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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 128

1 Corinthians · Chapter 13

Luther’s September Testament (1522) · chapter 128 of 213 · about 2 min

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. Wenn ich mit menschen vnd mit engel zungen redet, vnd hette die liebe nicht, so were ich eyn dohnend ertz, odder eyn klingende schelle, Vnd wenn ich weyssagen kundt, vnd wuste alle geheymnis, vnd alle erkentnis, vnd hette, allen glawben, (allen glawben) wie wol alleyn der glawb rechtfertiget, als S. Paulus allenthalben treybt, doch wo die liebe nicht folget, were der glaube gewißlich nicht recht, ob er gleych wunder thett. also, das ich berge versetzete, vnd hette der liebe nicht, so were ich nichts. Vnd wenn ich alle meyn habe den armen gebe, vnd ließ meynen leyb brennen, vnd hette der liebe nicht, so were myrs nichts nutze.

Die liebe ist langmutig vnd freuntlich, die liebe eyffert nicht, die liebe schalcket nicht, sie blehet sich nicht, sie stellet sich nicht honisch, sie sucht nicht das yhre, sie lest sich nicht erbittern, sie gedenckt nicht arges, sie frewet sich nicht vber der vngerechtickeyt, sie frewet sich aber mit der warheyt, sie vertreget alles, sie glewbet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles, die liebe verfellet nymer mehr, ßo doch die weyssagung auffhoren werden, vnd die zungen auffhoren werden, vnd das erkentnis auffhoren wirt. [ 270] (stuckwerck) wie wol wyr ym glawben alles haben vnd erkennen, was Gott ist vnnd vns gibt, so ist doch das selb erkennen noch stuckwerck vnd vnuolkomen gegen der zukunfftigen klarheyt. (die grossist) Liebe rechtfertiget nicht, ßondern der glaub, Ro. 1 weyl aber glawb vnnd hoffnung gegen Got handeln, vnnd nur guttis empfahen, datzu auffhoren mussen.

Die liebe aber gegen dem nehisten handelt vnd nur gutis thut, dazu ewig bleybt, ist sie grosser, das ist, weytter, thettiger, vnnd werhafftiger. Denn vnser wissen ist stuckwerck, vnnd vnser weyssagen ist stuckwerck, Wenn aber komen wirt, das volkomene, so wirt das stuckwerck auffhoren. Da ich eyn kind war, da redet ich wie eyn kind, vnd richtet wie eyn kind, vnd hette kindische anschlege, Da ich aber eyn man wart, that ich abe was kindisch war. Wyr sehen ytzt durch eyn spiegel ynn eynem tunckeln wort, denne aber von angesicht zu angesicht. Jtzt erkenne ichs stucksweyß, denne aber werd ichs erkennen, gleych wie ich erkennet byn.

Nu aber bleybt, glawbe, hoffnung, liebe, dise drey, aber die liebe ist die grossist vnter yhn. [ 124] Das

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