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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 33

Mark · Chapter 13

Luther’s September Testament (1522) · chapter 33 of 213 · about 8 min

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Vnd da er zu Bethanien war ynn Simonis des aussetzigen hauße, vnd sasß zu tisch, da kam eyn weyb, die hatte eyn glasß mitt vngefellschtem vnd kostlichem narden wasser, vnd sie zu brach das glas vnd gos es auff seyn hewbt, da waren ettlich, die wurden entrustet, vnd sprachen, was soll doch diser vnradt? man kund das wasser mehr denn vmb drey hundert pfennige verkaufft haben, vnd dasselb den armen geben, vnnd murreten vber sie. [ 194] Jhesus aber sprach, last sie mitt friden, was bekummert yhr sie?

Sie hatt eyn gutt werck an myr gethan, yhr habt alltzeytt armen bey euch, vnd wenn yhr wollt, kundt yhr yhn gutt thun, mich aber habt yhr nit alltzeyt, Sie hatt than was sie kund, sie ist zuuor komen, meynen leychnam zu salben, zu meynem begrebnis, Warlich ich sage euch, wo dis Euangelion predigt wirtt yn aller wellt, da wirtt man auch das sagen, zu yhrem gedechtnis, das sie itzt than hat. Matth. 26 Luce. 22 Vnd Judas Jscharioth, eyner von den zwelffen, gieng hyn zu den hohen priestern, das er yhn verrhiete, da sie das horeten, wurden sie fro, vnd verhiessen yhm das gelt zu geben, vnnd er suchte, wie er yhn fuglich verrhiete.

Matth. 26 Luce. 22 Vnd am ersten tag der susß brod, da man das osterlamp opfferte, sprachen seyne iunger zu yhm, wo wiltu das wyr hyn gehen, vnnd bereytten, das du das osterlamp essist?

Vnnd er sandte seyner iunger zween, vnd sprach zu yhn, gehet hyn ynn die stadt, vnd es wirt euch eyn mensch begegen, der tregt eyn krug mit wasser, folget yhm nach, vnd wo er eyngehet, da sprecht zu dem haußwirt, der meyster lest dyr sagen, wo ist das gasthaus, darynn ich das osterlamb esse mitt meynen iungern? vnd er wirtt euch eynen grossen saal zeygen, der gepflastert vnd bereyttet ist, da selbs richtet fur vns zu, vnd die iungern giengen aus, vnd kamen ynn die stadt, vnd fundens, wie er yhn gesagt hatte, vnd bereytten das osterlamb.

Am abent aber, kam er mit den zwelffen, vnd als sie zu tisch sassen vnnd assen, sprach Jhesus, warlich ich sage euch, Eyner vnter euch der mit myr isset, wirt mich verrhaten, vnd sie wurden trawrig vnd sagten zu yhm, eyner nach dem andern, Byn ichs? vnnd der ander, bynn ichs? Er antwortt vnnd sprach zu yhnen, Eyner aus den zwelffen, der mit myr ynn die schussell tauchett, zwar des menschen son gehet hynn, wie von yhm geschrieben stehet, weh aber dem menschen, durch welchen des menschen son verrhaten wirt, es were dem selben menschen besser, das er nie geporn were.

Vnd ynn dem sie assen, nam Jhesus das brod, vnd sprach den segen, vnd brachs, vnd gabs yhn, vnnd sprach, Nemet, Esset, das ist meyn leychnam, vnd nam den kylch, vnd dancket, vnd gabe yhn den, vnd sie truncken alle draus, vnd er sprach zu yhnen, das ist meyn blut, des newen testaments, das fur viele vergossen wirt, Warlich ich sage euch, das ich hynfurt nicht trincken werde, von dem gewechße des [ 82] weynstocks, bis auff den tag, da ichs [ 196] newe trincke ynn dem reych Gottis, vnd da sie den lobesang gesprochen hatten, giengen sie an den oleberg.

Vnd Jhesus sprach zu yhnen, yhr werdet euch ynn diser nacht alle an myr ergern, denn es stehet geschrieben, Jch werd den hirtten schlagen, vnd die schaff werden sich zu strewen, Zachari. 13 Aber nach dem ich aufferstehe, will ich fur euch hyn ynn Gallilean gehen, Petrus aber saget zu yhm, vnd wenn sie sich alle ergerten, so wolt doch ich mich nit ergern, Vnd Jhesus sprach zu yhm, warlich ich sage dyr, Heutte ynn diser nacht, ehe denn der han zweymal krehet, wirstu mich drey mal verleugnen, Er aber redte noch weytter, ia wenn ich mit dyr auch sterben muste, wolte ich dich nit verleugnen, des selbigen gleychen sagten sie alle.

Vnnd sie kamen ynn das feldt, mit namen, Gethsemane, vnnd er sprach zu seynen iungern, setzt euch hie, bis ich hyn gehe vnd bete, vnd nam zu sich, Petron vnd Jacoben vnd Johannen, vnd fieng an zu ertzittern, vnd zu engsten, vnnd sprach zu yhnen, Meyne seel ist betrubt bis an den tod, enthalt euch hie, vnd wachet, vnd gieng eyn wenig furbas, fiel auff die erden vnd bettet, das, so es muglich were, die stund fur vber gienge, vnd sprach, Abba meyn vatter, Es ist dyr alles muglich, vbirhebe mich dises kilchs, doch nit was ich will, sondern was du wilt.

