Luke · Chapter 17
Luther’s September Testament (1522) · chapter 51 of 213 · about 5 min
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Und er zoch hyneyn vnd gieng durch Jericho, vnd sihe, da war eyn man, genant Zacheus, der war eyn vbirster zollner, vnd war reych, vnd begerte Jhesum zu sehen, wer er were, vnd kund nit fur dem volck, denn er war kleyn von person, Vnd er lieff fur hyn, vnd steyg auff eynen wilden feygen bawm συκάμινος morus est, supra cap. xvii συκομοραῖα ficus ægyptia non capri ficus a ficu & moro Vide Athen li. ii. auff das er yhn sehe, denn alda sollt er durchkomen, vnnd als Jhesus kam an die selben stett, sahe er auff, vnd wart seyn gewar, vnd sprach zu yhm, Zachee, steyg eylend er nyder, denn ich mus heut zu deynem hauße eynkeren, vnd er steyg eylend er nydder, vnnd nam yhn auff mit freuden, Da sie das sahen, murreten sie alle, das er bey eynem sunder eyn keret.
Zacheus aber tratt dar, vnnd sprach zu dem herren, sihe, Herr, die helfft meyner gutter gebe ich den armen, vnd so ich habe yemand betrogen, das gebe ich vierfaltig widder, Jhesus aber sprach zu yhm, Heutt ist disem hauße heyl widder faren, seyntemal er auch Abrahams son ist, denn des menschen son ist komen zu suchen vnd selig zu machen das verloren ist.
Da sie nu zu horeten, saget er weytter eyn gleychnis, darumb, das er nahe bey Jerusalem war, vnd sie meyneten das reych Gottis sollt also bald offinbart werden vnd sprach, Matth. 25 Eyn Edeller zoch ynn eyn ferne land, das er eyn reych eyn neme, vnd dann wider keme, disser foddert zehen seyner knechte vnd gab yhn zehen pfundt, vnd sprach zu yhn, handellt, bis ich widder kome, seyne burger aber waren yhm feynd, vnd schickten eyne botschafft nach yhm, vnd ließen yhm sagen, wyr wollen nicht, das diser vber vns hirsche.
Vnd es begab sich da er wider kam, nach dem er das reych eyngenommen hatte, hies er die knecht foddern, wilchen er seyn gellt geben hatte, das er wiste, was eyn iglicher gehandellt hette. Da tratt erzu der erste, vnd sprach, [ 298] Herr, deyn pfund hat zehen pfund erworben, vnd er sprach zu yhm, Ey du fromer knecht, die weyl du bist ym geringsten trew gewesen, solltu macht haben vber zehen stedte.
Der ander kam auch vnd sprach, Herr deyn pfund hatt funff pfund tragen, zu dem sprach er auch, vnd du sollt seyn vber funff stedte. [ 126] Vnd der dritte kam vnd sprach, Herre, sehe da, hie ist deyn pfundt, wilchs ich habe ym schweys tuch behalten, ich furcht mich fur dyr, denn du bist eyn hartter man, du nympst, da du nit hyn geleget hast, vnd erndtist, da du nit geseet hast, Er sprach zu yhm, Aus deynem mund richt ich dich, du schalck, wustestu, das ich eyn hartter man bynn, neme das ich nicht gelegt habe, vnd erndte, da ich nicht geseet habe, warumb hastu denn meyn gellt nicht ynn die wechselbanck geben? Vnd wenn ich komen were, hett ichs mit wucher erforddert.
Vnnd er sprach zu denen, die da bey stunden, Nemet das pfundt von yhm vnd gebets dem, der zehen pfund hatt, Vnnd sie sprachen zu yhm, Herr, er hat schon zehen pfund, Jch sage euch aber, der do hat dem wirt geben werden, von dem aber der nicht hatt, wirt auch das genommen werden, das er hatt, Doch ihene meyne feynde, die nicht wollten, das ich vbir sie herschen sollte, bringt her, vnd erwurget sie fur myr, Vnd als er solchs saget, zoch er fortt vnd gieng hynauff gen Jerusalem.
M atth. 21 M arci. 11 Vnd es begab sich, als er nahet gen Bethphage vnnd Bethanien an den oleberg, sand er seyner iunger zween, vnd sprach, gehet hynn ynn den marckt der gegen euch ligt, vnd wenn yhr hyneyn kompt, werdet yhr eyn fullen angepunden finden, auff wilchem noch nie keyn mensch gesessen ist, loset es ab, vnnd bringets, Vnnd so euch ymant fraget, warumb yhrs ab loset, so saget also zu yhm, der herr darff seyn.
Vnd die gesanten giengen hyn vnd funden wie er yhn gesagt hatte, da sie aber das fullen ab loßeten, sprachen seyne herren zu yhn, warumb loset yhr das fullen ab? sie aber sprachen, der herre bedarff seyn, vnd sie brachtens zu Jhesu, vnd wurffen yhr kleyder auff das fullen, vnd satzten Jhesum drauff, da er nu hyn zog, breytten sie yhre kleyder auff den weg.
Vnnd da er zoch den oleberg erab, fieng an der gantze hauff seyner iunger, mit freuden Gott zu loben, mit lautter stymm, vber allen thatten, die sie gesehen hatten, vnd sprochen, Gebenedeyet sey der do kompt ynn dem namen des herren, frid sey ym hymel vnd preyße ynn der hohe, vnd ettlich [ 300] der phariseer ym volck, sprachen zu yhm, Meyster straffe doch deyne iunger, vnd er antwort vnd sprach zu yhn, Jch sage euch, wo diße schweygen werden, so werden die steyne schreyen.
Vnd als er nahe hyntzu kam, sahe er die stad an, vnnd weynet vber sie vnd sprach, Wenn du wustest was zu deynem fryde dienet, so wurdestu es an deynem heutigen tag bedencken, aber nu ists fur deynen augen verporgen, denn es wirt die zeyt vbir dich komen, das deyne feynde werden vmb dich vnd vmb deyne kinder, mit dyr, eyn wagenburg schlahen, dich belegen, vnd an allen ortten engsten vnd schleyffen, vnd werden keynen steyn auff dem andern lassen, darumb, das du nicht erkennet hast die zeyt darynn du heym sucht bist. [ 127] Matth. 21 Marci. 11 Jsa. 56 Vnd er gieng ynn den tempel, vnd fieng an aus zu treyben die drinnen verkaufften vnd kaufften, vnd sprach zu yhn, Es stehet geschrieben, Meyn haus ist eyn bett haus, yr aber habts gemacht zur morder gruben, vnd lerete teglich ym tempel, Aber die hohen priester vnd schrifft gelerten vnnd die furnemisten ym volck, trachten yhm nach, das sie yhn vmbrechten, vnnd funden nicht, wie sie yhm thun sollten, denn das volck hieng yhm an, vnd horet yhn.
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