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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 5

Matthew · Chapter 5

Luther’s September Testament (1522) · chapter 5 of 213 · about 6 min

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Selig sind, die da geystlich arm sind, denn das hymelreych ist yhr, Selig sind, die da leyde tragen, denn sie sollen getrostet werden, Selig sind die senfftmutigen, denn sie werden das erdreych besitzen (besitzen) die welt vermeynt die erden zu besitzen vnd das yhr zu schutzen wenn sie gewalt vbet, aber Christus leret, das man die erden alleyn mit senfftmutickeyt on gewalt behalt., Selig sind die da hungert vnnd durstet nach der gerechtickeyt, denn sie sollen satt werden, Selig sind die barmhertzigen, denn sie werden barmhertzickeyt erlangen, Selig sind die von hertzen reyn sind, denn sie werden got schawen, Selig sind die fridfertigen (fridfertigen) Die fridfertigen sind mehr denn fridsamen, nemlich, sie den frid machen furdern vnd erhalten vnter andern, wie Christus vns bey gott hatt frid gemacht., denn sie werden gottes kynder heyssen, Selig sind, die vmb gerechtickeyt willen verfolget werden, denn das hymel reych ist yhr, Selig seyd yhr, wenn euch die menschenn schmehen vnd verfolgen, vnd reden allerley arges widder euch so sie daran liegen vmb meynen willen.

Habt freud vnnd wonne, Es wirt euch ym hymell woll belonet werden, denn also haben sie verfolgt die propheten, die fur euch gewesen sind. Yhr seyd das saltz (das saltz) wenn die lerer auff horen gottes wortt zu lesen, mussen sie von menschen gesetzen vberfallen vnd zu tretten werden. der erden, wo nu das saltz thum wirtt, was kan man da mit saltzen? Es ist zu nicht hynfurtt nutz, denn das man es hyn [ 28] auß schutte, vnd laß die leutt zur tretten.

Yhr seyd das liecht der welt, Es mag die stat die auff eynem berge ligt nit verporgen seyn, Man tzundt auch nicht eyn liecht an vnd setzt es vnter eynen scheffell, sondern auff eynen leuchter, so leuchtet es denn allen, die ym hawse sind, Also last ewer liecht leuchten fur den leutten, das sie ewere gute werck sehen, vnnd ewrn vatter ym hymel preyssenn.

Yhr sollt nit wehnen, das ich komen byn das gesetz odder die propheten auff zu losen (auff loset) Also thut der Papisten hauff, sagen, dise gepott Christi seyen nicht gepott sondern redte., ich byn nit komen auff zulosen, sondernn zu erfullen, denn ich sage euch warlich, bis das hymel vnd erden zurgehe, wirt nit zur gehen, der kleynist buchstab, noch eyn tittle vom gesetz, bis das es alles geschehe.

Wer nu eyns von dißen kleynisten gepotten auff loßet, vnnd leret die leutt also, der wirtt der kleynist heyssen (kleynist heyssen) das ist, wenig geacht sonder verworffen werden. (grosß heyssen) das ist, großgeacht werden. ym hymel reych, Wer es aber thut vnnd leret, der wurtt groß heyssen ym hymel reych. Denn ich sage euch, Es sey denn ewr gerechtickeyt besser, denn der schrifftgelerten vnnd phariseer (der phariseer) Der phariseer fromkeyt steht alleyn [ 15] in ausserlichen wercken vnnd scheyn Christus aber fodder dets hertzen fromkeyt., so werdet yhr nit yn das hymel reych komen. [ 15] Exod 20 et .

Leui. . 21 Yhr habt gehortt, das zu den alten gesagt ist, du sollt nit todten, wer aber todtet, der soll des gerichts schuldig seyn. 22 Jch aber sage euch, wer mit seynem bruder zurnet, der ist des gerichts schuldig, wer aber zu seynem bruder sagt, Racha (Racha) Racha ist das rauchscharren ym halß, vnd begreyffet alle zornige zeychen., der ist des rads schuldig, wer aber sagt, du narr, der ist des hellischen fewrß schuldig. 23 Darumb wenn du deyn gabe auff den allter opfferst, vnd wirst alda eyndencken, das deyn bruder ettwas widder dich hab, 24 so las alda fur dem altar, deyn gabe, vnnd gehe zuuor hyn, vnnd versune dich mitt deynem bruder, vnnd als denn kom vnnd opffer deyn gabe.

