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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 54

Luke · Chapter 20

Luther’s September Testament (1522) · chapter 54 of 213 · about 7 min

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Es war aber nahe das fest der sussen brod, das do ostern heyst, vnnd die hohen priester vnnd schrifftgelerten trachten wie sie yhn todten, vnnd furchten sich fur dem volck, Es war aber der Satanas gefarn yn den Judas genant Jscharioth, der da war aus der zal der zwelffe, vnd er gieng hyn vnnd redet mit den hohen priestern vnd mit der vberkeyt, wie er yhn wollt yhnen vbirantworten, vnd sie worden fro, vnd gelobten yhm gelt zu geben, vnd er versprach sich, vnnd suchte gelegenheyt, das er yhn vberantwort on lermen.

Matth. 26 Marci. 14 Es kam nu der tag der sussen brod, auff wilchen man muste opffern das oster lamb, vnd er sante Petron vnd Johannen vnd sprach, gehet hyn, bereyttet vns das osterlamb, auff das wyrs essen, sie aber sprachen zu yhm, wo wiltu das wyrs bereytten?

Er sprach zu yhn, sehet, wenn yhr hyneyn kompt ynn die stadt, wirt euch begegen eyn mensch, der tregt eynen wasser krug, folget yhm nach ynn das haus, da er hyneyn gehet, vnnd saget zu dem haußhern, der meyster lest dyr sagen, wo ist der saal, darynn ich das osterlamp essen muge mit meynen iungern? vnd er wirt euch einen grossen gepflastertten saal zeygen, daselbs bereyttet es, Sie giengen hyn, vnd funden wie er yhn gesagt hatte, vnd bereytten das osterlamb. [ 310] Vnd da die stund kam, satzt er sich nydder, vnd die zwelff Apostel mit yhm, vnnd er sprach zu yhnen, Mich hatt hertzlich verlanget dis osterlamb mit euch zu essen, ehe denn ich leyde, denn ich sage euch, das [ 131] ich hynfurt nit mehr dauon essen werde, bis das erfullet werde ym reych Gottis, vnd er nam den kilch, dancket vnnd sprach, Nemet den selben vnd teylet yhn vnter euch, denn ich sage euch, ich werde nit trincken von dem gewechs des weynstocks bis das reych Gottis kome.

Matth. 26 Marci. 14 Vnd er nam das brod, dancket vnd brachs, vnd gabs yhn, vnnd sprach, Das ist meyn leyb, der fur euch geben wirt, Das thut zu meynem gedechtnis. Desselbigen gleychen auch den kilch, nach dem sie zu abent gessen hatten, vnd sprach, Das ist der kilch, das newe testament ynn meynem blutt, das fur euch vergossen wirt. Doch, sehet, die hand meynes verrheters, ist mit myr vber tissch, vnd zwar des menschen son gehet hyn, wie es beschlossen ist, Doch weh dem selben menschen, durch wilchen er verrhaten wirt, vnnd sie fiengen an zu fragen vnter sich selbs, wilcher es doch were vnter yhn, der das thun wurde.

Matth. 20 M arci. 10 Es er hub sich auch eyn zang vnter yhnen, Wilcher vnter yhn gehallten wurde, das er der grosist seyn solt, Er aber sprach zu yhnen Die welltlichen konige hirschen, vnd die gewalltigen, heysset man gnedige herrn, yhr aber nicht also, sondern der grossist vnter euch, soll seyn wie der iungst, vnnd der furnemst, wie der diener, Denn wilcher ist der grossist? der zu tissch sitzt? odder der da dienet? ists nicht also, das der zu tissch sitzt? ich aber byn mitten vnter euch, wie eyn dienender, yhr aber seytts, die yhr beharret habt bey myr, ynn meynen anfechtungen, vnnd ich will euch das reych bescheyden, wie myr meyn vater bescheyden hatt, das yhr essen vnd trincken sollt vber meynem tissch ynn meynem reych, vnd sitzen auff stulen, vnnd richten die zwelff geschlecht von Jsrael.

Matth. 26 Marci. 14 Der herr aber sprach, Simon, Simon, sihe, der Satanas hat ewr begerd, das er euch mocht sichten wie den weytzen, ich aber hab fur dich gepeten, das deyn glawbe nicht auff hore, vnd wenn du der mal eyns dich bekerist, ßo stercke deyne bruder, Er sprach aber zu yhm, Herre, ich byn bereyt mit dyr yn gefengnis vnnd ynn den todt zu gehen, Er aber sprach, Petre ich sage dyr, der han wirt heutte nitt krehen, ehe denn du dreymal verleucket hast, das du mich kennest. Vnd er sprach zu yhnen, So offt ich euch gesand hab on beuttel, on tasschen vnnd on schuch, habt yhr auch yhe mangel gehabt?

Sie sprachen, nie keynen, Da sprach er zu yhnen, aber nu, wer eynen beuttel hat, der neme yhn, desselben gleychen auch die tasschen, wer aber nicht hatt, der verkeuff seyn [ 312] kleyd, vnnd keuffe eyn schwerdt, denn ich sage euch, Es mus noch das auch vollendet werden, am myr, das geschrieben stehet, Jsai. 53 Er ist vnter die vbelthetter gerechnet, denn was von myr geschrieben ist, das hatt eyn ende, sie sprachen aber, Herre, sihe, hie sind zwey schwerd (Es ist gnug) Das ist, es gillt nit mehr, mit dem leyplichen schwerd fechten, Sondern es gilt hynfurt leyden vmb des Euangelio willen, vnnd creutz tragen, denn man kan widder den teuffel nit mitt eyßen fechten, darumb ist nott alles dran zu setzen, vnd nur das geystlich schwerd, das wort Gotis zu fassen., Er aber sprach zu ynen, Es ist gnug.

