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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 67

John · Chapter 13

Luther’s September Testament (1522) · chapter 67 of 213 · about 5 min

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. Fvr dem fest aber der ostern, da Jhesus erkennet, das seyne zeyt komen war, das er aus diser wellt zoge zum vatter, wie er hatte geliebet die seynen, die ynn der wellt waren, so liebet er sie ans ende, vnd nach dem abent essen, da schon der teuffel hatte dem Juda Simonis Jschariothis yns hertz geben, das er yhn verrhiete, wuste Jhesus, das ym der vater hatte alles yn seyne hende geben, vnd das er von Gott komen war, vnd zu Gott gieng, stund er vom abent mal auff, leget seyne kleyder ab, vnd nam eyn schurtz vnd vmbgurtet sich, darnach gos er wasser ynn eyn becken, hub an den iungern die fusße zu wasschen, vnd trocket sie mit dem schurtz, damit er vmbgurtet war.

Da kam er zu Simon Petron, vnd derselb sprach zu yhm, Herr, solltistu myr meyne fusß wasschen? Jhesus antwort vnnd sprach zu yhm, was ich thu, das weystu itzt nitt, du wirsts aber hernach erfaren, da sprach Petrus zu yhm, nymmer mehr solltu myr die fusß wasschen, Jhesus antwort yhm, werd ich dich nit wasschen, so hastu keyn teyl mit myr, Spricht zu ym Simon Petrus, Herr, nit die fuß alleyn, sondern auch die hende vnnd das hewbt, [ 382] Spricht Jhesus zu yhm, wer gewasschen ist, der darff nicht, denn die fusß wasschen lassen, sondern er ist gantz reyn, vnd yhr seyt reyn, aber nicht alle, denn er wuste seynen verrether wol, darumb sprach er, yhr seyt nit alle reyn.

Da er nu yhr fusß gewasschen hatte, vnd seyne kleyder genommen, satzt er sich wider nyder, vnd sprach aber mall zu yhn, wisset yhr, was ich euch than habe? yhr heysset mich Meyster vnd herr, vnnd saget recht daran, denn ich byns auch, so nu ich, ewer meyster vnd herre, euch die fusß gewasschen habe, sollet yhr auch euch vnternander die fusß wasschen, Eyn beyspiel hab ich euch geben, das yhr thut, wie ich euch than habe, warlich warlich sage ich euch, der knecht ist nicht grosser denn seyn herr, noch der Apostel grosser, denn der yhn gesand hat.

So yhr solchs wisset, selig seytt yhr, so yhrs thut, Nicht sage ich von euch allen, ich weis, wilche ich erwelet habe, sondern das die schrifft erfullet werde, Psal. 40. Der meyn brod isset, der tritt mich mit fussen, [ 160] itzt, sage ichs euch, ehe denn es geschicht, auff das, Matth. 10 Luce. 10 wenn es geschehen ist, das yhr gleubt, das ichs bynn, warlich warlich ich sage euch, wer auff nympt, so ich yemand senden werde, der nympt mich auff, wer aber mich auff nympt, der nympt den auff, der mich gesand hat. Matth. 26 Marci. 14 Luce.

Da solchs Jhesus gesagt hatte, erschuttert er sich ym geyst, vnnd zeugete vnnd sprach, warlich warlich sage ich euch, eyner vnter euch wirt mich verrhaten, Da sahen sich die iunger vnternander an, vnd wart yhn bange, von wilchem er redet. Es war aber eyner vnter seynen iungern, der zu tissch saß auff dem schoß Jhesu, welchen Jhesus lieb hatte, dem wincket Simon Petrus, das er forschen solt, wer es were, von dem er saget, denn der selbige lag auff der brust Jhesu, vnd sprach zu yhm, Herr, wer ists?

Jhesus antwort, der ists, dem ich den byssen eyn tauche vnd gebe, vnd er taucht den byssen eyn, vnd gab yhn Juda Simonis Jscharioth, vnd nach dem bissen, fur der teuffel ynn yhn Da sprach Jhesus zu yhm, was du thust, das thue auffs schirst, das selbige aber wuste niemant vbir dem tissch, wo zu ers yhm sagete, Ettlich meyneten, die weyl Judas den beuttel hatte, Jhesus sprech zu yhm, keuff, was vns nodt ist auffs fest, odder das er den armen etwas gebe, Da er den bissen genommen hatte, gieng er so bald hyn aus, vnd es war nacht, Da er aber hynaus gangen war, spricht Jhesus, Nu ist des menschen son verkleret, [ 384] vnnd Gott ist verkleret ynn yhm, Jst Gott verkleret ynn yhm, so wirt yhn Gott auch verkleren ynn yhm selbs, vnd wirt yhn bald verkleren. (Gepott) Das Euangelion ist eygentlich eyn predigt von der gnad Gottis, die on werck rechtfertigt, darnach zeygt es auch an, was solche rechtfertigen thun sollen, nemlich lieben, wie Paulus auch thutt ynn seynen Epistolen, das sie den glawben beweysen, Darumb ists eyn new gepott, vnd newen menschen geben, die on werck rechtfertig sind. (nicht) Die wonung sind von ewickeyt bereytt, vnd es darffs nicht das er sie bereytte, vnnd gehet doch hyn sie zu bereytten, das ist, er wyrt eyn herr vber alles da mit er vns bereytte zu solchen wonungen, Denn so lange wyr nicht bereytt sind, sind die wonung vns noch nicht bereytt, ob sie wol an yhn selbs bereytt sind.

Lieben kindlin, ich byn noch eyn kleyne weyl bey euch, yhr werdet mich suchen, vnd wie ich zu den Juden saget, wo ich hyn gehe, da kund yhr nicht hyn komen, vnd sage euch nu, eyn new gepott gebe ich euch, das yhr euch vnternander liebet, wie ich euch geliebet habe, Da bey wyrt yderman erkennen, das yhr meyn iunger seyt, so yhr liebe vnternander habt, Spricht Simon Petrus zu yhm, Herr wo gehistu hyn?

Jhesus antwort yhm, do ich hyn gehe, kanstu myr dis mal nitt folgen, aber du wirst myr her nach mals folgen, Petrus spricht zu yhm, Herr warumb kan ich dyr dis mal nicht folgen? ich wyll meyn leben bey dyr lassen, Jhesus antwort yhm, solltistu deyn leben bey myr lassen? warlich warlich, ich sage dyr, der han wirt nicht krehen, bis du mich drey mal habist verleugnet. Das

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