Sey willfertig deynem widersacher, bald, die weyl du noch mit yhm auff dem wege bist, auff das dich der widdersacher nit der mal eyns vbir antwortte dem richter, vnd der richter vbirantworte dich dem diener, vnd werdist ynn kercker geworffen, warlich ich sage dyr, du wirst nit von dannen erauß komen, bis du auch den letzten heller bezalest. Exod. 20. Yhr habt gehortt, das zu den alten gesagt ist, du sollt nit ehebrechen.

Jch aber sag euch, wer eyn weyb an sihet, yhr zu begeren, der hat schon mit yhr die ehe brochen ynn seynem hertzen. [ ] 29 Ergert dich aber deyn rechtes aug, so reyß (reyß) Geystlich auß reyssen, ist hie gepotten, das ist, wenn der augen lust getodtet wirt ym hertzen vnnd auethun. es auß, vnd wirffs von dyr. Es ist dyr besser, das eyns deyner glyd verderb, vnd nicht der gantze leyb ynn die helle geworffen werde, 30 Ergert dich deyne rechte hand, ßo haw sie abe vnd wirff sie von dyr, Es ist dyr besser, das eyns deyner glid verderbe, vnd nit der gantze leyb ynn die helle geworffen werde.

Matth. 18 Marci. 9 Deu. 24 Matth. 19 Marci. 10 Luce. 16 Es ist wol gesagt, wer sich von seynem weybe scheydet, der soll yhr geben eynen scheydbrieff. Jch aber sag euch, wer sich von seynem weyb scheydet (es sey denn vmb ehebruch) der macht, das sie die ehe bricht, vnnd wer eyn abgescheydete freyet, der bricht die ehe. Yhr habt weyter gehoret, das zu den allten gesagt ist, du solt keyn falschen eyd thun, vnd sollt gott deynen eydt hallten. Leuit. 19.

Jch aber sage euch, das yhr allerding nicht schweren (schweren) Alles schweren vnd eyden ist hie verpotten, das der mensch von yhm selber thutt, wens aber die lieb, nodt, nutz des nehisten, odder gottis ehre foddert, ist wolthun, gleych wie auch der zorn verpotten ist, vnnd doch loblich wenn er aus liebe vnd zu gottes ehren, erfoddert wirt. solt, widder bey dem hymel denn er ist gottis stuel noch bey der erden, denn sie ist seyner fusse schemel, nach bey Jherusalem, denn sie ist eynis grossen konigs stadt, Auch soltu nit bey deynem hewbt schweren, denn du vermagist nitt eyn eynigs har weysß odder schwartz tzu machen, Ewr rede aber sey ya, ya, neyn, neyn, was daruber ist, das ist vom argen.

Leui. 24. Deu. 19. Luce. 6 Yhr habt gehort, das gesagt ist, Eyn aug vmb eyn aug, eynen zan vmb eynen zan. Jch aber sage euch, das yhr nitt wider streben (nitt widder streben) das ist, niemant soll sich selb rechen noch rach suchen auch fur gericht, auch nitt rach begeren. Aber die vbrikeytt des schwerds, sol solches thun, vonn yhr selbs odder durch den nehisten aus lieb ermanet vnnd ersucht. solt dem vbel, sondern so dyr yemant eyn streych gibt auff deyn rechten backen, dem biete den andernn auch dar. Vnd so ymand mit dyr rechten will, vnd deynen rock nehmen, dem laß auch den mantell. Vnd so dich ymant nottiget eyn meyle, so gang mit yhm zwo.

Gib dem der dich bittet, vnnd wende dich nit von dem, der von dyr borgen will. [ 16] Yhr habt gehoret das gesagt ist. Du sollt deyn nehisten lieben vnd deynen feynd hassen.

Leui.t 19. et. 26 Luce. 6 Jch aber sage euch, Liebet ewere feynde, benedeyt die euch maledeyen, thut wol den die euch hassen, bittet fur die, so euch beleydigen vnnd verfolgen, auff das yhr kynder seyd ewers vatters yhm hymel, Denn er lest seyn Sonne auff gehen vbir die bosen vnd vbir die gutten, vnd lest regnen vbir gerechten vnd vngerechten, denn so yhr liebet, die euch lieben, was werdet yhr fur lohn haben Thun nit dasselb auch die zollner? (zollner) heyssen latinisch Publicani vnd sind gewesen, die der Romer rendte vnnd zoll bestanden haten, vnnd waren gemeyniglich gotloße heyden, dahyn von den Romern gesatzt Vnd so yhr euch nur zu ewern brudern freuntlich thut, was thutt yhr sonderlichs? thun nit die tzollner auch also?

Darumb yhr sollt volkomen seyn, gleych wie ewr vatter ym hymell volkomen ist. [ 32] Das

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