M atth. 26 Marci. 14 Johan. 18 Vnnd er gieng hynaus, nach seyner gewonheyt an den oleberg, Es folgeten yhm aber seyne iunger nach an dem selben ortt, vnd als er da hyn kam sprach er zu yhn, Bettet, auff das yhr nit ynn anfechtung [ 132] fallet, vnd er reyß sich von yhnen, bey eynem steynworff, vnd knyet nyder, betet vnd sprach, Vater, wiltu, so nym disen kilch von myr, doch nicht meyn, sondern deyn wille geschehe, Es erscheyn yhm aber eyn engel von hymel, vnd sterckt yhn, vnd es kam, das er mit dem todt rang, vnd bettet hefftiger, Es wart aber seyn schweyß, wie bluts tropffen, die fielen auff die erden, vnd er stund auff von dem gepett, vnd kam zu seynen iungern, vnd fand sie schlaffen fur traurigkeyt, vnd sprach zu yhn, was schlafft yhr? stehet auff vnd bettet, auff das yhr nicht ynn anfechtung fallet.

Matth. 26 M arci. 14 Johan. 18 Da er aber noch redet, sihe, die schar vnnd eyner von den zwelffen genant Juda, gieng fur yhn her, vnd nahet sich zu Jhesu, yhn zu kussen, Jhesus aber sprach zu yhm, Juda, verrethistu des menschen son mit eynem kusß?

Da aber sahen, die vmb yhn waren, was da werden wollt, sprachen sie zu yhm, Herre, sollen wyr mit dem schwerd dreyn schlagen? vnd eyner aus yhnen schlug des hohen priesters knecht, vnd hyeb yhm seyn recht ohr ab, Jhesus aber antwort vnd sprach lasset sie doch (ßo ferne) Last sie yhren muttwillen vben, so fern yhn verhengt wird, es hatt alles seynen richter, das wyrs nicht durffen selbs rechen. so ferne machen, vnd er ruret seyn ohre an, vnd heylet yhn.

Jhesus aber sprach, zu den hohen priestern vnd vbirsten des tempels vnnd den elltisten die zu yhm komen waren, yhr seytt als zu eynem morder mitt schwerdten vnnd mit stangen aus gangen, ich byn teglich bey euch ym tempel gewesen, vnd yhr habt keyn hand an mich gelegt, Aber dis ist ewere stunde vnd die macht der finsternisse, Sie gryffen yhn aber vnnd fureten yhn, vnd brachten yhn ynn des hohen priesters haus, Petrus aber folgete von fernen.

M atth. 26 M arci. 14 Johan. 18 Da zundten sie eyn fewr an, mitten ym pallatz, vnd satzten sich zusamen, vnd Petrus satzt sich vnter sie, da sahe yhn eyne magd sitzen bey dem liecht, vnd sahe eben auff yhn vnd sprach zu yhm, diser war auch mit yhm, Er aber verleugnet yhn vnd sprach, weyb, ich kenn seyn nit. Vnd vber eyn kleyne weyle, sahe yhn eyn ander, vnnd sprach, du bist auch der eyner, Petrus aber sprach, Mensch ich bins nicht.

Vnd vbir eyn weyle, bey eyner stunde, bekrefftigets eyn ander, vnd sprach, werlich, disser war auch mit yhm, [ 314] denn er ist eyn Gallileer, Petrus aber sprach, Mensch, ich weys nicht was du sagest, vnnd als bald, da er noch redet, krehet der han, vnd der herr wand sich, vnd sahe Petern an, vnnd Petrus gedachte an des herrn wortt, als er zu yhm gesagt hatte, ehe denn der han krehet, wirstu mich dreymal verleugnen vnnd Petrus gieng hynaus, vnd weynet bitterlich.

Die menner aber, die Jhesum hielten, verspotteten yhn vnd schlugen yhn, verdeckten yhn, vnnd schlugen yhn yns angesicht, vnd fragten yhn, vnd sprachen, weyßsage, wer ists, der dich schlug? vnnd viel andere lesterungen sagten sie zu yhm.

Matth. 26 M arci. 14 Johan. 18 Vnd als es tag wart, samleten sich die eltisten des volcks, die hohen priester vnd schrifftgelerten, vnnd fureten yhn hynauff, fur yhren rad vnnd sprachen, Bistu Christus? sags vnns, Er sprach aber zu yhn, sage ichs euch, so glewbet yhr nicht, frage ich aber, so antwortet yhr nicht, vnnd last mich dennoch nit loß, Darumb, von nu an wirt des [ 133] menschen son sitzen zur rechten hand der krafft Gottis, Da sprachen sie alle, bistu denn Gottis son? Er sprach zu yhn, yhr sagets, denn ich byns, Sie aber sprachen, was durffen wyr weytter zeugnis? wyr habens selbs gehoret aus seynem mund. Das drey vnd

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