Vnd kam vnd fand sie schlaffend, vnnd sprach zu Petro, Simon schleffistu? vermochtistu nicht eyne stunde wachen? wachet vnd bettet, das yhr nicht ynn versuchung fallet, Der geyst ist willig, aber das fleysch ist schwach, 38 Vnd gieng widder hyn vnd bettet, vnd sprach die selbigen wortt, vnd kam wider, vnd fand sie abermal schlaffend, Denn yhr augen waren voll schlaffs, vnd wusten nit was sie yhm antwortten, Vnd er kam zum dritten mal vnd sprach zu yhnen, ia schlafft nu vnd ruget, Es ist gnug, die stund ist komen, sehet, des menschen son wirtt vbirantworttet ynn der sunder hende, stehet auff, last vns gehen, Sehet, der mich verrhedt ist er bey komen.

Vnnd als bald, da er noch redet, kam erzu Judas eyner von den zwelffen, vnd eyn grosse schar mit yhm, mit schwertern vnd mit stangen, Matth. 26 Luce. 22 Johan. 18 von den hohen priestern vnd schrifftgelerten vnd Eltisten, vnnd der verrehter hatte yhnen eyn zeychen geben vnnd gesagt, welchen ich kussen werde, der ists, den greyfft, [ 198] vnd furet yhn gewisß, vnd da er kam, tratt er bald zu yhm, vnd sprach zu yhm, lieber meyster, lieber meyster, vnd kusset yhn, Die aber legten yhre hende an yhn, vnd griffen yhn, Eyner aber von denen, die da bey stunden, zoch seyn schwerd aus, vnd schlug des hohen priesters knecht, vnd hywb yhm eyn ohr ab.

Vnnd Jhesus antwort vnd sprach zu yhnen, yhr seyt außgangen, als zu eynem morder, mit schwertten vnd mit stangen, mich zu fahen, ich byn teglich bey euch ym tempel gewesen, vnd hab geleret, vnd yhr habt mich nit griffen, Aber auff das die schrifft erfullet werde.

Vnd die iungern verließen yhn alle, vnd flohen, vnd es war eyn iungling, der folget yhm nach, der war mit lynwadt bekleydet auff der blossen hautt, vnd die iunglinge griffen yhn, Er aber lies faren den lynwadt, vnd floch blos von yhnen. [ 83] Vnd sie fureten Jhesum zu dem hohen priester, dahyn zu sammen komen waren alle hohe priester, vnd Elltisten vnd schrifftgelerten, Petrus aber folget yhm nach von fernen, bis hyneyn ynn des hohen priesters pallatz, vnd er war da vnnd sasß bey den knechten, vnd wermet sich.

Aber die hohen priester vnd der gantze radt, suchten zeugnis widder Jhesum, auff das sie yhn zum tod brechten, vnd funden nichts, viel gaben falsch zeugnis widder yhn, vnd yhre zeugnis stympt nicht vber eyn, vnd ettlich stunden auff, vnd gaben falsch zeugnis wydder yhn, vnd sprachen, wyr haben gehort, das er saget, ich will den tempel, der mit henden gemacht ist, abbrechen, vnd ynn dreyen tagen, eynen andern bawen, der nit mit henden gemacht sey, vnd yhre zeugnis stympt noch nicht vber eyn. Matth. 26 Luce. 22 Johan. 18 Vnnd der hohe priester stund auff vnter sie, vnnd fraget Jhesum vnnd sprach, Antwortestu nichts? was zeugen disse widder dich? Er aber schweyg stille vnd antwortet nichts.

Da fraget yhn der hohe priester abermal, vnd sprach zu yhm, Bistu Christus der son des gebenedeyten? Jhesus aber sprach, ich byns, vnd yhr werdet sehen des menschen son, sitzen zur rechten hand der krafft, vnnd komen mit des hymels wolcken.

Da zu reys der hohe priester seynen rock, vnd sprach, was durffen wyr weytter zeugen? yhr habt gehoret die Gottis lesterung, was dunckt euch? sie aber verdampten yhn alle, das er des tods schuldig were, Da fiengen an etlich yhn zu verspeyen, vnd verdecken seyn angesicht, vnnd mit feusten schlagen, vnd sagen zu yhm, lieber weyssage vns, vnd die knechte schlugen yhn yns angesicht. [ 200] Vnd Petrus war da nyden ym palatz, da kam des hohen priesters megde eyne, vnnd da sie sahe Petron sich wermen, schawet sie yhn an, vnd sprach, vnd du warest auch mit Jhesu von Nazareth, Er leugnet aber vnd sprach, ich kenne yhn nit, weys auch nit was du sagist, Vnd er gieng hynaus ynn den vorhoff, vnd der han krehet, Vnd die magd sahe yhn, vnnd hub aber mal an, zu sagen denen die da bey stunden, diser ist der eyner, vnnd er leugnet aber mal, Vnd nach eyner kleynen weyl sprachen aber mal zu yhm, die da bey stunden, warlich du bist der eyner, denn du bist eyn Gallileer vnnd deyne sprache lautt gleych also, Er aber fieng an sich zu verfluchen vnd schweren, ich kenne den menschen nitt von dem yhr saget.

Vnd der han krehet zum andern mal, Da gedacht Petrus an das wortt, das Jhesus zu yhm saget, ehe der han zweymal krehet, wirstu mich drey mal verleucken, vnd er hub denn an zu weynenn. Das

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