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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 36

Luke · Chapter 1

Luther’s September Testament (1522) · chapter 36 of 213 · about 7 min

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Syntemal sichs viel vnter wunden haben zu stellen die rede von den geschichten, so vnter vns ergangen sind, wie vnns das geben haben, die von anfang selbsichtige vnd diener des wortts gewesen sind, hab ichs auch fur gutt angesehen, nach dem ichs alles von forne an, mitt fleys erfolget habe, das ichs zu dyr, meyn guter Theophile, ordenlich schrybe, auff das du dich erkundigest eynes gewissen grunds, der wort, wilcher du vnterrichtet bist Zu der zeyt Herodes, des koniges Judee, war eyn priester von der ordnung Abia, 1 Paral. 24. mitt namen Zacharias, vnnd seyn weyb von den tochtern Aaron, vnnd yhr name, Elisabeth, Sie waren aber alle beyde frum fur gott, vnd giengen ynn allen gepotten vnnd satzungen des herrn vnthaddelich, vnd sie hatten keyn kind, denn Elisabeth war vnfruchtbar, vnd waren alle beyde wol betaget.

Vnd es begab sich, da er priester ampts pfleget fur gott zur zeyt seyner ordnung, nach gewonheyt des priesterthumbs, war es an yhm, das er reuchen sollt, vnd gieng ynn den tempel des herren, vnd die gantze menge des volcks war hausßen ym gepett, vnter der stund des reuchens, Es erscheyn aber yhm der Engel des herrnn, vnnd stund zur rechten am reuch alltar, vnd als Zacharias yhn sahe, erschrack er, vnd es kam yhn eyn furcht an.

Aber der Engel sprach zu yhm, furcht dich nicht Zacharia, denn deyn [ 210] gepet ist erhoret, vnd deyn weyb Elisabeth wirt dyr eynen son geperen, des namen solltu Johannes heyssen, vnd du wirst seyn freud vnnd wonne haben, vnnd viel werden sich seyner gepurt frewen, Denn er wirt gros seyn fur dem herren, weyn vnd starck getrenck wirt er nicht trincken, vnnd wirt noch ynn mutter leybe erfullet werden mit dem heyligen geyst, vnd er wirt der kinder von Jsrael viel zu Gott yhrem herren bekeren, vnd er wirtt fur seynem angesicht her gehen ym geyst vnd krafft Elias, Malach. 4 zu bekeren die hertzen der vetter zu den kindern, vnd die vnglewbigen zu der klugheytt der gerechten, zu bereyten dem herren eyn gerust volck.

Vnd Zacharias sprach zu dem Engel, wo bey soll ich das erkennen? denn ich byn allt, vnd meyn weyb ist betaget, Der engell antwort vnnd sprach zu yhm, Jch byn Gabriel der fur gott stehet, vnnd bynn gesand mit dyr zu reden, das ich dyr solchs verkundiget, vnnd sihe, du wirst erstummen, vnnd nicht reden konnen, bis auff den tag, da dis geschehen wirt, darumb, das du meynen worten nit geglawbet [ 88] hast, wilche sollen erfullet werden zu yhrer zeytt. Vnd das volck wartet auff Zacharias, vnd verwunderte sich, das er so lange vertzog ym tempel, vnd da er ausser gieng, kund er nit mit yhn reden, vnd sie merckten das er eyn gesicht gesehen hatte ym tempel, vnd er wincket yhn, vnd bleyb stumme.

Vnnd es begab sich, da die zeyt seynes ampts aus war, gieng er heym ynn seyn haus, vnnd nach den tagen, wart seyn weyb Elisabeth schwanger, vnd verbarg sich funff monden, vnd sprach, also hatt myr der herr gethan, ynn den tagen, da er mich angesehen hatt, das er meyne schmach vnter den menschen von myr neme. Vnnd ym sechsten mond, ward der Engel Gabriel gesand von Gott, ynn eyne stadt ynn Gallilea, die heyst Nazareth, zu eyner iungfrawen, die vertrawet war eynem man mit namen Joseph, von dem hauße Dauid, vnd der iungfrawen name heyst Maria, vnd der Engel kam zu yhr hyneyn, vnd sprach, Gegrusset seystu holdselige, der herr ist mit dyr, du gebenedeyte vnter den weyben.

Da sie aber yhn sahe, erschrack sie vber seyner rede, vnd gedacht, wilch eyn grus ist das. Vnd der Engel sprach zu yhr, furcht dich nit Maria, du hast gnade funden bey Gott. Sihe, du wirst schwanger werden ym leybe, vnd eynen son geperen, des namen solltu Jhesus heyssen, der wirt gros vnnd eyn son des hohisten genennet werden, vnd Gott der herr wirt yhm den stuel [ 212] seynes vatters Dauid geben, vnd er wyrt eyn konig seyn vber das haus Jacob ewiglich, vnnd seynes konigreychs wirt keyn ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel, wie soll das zu gehen? syntemal ich von keynem man weys.

