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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 43

Luke · Chapter 9

Luther’s September Testament (1522) · chapter 43 of 213 · about 5 min

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Gehet hynn, sehet, ich sende euch, als die lemmer mitten vnter die wolffe, Tragt keynen beuttel, noch tasschen, noch schuch, vnnd grusset niemant auff der strassen, Wo yhr ynn eyn haus kompt, da sprecht zu erst, frid sey ynn disem hauße, vnnd so da selbst wirt eyn kind des frids seyn, so wirtt ewr fride auff yhm berugen, wo aber nicht, so wirdt ewr fride sich widder zu euch lencken, Jn dem selbigen haus aber bleybt, esset vnnd [ 109] trinckt, was sie haben, denn eyn erbeytter ist seyns lohns werdt. Matth.

Yhr sollt nicht von eynem haus zum andern gehen, 8 vnd wo yhr ynn eyne stad komet, vnd sie euch auffnemen, da esset, was euch wirt furgetragen, 9 vnd heylet die krancken die da selbst sind, vnnd saget yhn, Das reych Gottis ist nah zu euch komen, 10 Wo yhr aber ynn eyn stad komet, da sie euch nit auff nehmen, da gehet eraus auff yhre gassen, vnnd sprecht, Auch den staub der sich an vns gehenget hatt von ewr stad, schlahen wyr abe auff euch, doch sollt yhr wissen, das euch das reych Gottis nach gewesen ist, Jch sage euch, Es wirt der Sodoma treglicher ergehen an ihenem tage, denn solcher stad.

Matth. 11 Weh dyr Chorazin, Weh dyr Bethsaida, denn weren die thatten zu Tyro vnnd Sidon geschehen, die bey euch geschehen sind, sie hetten vortzeyten ym sack vnnd ynn der asschen gesessen vnnd bus than, Doch es wirt Tyro vnd Sidon treglicher ergehen am gericht, denn euch, Vnd du Capernaum, die du bis an hymel erhaben bist, du wirst bis ynn die helle hyn vnter gestossen werden, Wer euch horet, der horet mich, vnd wer euch veracht, der veracht mich, wer aber mich veracht, der veracht den, der mich gesand hat.

Die siebentzig aber kamen widder mit freuden, vnd sprachen, Herr Es sind vns auch die teuffel vnterthan ynn deynem namen, Er sprach aber zu yhn, Jch sahe wol den Satanas vom hymel fallen, als eynen blitz, Sehet, ich habe euch macht geben, zu tretten auff schlangen vnd Scorpion, vnd vber allen gewallt des feynds, vnnd nichts wirt euch beschedigen, Doch darynn frewet euch nicht, das euch die geyster vnter than sind, frewet euch aber, das ewre namen ym hymel geschrieben sind. [ 260] Matth. 11 Zu der stunde frewet sich Jhesus ym geyst, vnnd sprach, Jch preyße dich vatter vnnd herr hymels vnd der erden, das du solchs verporgen hast den weyßen vnd verstendigen, vnnd hasts offinbart den vnmundigen, ia vater, Also war es wolgefellig fur dyr.

Es ist myr alles vbirgeben von meynem vatter, Johan. 8 vnnd niemant weyß, wer der son sey, denn nur der vatter, noch wer der vater sey, denn nur der son, vnd wilchem es der son will offenbaren. Matth. 13 Vnd er wand sich zu seynen iungern, vnnd sprach ynn sunderheyt, Selig sind die augen, die da sehen, das yhr sehet, denn ich sage euch, viel propheten vnd konige wolten sehen das yhr sehet, vnnd habens nit gesehen, vnd horen das yhr horet, vnd habens nit gehoret. Vnd sihe, da stund eyn schrifftgelerten auff, versucht yhn vnd sprach, Meyster, was mus ich thun, das ich das ewige leben ererbe? Er aber sprach zu yhm, wie stehet ym gesetz geschrieben? wie liesestu?

Deuter. 6 Er antwort vnd sprach, Du sollt Gott lieben deynen hern von gantzem hertzen, von gantzer seel, von allen krefften, vnd von gantzem gemute, vnd deynen nehisten als dich selbs, Er aber sprach zu yhm, du hast recht geantwortet, thue das, ßo wirstu leben, Er aber wollt sich selb [ 100] rechtfertigen vnd sprach zu Jhesu, wer ist denn meyn nehister? Da antwort Jhesus vnnd sprach, Es war eyn mensch, der gieng von Jerusalem hynab gen Jericho, vnd fiel vnter die morder, die zogen yhn aus vnd schlugen yhn, vnd giengen daruon, vnd liessen yhn halb todt liegen.

Es begab sich aber angefer, das eyn priester die selbigen strasß hynab zoch, vnnd da er yhn sahe, gieng er fur vber, desselbigen gleychen auch eyn Leuit, da er kam bey die stett vnd sahe yhn, gieng er fur vber, Eyn Samariter aber reyßet, vnd kam bey die stett, vnd da er yhn sahe, iamert yhn seyn, gieng zu yhm, verpand yhm seyne wunden, vnd gosß dreyn ole vnd weyn, vnd hub yhn auff seyn thier vnd furt yhn ynn die herberg, vnd pfleget seyn, Des andern tags reyset er, vnd zog er aus zween grosschen, vnd gab sie dem wirt, vnnd sprach zu yhm, pflege seyn, vnd so du was mehr wirst dar thun, will ich dyrs betzalen wenn ich wider kome.

Wilcher dunckt dich der vnter dißen dreyen der nehist (nehist) Der nehist ist nicht alleyn der wolthut, sondern auch der wolthatt bedarff, denn wyr sind alle vnternander nehisten. sey gewesen, dem der vnter die morder gefallen war? Er sprach, der die barmhertzigkeyt an yhm thatt, da sprach Jhesus zu yhm, So gang hynn, vnd thu des gleychen.

Es begab sich aber, da sie wandleten, Gieng er ynn eyn marckt, da war eyn weyb, mitt namen Martha, die nam yhn auff ynn yhr haus, vnd sie hatte eyne schwester, die hies Maria, die satzt sich zu seynen fussen, vnnd horet seyner rede zu, Martha aber macht yhr viel zu schaffen yhm zu dienen, vnnd sie tratt hyn zu vnd sprach, Herre, fragistu nicht darnach, das mich [ 262] meyn schwester lest alleyne dienen? Sag yhr, das sie es doch auch angreyffe, Jhesus aber antwortet vnd sprach zu yhr, Martha, Martha du sorgist, vnnd bekumerst dich mit viel dingen, Nur eyns ist nodt, Maria hat eyn gutt teyl er welet das soll nicht von yhr genommen werden. Das

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