Matthew · Chapter 6
Luther’s September Testament (1522) · chapter 6 of 213 · about 4 min
Wenn du aber almosen gibst, so laß deyne lincke hand nitt wissen, was die rechte thut, auff das deyn almosen verporge sey, vnd deyn vatter, der ynn das verborgen sihet, wirt dyrs vergelten offentlich. Vnnd wenn du bettist, soltu nitt seyn, wie die heuchler, die da gerne stehen vnnd beten ynn den schulen, vnd an den ecken auff den gassen, auff das sie von den leuten gesehen werden, warlich, ich sage euch, sie haben yhrn lohn dahyn, Wenn aber du bettist, so gehe ynn deyn kemerleyn, vnnd schleuß die thur zu, vnnd bete zu deynem vater verporgen, vnnd deyn vatter, der yn das verporgen sihet, wirt dyrs vergelten offentlich.
Vnnd wenn yhr betet, sollt yhr nitt viel plappern, wie die heyden, denn sie meynen, sie werden erhoret, wenn sie viell wortt machen, darumb solt yhr euch yhn nit gleychen, Ewer vatter weyß, was yhr bedurfft, ehe dann yhr yhn bittet, darumb solt yhr also beten. Luce. Vnser vater ynn dem hymel. Deyn name sey heylig. 10 Deyn reych kome. Deyn wille geschehe auff erden wie ynn dem hymele 11 Vnser teglich brott gib vnns heutt, vnd vergib vns vnsere schulde, wie wyr vnsernn schuldigern vergeben, vnnd fure vnns nitt ynn versuchung, sondern erlose vns von dem vbel, denn, deyn ist das reych, vnd die krafft, vnnd die herlickeyt in ewickeyt. Amen.
Denn so yhr vergebt den menschen yhre feyle, so wirtt euch ewr hymelischer vatter auch vergeben, wo yhr aber den menschen nit vergebt yhre feyle, so wirtt euch ewr vater auch nitt vergeben ewre feyle. Matth.
Marci. 11 16 Wann yhr fastet, solt yhr nit sawer sehen wie die heuchler, denn sie verstellen yhr angesicht, auff das sie fur den leutten scheynen mitt yhrem fasten, warlich, ich sag euch, sie haben yhrn lohn dahyn. [ 17] 17 Wenn du aber fastist, so salbe deyn hewbt, vnnd wasche deyn angesicht, 18 auff das du nitt scheynist fur den leutten, mit deynem fasten, sondern [ 34] fur deynem vatter, welcher verporgen ist, vnd deyn vatter, der do ynn das vorporgen sihet, wirt dirs vergelten offentlich. Luce. 12 Yhr sollt euch nit schetze samlen auff erden, da sie der rost vnd die motten fressen, vnd da die diebe nach graben vnd stelen.
Samlet euch aber schetze ym hymel, da sie widder rost noch motten fressen, vnnd da die diebe nit nach graben, noch stelen, denn wo ewer schatz ist, do ist auch ewr hertz. Luce. 11 Das auge ist des leybs liecht, wenn deyn auge eynfeltig ist, so wirt deyn gantzer leyb liecht seyn, wenn aber deyn aug eyn schalck ist, so wirt deyn gantzer leyb finster seyn. Wenn aber das liecht, das ynn dyr ist, finsterniß ist, wie groß wirtt denn die finsterniß selber seyn?
Luce. 16 Niemant kan zweyen herrnn dienen, entweder, er wirt eynen hassen, vnnd den andern lieben, odder wirt eynem anhangen, vnnd den andern verachten, yhr kund nitt gott dienen vnnd dem Mammon, Darumb sage ich euch, sorget nit fur ewr leben was yhr essen vnd trincken werdet, auch nitt fur ewern leyb, was yhr antzihen werdet, ist nitt das leben mehr denn die speyse, vnd der leyb mehr denn die kleydung? Luce. 12 Sehet an die vogel vnter dem hymell, sie seen nitt, sie erndten nit, sie samlen auch nitt ynn die schewren, vnnd ewr hymlischer vatter neeret sie doch. Seyd yhr denn nitt viel mehr denn sie?
Wer ist vnnter euch, der seyner lenge eyn elle tzu setzen muge? ob er gleych drauff sorget, worumb sorget yhr denn fur die kleydung? Schawet die lilien auff dem feld, wie sie wachsen, sie erbeytten nitt, auch nehen sie nit, ich sage euch, das auch Salomon ynn alle seyner herlickeyt, nit bekleydt gewesen ist, als der selbigenn eyns, 2 Cor. 9 So dann gott das graß auff dem felld also kleydet, das doch heutte steht, vnnd morgen ynn denn offen geworffen wirtt, sollt er das nit viel mehr euch thun, o yhr kleyn glewbigen? Darumb sollt yhr nitt sorgen, vnd sagen, was werden wyr essen, was werden wir trincken, wo mit werden wyr vnns kleyden? Nach solchem allem trachten die heyden.
Denn ewr hymlischer vatter weyß, das yhr des alles bedurffet, 33 tracht am ersten nach dem reych gottis, vnnd nach seyner gerechtickeyt, ßo wirt euch solchs alles zufallen, 34 Drumb sorget nit fur den andern morgenn, denn der morgene tag, wirt fur das seyn sorgenn. Es ist gnug das eyn iglich tag seyn eygen vbell (seyn eygen vbell) das ist tegliche arbeytt, vnnd will, es sey gnug das wir teglich arbeyten, sollen nicht weytter sorgen. habe. [ ] Das