Der Engel antwortet vnnd sprach zu yhr, der heylige geyst wirt komen vber dich, vnd die krafft des hohisten, wirt dich vbirschatten, darumb auch, das heylige, das geporn wirt, wirtt Gottis son genennet werden, Vnnd sihe, Elisabet deyne gefreunte, gehet auch schwanger mit eynem son ynn yhrem alter, vnnd gehet itzt ym sechsten mond, die ym geschrey ist, das sie vnfruchtbar sey, denn bey Gott ist keyn ding vnmuglich, Maria aber sprach, Sihe hie byn ich die mayd des herren, myr geschehe wie du gesagt hast, vnd der Engel gieng von yhr.

Maria aber stund auff ynn den tagen, vnd gieng auff das gepirge mit zuchten, zu der stadt Jude, vnd kam ynn das haus Zacharias, vnd grusset Elisabeth, Vnnd es begab sich, als Elisabeth den gruß Maria horet, hupffet das kind ynn yhrem leybe, vnd Elisabet wartt des heyligen geysts voll, vnd rieff lautt vnd sprach, gebenedeyet seystu vnter den weyben, vnd gebenedeyet sey die frucht deynes leibes, vnd wo her kompt myr das, das die mutter meynes herrn zu myr komet?

Sihe, da ich die stymme deynes grussis horete, hupffete mitt freuden das kind ynn meynem leybe, vnd selig bistu, die du geglewbt hast, denn es wirt vollendet werden, was zu dyr gesagt ist von dem herrnn. [ 89] Vnd Maria sprach, Meyne seel erhebt den herrn vnd meyn geyst frewet sich ynn Gott meynem heyland. Denn er hat die nydrickeyt seyner magd angesehen, Sihe, von nu an werden mich selig preyssen alle kinds kind. Denn er hat grosse ding an myr than, der do mechtig ist, vnd des name heylig ist.

Vnd seyne barmhertzigkeyt weret ymer fur vnd fur bey denen die yhn furchten, Er hat gewalt vbet mit seynem arm, vnd zurstrewet die da hoffertig sind ynn yhrs hertzen synn, Er hat die gewalltigen von dem stuel gestossen, vnd die nydrigen erhaben, Die hungerigen hatt er mit guttern erfullet, vnd die reychen leer gelassen. Er hatt der barmhertzigkeyt gedacht, vnd seynem diener Jsrael auff geholffen, wie er geredt hat vnsern vettern Abraham vnd seynem samen, ewiglich. Vnnd Maria bleyb bey yhr bey drey monden, darnach keret sie widderumb heym.

Vnd Elisabeth kam yhr zeyt, das sie geperen solt, vnd sie gepar eynen son, vnd yhr nachparn vnd gefreunten horeten, das der herr grosse barmhertzigkeyt an yhr than hatte, vnd freweten sich mit yhr. Vnd es begab sich am achten tage kamen sie zu beschneytten das kindlin, vnd hiessen yhn nach seynem vatter, Zacharias. Vnd seyne mutter antwortet, vnd sprach, mit nichten, sondernn er soll Johannes heyssen, vnd sie sprachen zu yhr, ist doch niemant ynn deyner freuntschafft, der also heysse.

Vnd sie wincketen seynem vatter, wie er yhn wolt heyssen lassen, vnd er foddert eyn teffelin, schreyb vnd sprach, Er heyst Johannes, vnd sie verwunderten sich alle, vnd als bald wart seyn mund vnd seyne zunge auffthan, vnd redte vnd benedeyet Gott, Vnd es kam eyn furcht vber alle nachparn, vnd all dis geschicht wart ruchtig auff dem gantzen Judischen gepirge, vnd alle die es horeten namens zu hertzen, vnnd sprachen, was, meynstu, will aus dem kindlin werden? denn die hand gottis war mit yhm.

Vnd seyn vater Zacharias wart des heyligen geystes voll, weyssagt vnd sprach, Gebenedeyt sey Gott der herr von Jsrael, denn er hatt besucht vnd erloset seyn volck, Vnd hatt auff gericht eyn horn der selickeyt ynn dem hausse seynes dieners Dauid, Als er vortzeytten geredt hat durch den mund seyner heyligen propheten, Das er vns erredtett von vnsern feynden, vnnd von der hand aller die vns hassen, Vnd die barmhertzigkeyt ertzeygette vnsern vetern, vnd gedecht an seynen heyligen bund, das ist, an den eyd, den er geschworen hatt vnserm vater Abraham, vns zu geben, Das wyr erloset aus der hand vnser feynde, yhm dieneten on furcht vnser leben lang ynn heylickeyt vnd gerechtigkeyt die yhm gefellig ist.

Vnnd du kindlin wirst eyn prophet des hohisten heyssen, du wirst fur dem herrn her gehen, das du seynen weg bereyttest, vnd erkentnis der selikeyt gebist seynem volck, die do ist ynn vergebung yhrer sunden, durch die hertzliche barmhertzigkeyt vnsers gottis, durch wilche vns besucht hat der auffgang (auffgang) Christus nach der Gottheyt ist der auff gang ynn der hohe vom vatter. aus der hohe, Auff das er erscheyne denen, die da sitzen ym finsternis vnd schatten des tods, vnd richte vnser fusse auff den weg des fridens. [ 214] Vnd das kindlin wuchs vnd wartt starck ym geyst, vnd war ynn der wusten, bis das er sollt her fur tretten fur das volck Jsrael. Das

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