernisse komen, Weh aber dem, durch wilchen sie komen, 2 es were yhm nutzer, das man eyn molsteyn an seynen hals henget, vnd wurffe yhn yns meer, denn das er dißer kleynen eynen ergert, 3 Huttet euch. So deyn bruder an dyr sundiget, so straff yhn, vnd so er sich bessert, vergib yhm, 4 vnd wenn er sieben mal des tags an dyr sundigen wurde, vnd sieben mal des tages widder keme zu dyr, vnnd sprech, Es rewet mich, so solltu yhm vergeben.

Matth. 17 M atth. 21 5 Vnd die Apostel sprachen zu dem herrn, sterck vns den glawben, 6 der herre aber sprach, wenn yhr glawben habt, als eyn senff korn, vnd saget zu disem maulberbaum, reysß dich aus, vnd versetze dich yns meer, so wirt er euch gehorsam seyn. 7 Wilcher ist vnter euch der eynen knecht hatt, der yhm pfluget oder das fihe weydet, wenn er heym kompt vom felde das er zu yhm sage, gehe bald hyn vnd setze dich zu tissch? 8 ists nicht also? das er zu yhm sagt, richt zu, das ich zu abent esse, schurtze dich vnd diene myr bis ich esse vnd trincke, darnach, solltu auch essen vnd trincken, 9 danckt er auch dem selbigen knecht, das [ 290] er than hatt, (than) Hie redet Christus auff das aller eynfelltigst von euserlichen wercken nach menschen weyse, denn sonst kan fur Gott niemant thun so viel er schuldig ist, der yhm an wercken nicht benugen lesset. was yhm befolhen war?

Jch meynes nicht, 10 Also auch yhr, wenn yhr alles than habt, was euch befolhen ist, so sprecht, wyr sind vnnutze knechte, wyr haben than, das wyr zu thun schuldig waren. 11 Vnd es begab sich, da er reyset gen Jerusalem, zoch er miten durch Samarien vnd Gallilean, 12 vnnd als er ynn eyn marckt kam, begegenten yhm zehen auß setzige menner, die stunden von fernen, 13 vnd erhuben yhre stymm, vnnd sprachen, Jhesu lieber meyster, erbarm dich vnser. 14 Vnd da er sie sahe, sprach er zu yhn, gehet hyn vnd zeyget euch den priestern, Vnd es geschach, da sie hyn giengen, wurden sie reyn, 15 Eyner aber vnter yhnen, da er sahe, das er gesund worden war, keret er vmb, vnd preysset Gott mit lauter stym, 16 vnd fiel auff seyn angesicht, zu seynen fussen, vnd dancket yhm, vnd das war eyn Samariter, 17 Jhesus aber antwort vnnd sprach, sind yhr nicht zehen reyn worden? wo sind aber die neune? 18 hatt sich sonst keyner funden, der widderumb keret, vnd gebe Got den preyß, denn nur diser frembdlinger? 19 vnd er sprach zu ym, stand auff, gehe hyn, deyn glawbe hat dyr geholffen. 20 Da er aber gefragt wart von den phariseer, wenn kompt das reych [ 123] Gottis?

Matth. 24 Mar. 13 antwort er yhnen, vnd sprach, Das reych Gottis kompt nicht mit eusserlichen (Euserlichen) Das ist Gottis reych stehet nicht ynn wercken die an steet, speyß, kleyder, zeyt person gepunden sind sondern ym glawben vnnd liebe frey. geperden, 21 man wirt auch nit sagen, sihe, hie oder da ist es. Denn sehet, das reych Gottis ist ynnwendig ynn euch. 22 Vnnd er sprach aber zu den iungern, Es wirt die zeyt komen, das yhr werdet begeren zu sehen eynen tag des menschen sons, 23 vnnd sie werden zu euch sagen, Sihe, hie, sihe, da.

Gehet nicht hin, vnd folget auch nicht, 24 denn wie der blitz oben vom hymel blitzet, vnnd leuchtet vbir alles das vnter dem hymel ist, also wirt des menschen son, an seynem tage seyn, 25 zuuor aber mus er viel leyden vnd verworffen werden von disem geschlecht.

Matth. 24 Genes. 7 Genes. 19 26 Vnd wie es geschach zun zeytten Noe, so wirts auch geschehen ynn den tagen des menschen sons, 27 sie assen, sie truncken, sie freyeten, sie liessen sich freyen, bis auff den tag, da Noe ynn die arche gieng, vnd kam die sindflut, vnd bracht sie alle vmb, 28 Desselben gleychen, wie es geschach zun zeytten Lot, sie assen, sie truncken, sie kaufften, sie verkaufften, sie pflantzten, sie baweten, 29 an dem tage aber, da Lott aus Sodoma gieng, da regent es fewr vnd schwefel, vnd bracht sie alle vmb, 30 Auff die weyße wirts auch gehen, an dem tage, wenn des menschen son soll offinbart werden. 31 An dem selbigen tage, wer auff dem dache ist, vnd seyn haus radt ynn dem hauße, der steyge nicht ernyder, dasselb zu holen, desselben gleychen wer auff dem felde ist, der wende nicht vmb, nach dem das hynder yhm ist, [ 292] Gedenckt an das weyb Lottis, wer do sucht seyne seele zu erhalten, Matth. 10 der wirt sie verlieren, vnd wer sie verlieren wirt, der wirt sie zum leben geperen.

Matth. 24 Jch sage euch, an dem tage werden zween auff eynem bette ligen, eyner wirt an genommen, der ander wirt verlassen werden, Zwo werden malen mit eynander, eyne wirt angenommen, die ander wirt verlassen werden, vnd sie antworten vnd sprachen zu yhm, Herre, wo da? Er aber sprach zu yhnen, wo das asß ist, da werden auch die Adeler zu fallen. Das

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