Luke · Chapter 18
Luther’s September Testament (1522) · chapter 52 of 213 · about 5 min
. Unnd es begab sich der tage eynen, da er das volck leret ym tempel, vnd predigt das Euangelion, da tratten zu yhm die hohen priester vnd schrifftgelerten mit den Elltisten, vnd sagten zu yhm vnd sprachen, sage vns, Aus waser macht thustu das? odder wer hatt dyr die macht geben? Er aber antwortet vnnd sprach zu yhn, ich will euch auch eyn wort fragen, saget myrs, Die tauffe Johannis, war sie vom hymel oder von den menschen?
Sie aber gedachten bey sich selbs, vnd sprachen, sagen wyr, vom hymel, so wirt er sagen, warumb habt yhr denn yhm nicht glawbet? sagen wyr aber, von den menschen, so wirt vns alles volck steynigen, denn sie stehen drauff, das Johannes eyn prophet ist, vnd sie antwortten, sie wusten nit wo er her were, vnnd Jhesus sprach zu yhn, so sage ich euch auch nicht, aus waser macht ich das thu. Matth. 21 Marci.
Er fieng aber an zu sagen dem volck dise gleychnis, Eyn mensch pflantzt eynen weynberg, vnd thett yhn den weyngertner aus, vnnd zoch vber land eyn [ 302] gute zeyt, vnd zu seyner zeyt, sand er eynen knecht zu den weyngartnern, das sie yhm geben von der frucht des weynbergs, Aber die weyngartner steupten yhn, vnd liessen yhn leer von sich, Vnd vber das, sand er noch eynen andern knecht, sie aber steupten den selben auch, vnd honeten yhn, vnd liessen yhn leer von sich, Vnd vber das, sand er den dritten, sie aber verwunten den auch, vnd stiessen yhn hynaus.
Da sprach der herr des weynberges, was soll ich thun? ich will meynen liebsten son senden, villeicht, wenn sie den sehen, werden sie sich schewen. Da aber die weyngartner den sohn sahen, dachten sie bey sich selbs, vnd sprachen, das ist der erbe, kompt, last vns yhn todten, das das erbe vnser sey, vnd sie stiessen yhn hyn aus fur den weynberg, vnnd todten yhn, Was wirt nu der herr des weynbergis den selbigen thun? Er wirt komen vnd vmbbringen diese weyngertner, vnd seynen weynberg andern aus thun, Da sie das horeten, sprachen sie, das sey ferne. Er aber sahe sie an vnd sprach, was ist denn das, das geschrieben stehet, Psal. 117.
Der steyn, den die bawleutt verworffen haben, ist worden eyn ecksteyn? welcher auff disen steyn fellet, der wirtt zur schellen, auff welchen aber er fellet, den wirt er zu malmen. Vnd die hohen priester vnd schrifftgelerten trachten darnach, wie sie die hend an yhn legten zu der selbigen stunde, vnd furchten sich fur dem volck, denn sie vernamen, das er auff sie dise gleychnis gesaget hatte. Matth.
Marci. 12 20 Vnd sie hielten auff yhn, vnd sandten laurer aus, die sich stellen solten, [ 128] als weren sie frum, auff das sie yhn fiengen ynn der rede, da mit sie yhn vbirantwortten kundten der vbirkeyt vnnd gewalt des landtpflegers, 21 vnd sie fragten yhn vnd sprachen, Meyster, wyr wissen, das du auffrichtig redist vnd lerist, vnd achtist keyns menschen ansehen, sondern du lerist den weg Gottis recht, 22 Jsts recht das wyr dem keyser den schos geben, odder nicht? Er aber mercket yhr bose tuck, vnnd sprach zu yhn, was versucht yhr mich? zeygt myr den pfennig, wes bild vnd vbirschrifft hatt er?
Sie antworten vnd sprachen, des Keysers, Er aber sprach zu yhn, so gebt dem Keyser, was des Keysers ist, vnnd Gotte, was Gottis ist, vnnd sie kundten seyn wortt nit thaddelln fur dem volck, vnd verwunderten sich seyner antwort, vnd schwigen still.
M atth. 22 Deuter. 35 Da tratten zu yhm ettlich der Saduceer, wilche da hallten, es sey keyn aufferstehen, vnd fragten yhn vnd sprachen, Meyster, Moses hat vns geschrieben, so ymands bruder stirbt, der eyn weyb hatt vnd stirbt erblos, so soll seyn bruder das weyb nemen, vnd seynem bruder eynen samen erwecken, Nu waren sieben bruder, der erst nam eyn weyb, vnd starb erblos, vnd [ 304] der ander nam das weyb, vnnd starb auch erblos, vnd der drit nam sie, des selben gleychen alle sieben, vnd liessen keyne kinder, zu letzt nach allen starb auch das weyb, Nu yn der aufferstehung, wilches weyb wyrt sie seyn vnter denen? denn sieben haben sie zu weybe gehabt.
Vnd Jhesus antwortt vnnd sprach zu yhn, Die kinder diser welt freyen vnd lassen sich freyen, wilche aber wirdig seyn werden ihene wellt zu erlangen vnd aufferstehung von den todten, die werden widder freyen nach sich freyen lassen, denn sie kunden hynfurt nit sterben, denn sie sind den engelln gleych vnnd Gottis kinder, die weyl sie kinder sind der aufferstehung.
Das aber die todten aufferstehen, hatt auch Moses deuttet bey dem pusch, da er den herrnn heyst, Exodi. 3 eynen Gott Abraham vnnd eynen Gott Jsaac vnnd eynen Gott Jacob, Gott aber ist nicht der todten, sondern der lebendigen Gott, denn sie leben yhm alle, Da antworten etliche der schrifftgelerten vnd sprachen, meyster du hast recht gesagt, vnd sie thursten yhn furter nichts mehr fragen. M atth. 22 Psal. 109. Er sprach aber zu yhn, wie sagen sie, Christus sey Dauids son? vnd er selbs Dauid spricht ym psalmen buch, Der herr hatt gesagt zu meynem herrn, setze dich zu meyner rechten, bis das ich lege deyne feynde, zum schemel deyner fusse, Dauid nennet yhn eynen herrenn, wie ist er nu seyn son?
M atth. 23 Da aber alles volck zu horet, sprach er zu seynen iungern, huttet euch fur den schrifftgelerten, die da wollen eynher tretten ynn langen kleydern, vnd lassen sich gern grussen auff dem marckt, vnd sitzen gern oben an ynn den schulen, vnd vber tissch, sie fressen der wittwen heuser, vnd wenden lange gepett fur, die werden deste schwerer verdamnis empfahen. Das eyn vnd